#darumfrei


Preeemiere! Dies ist die erste Blogparade, bei der wir mitmachen. Wir sind auf den Aufruf zur Blogparade #darumfrei gestoßen und – zack – war klar, dass wir unseren Senf dazugeben müssen. Also haben wir spontan mal losgelegt und unsere persönlichen Top-Vorteile gesammelt. Und los!

Sandra ist #darumfrei

Wenn Ihr meinen Artikel Mut zur Kündigung gelesen habt, wisst Ihr, dass meine Selbstständigkeit aus der Gelegenheit heraus entstanden ist und nicht von langer Hand geplant war. Nachdem ich mich mehrere Monate um eine Festanstellung bemüht habe, ergab sich für mich die Möglichkeit, als Freelancerin bei OTTO anzufangen. Diese Chance habe ich ergriffen. Damals noch mit Hintergedanken aus dieser Position heraus vielleicht an einen festen Job zu kommen. Diesen Wunsch verspüre ich nicht mehr. Mittlerweile schätze ich die Selbstständigkeit und arbeite gerne frei. Warum? Es gibt mehrere Gründe – drei davon verrate ich Euch jetzt.

Nummer 1: Freiheit.

Wenn ich von Freiheit spreche, meine ich nicht, tun und lassen zu können, was ich möchte oder keinen Weisungen von Chefs mehr zu unterstehen. Es geht um gedankliche Freiheit. Ich bin ein Freigeist. Derzeit engt mich der Gedanke ein, vertraglich an ein Unternehmen gebunden zu sein. Das war nicht immer so und mag sich irgendwann auch wieder ändern, aber momentan würde ich mich durch einen festen Arbeitsvertrag mit längerer Kündigungsfrist eingesperrt fühlen. Was anderen Sicherheit gibt, schnürt mir die Brust zu. Das mag daran liegen, dass mir in einem Alltag, in dem sich Aufgaben und Arbeitsabläufe tagein tagaus wiederholen, schnell langweilig wird. Ich brauche die Abwechslung und muss ohne große Schwierigkeiten ausbrechen können, sollte mich das Verlangen überkommen, weiterziehen zu wollen. Wo wir schon beim nächsten guten Grund sind.

Nummer 2: Veränderung.

Langfristige Projekte sind super und erstrebenswert. Sie geben Stabilität und Sicherheit, insbesondere in finanzieller Hinsicht. Auch mir. Aber wie ich schon erwähnte,

mag ich es nicht, immer und immer wieder dieselben Dinge zu tun. Ich fordere mich gerne heraus. Lerne Neues. Das ist manchmal gar nicht so leicht und erfordert Mut. Vor allem aber das Vermögen und den Willen sich schnell in neue Situationen einzufinden. Das kann beängstigend sein – so ist das mit dem Unbekannten. Schon mal was von Vermeidungsverhalten gehört? Bestimmte Situationen und Handlungen werden umgangen, weil Unannehmlichkeiten erwartet werden. Oft treten diese aber gar nicht ein. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen sind es wert, seine eigenen Ängste zu überwinden. Für mich ist die Fremde weniger angsteinflößend, als die Vorstellung auf der Stelle zu treten.

Nummer 3: Selbstverwirklichung.

Morgens um neun ins Büro eilen, acht Stunden arbeiten und um fünf Feierabend machen – Tag um Tag, Woche um Woche, Jahr um Jahr – ist nicht meine Idealvorstellung vom Leben. Ich möchte mir meine (Lebens-)Zeit freier einteilen können. Auch um eigene Projekte zu verwirklichen. Ein gewöhnlicher 9-to-5-Job stünde mir dabei im Wege.

Zugegeben, momentan bleibt mir nur wenig Zeit für die Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen wie z. B. die Weiterentwicklung dieses Blogs, aber so ist das, wenn man noch am Anfang seiner Selbstständigkeit steht und diese auf ein solides Fundament stellen will. Ich nehme den derzeitigen zeitlichen Engpass in Kauf, weil ich weiß, dass er notwendig ist, um meine Ziele zu erreichen. It’s all part of the plan!

Sophie ist #darumfrei

Urlaubsanträge?

Manchmal traue ich mich kaum, es zuzugeben, aber gefühlt habe ich mehr Urlaub, seitdem ich als Freelancerin arbeite. Weil es keine limitierten Urlaubstage gibt. Klar, dafür weiß ich eben auch, dass ich keine Kohle verdiene, wenn ich mir ´nen Bunten mache. Aber das muss ich eben vorher gut abwägen. Und da ich als Festangestellte schon oft gesagt habe, dass ich weniger Gehalt in Kauf nehmen würde, wenn das mehr Freiheit bedeuten würde, weiß ich, wo meine Prioritäten liegen. Demnächst gehts dann an den Gardasee 😉

Stechuhr?

Ok ok, ich habe nie irgendwo gearbeitet, wo es Stechuhren gab, aber ihr kennt das Prinzip. In Deutschland wird Produktivität mit Anwesenheitszeit gleichgesetzt. Mal ein paar Minütchen zu spät gekommen, ein paar Minütchen zu früh gegangen, ein wenig zu lang Mittag gegessen – „Halben Tag heute?“

Als Selbstständige entscheide ich selbst, wann ich morgens startklar und abends reif für den Feierabend bin. Und wenn die Sonne scheint, mache ich statt einer Stunde auch gerne mal zwei Mittagspause.

Decke auf den Kopf?

Das mit der Decke, die einem auf den Kopf fällt, meine ich nicht unbedingt auf der „Was ich so den ganzen Tag mache“-Ebene. Ein fester Job bedeutet natürlich nicht automatisch Eintönigkeit und kann viel Abwechslung bieten. Mir geht es dabei um die „Wo arbeite ich“- und „Mit wem arbeite ich“-Komponente. Jeden Tag dieselben Leute mit denselben Macken in denselben vier Wänden…

Als Freie wiederum arbeite ich an einem Tag ich mit und beim Kunden im Büro, den nächsten allein zu Hause, am anderen dann mit anderen Freelancern im Coworking-Space oder Café. Und wenn die Sonne scheint, geht es in den Park oder auf den Balkon. So fällt mir nie die Decke auf den Kopf.

Gute Gründe, oder?

Ihr seid #darumfrei

Was sind für Euch die absoluten besten Aspekte der Selbstständigkeit? Schreibt es gerne unten ins unsere Kommentare. Wir sind gespannt :)

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3 Kommentare Kommentar hinzufügen
  1. 1
    Helke

    Schönes Thema! Einige eurer Gründe sind auch meine, und mir fallen nach über 20-jähriger Selbstständigkeit als Fachübersetzerin noch drei weitere ein:
    - Eigene Investitionsentscheidungen: Die Wahl meiner Arbeitsmittel ist mir selbst überlassen. Ich muss keinen Antrag für eine ergonomische Tastatur oder einen größeren Bildschirm stellen. Ich entscheide, wann der richtige Zeitpunkt für ein Software-Upgrade ist.
    - Mehrwert selbst abschöpfen: Wenn ich durch Investitionen, Erfahrungen oder Talent schneller/besser arbeite als andere, kommt das mir selbst direkt zugute. Ich kann dann entweder mehr verdienen (macht man, wenn man noch am Anfang steht) oder ich kann bei gleichem Verdienst weniger Stunden arbeiten (macht man in späteren Jahren). Auf jeden Fall bleibt der Vorteil bei mir selbst hängen (und ggf. teilweise beim Finanzamt).
    - Arschlochfreie Zone: Diese griffige Bezeichnung stammt nicht von mir, sondern vom Finanzwesir (www.finanzwesir.de). Bei ihm geht es eher darum, genügend Geld zu haben, um sich von Chefs und/oder Kollegen nicht nerven lassen zu müssen. Aber für mich ist es auch ein Merkmal der Freiberuflichkeit: Wenn mir ein Kunde gegen den Strich geht, kann ich mich entscheiden, nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Das geht manchmal nicht sofort, aber es geht, ohne dass ich jemand anderen als mich davon überzeugen muss, dass mein Geschäft ohne diesen Kunden besser dran ist.

    • 2
      Sophie

      Hallo Helke. Danke für deine guten Gründe! Besonders Nummer 3 gefällt mir. War bisher zwar noch nicht nötig, aber nach einiger Agenturerfahrung, dachte ich mir das auch schon öfter: Dort hatte ich nicht die Wahl, für welche Kunden ich arbeite. In diesem Sinne auf die Selbstständigkeit und viele weitere # darumfrei-Gründe :)

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