Ann-Christin Schmitt ist freie Texterin und Textberaterin. Nach ein paar Jahren in der Agenturwelt hat sie im Dezember 2016 mit Frau Schmitt Schreibt den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ursprünglich aus Bielefeld lebt und schreibt sie jetzt in Berlin. Neben der Sprache sind Schokolade und Kaffee ihre großen Leidenschaften.

Wenn man sich selbstständig macht, dann gibt es eine ganze Menge zu bedenken – vom Businessplan über die Finanzplanung bis hin zum Versicherungspapierkram. In der ersten Zeit seid Ihr daher wahrscheinlich meistens mit Euch selbst beschäftigt. Darüber vergisst man allerdings schnell die zweitwichtigste Person beim Gründen. Den Kunden.

Natürlich ist es wichtig, dass Ihr als Gründerinnen gut aufgestellt seid – nur Ihr haltet die ganze Maschinerie am Laufen. Ihr seid Euer Kapital. Aber lohnt sich Euer ganzer Aufwand, wenn die Kunden fehlen? Du wirst mir sicher zustimmen: Nein. Also machen wir uns schnell daran die Zielgruppe herauszufinden!

Eure Zielgruppe – also alle Personen, die Ihr ansprechen möchtet – ist Euer wichtigstes Marketinginstrument. Ohne, dass Ihr wisst, wen Ihr ansprechen möchtet werden alle Eure Marketingaktivitäten nicht den gewünschten Effekt erzielen. Das glaubt Ihr nicht? Hier ein paar gute Gründe, um Eure Zielgruppe mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen:

Grund 1: Ihr findet die richtigen Kommunikationskanäle

Website, Social Media, Messen – es gibt viele Möglichkeiten mit Kunden und solchen, die es mal werden sollen, in Kontakt zu treten. Aber wo treiben sich Eure potentiellen Kunden eigentlich rum? Das könnt Ihr erst herausfinden, wenn Ihr wisst wer Eure Zielgruppe ist.

Ein Beispiel: Ihr twittert was das Zeug hält und Ihr seid richtige Instagram-Profis. Eure eigentliche Zielgruppe ist aber kaum in sozialen Netzwerken unterwegs. In diesem Fall investiert Ihr Zeit, die Euch keine Kunden beschert und die Ihr besser für einen Messebesuch verwendet hättet. Diese Falle könnt Ihr ganz einfach umgehen, indem Ihr Euch Gedanken über Euren Adressaten macht.

Grund 2: Euch fallen die richtigen Worte ein

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon das ein oder andere Mal Gedanken um Formulierungen gemacht. (Ansprechende) Texte für Websites, Broschüren oder Facebook-Posts zu schreiben, ist meistens gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Vor allem, wenn man nicht weiß, wen man ansprechen möchte.

Ihr habt Euch bereits Gedanken über Eure Wunsch-Zielgruppe gemacht? Perfekt! Analysiert, wie Eure Kunden und Eure Nutzer selber sprechen, welche Medien sie verfolgen oder welche Marken sie bevorzugen. Dann schaut Euch an, wie diese mit ihren Nutzern sprechen. Davon könnt Ihr dann eine Menge lernen und für Eure eigenen Zwecke nutzen.

Grund 3: Die Du-Sie-Frage klärt sich

Eine Frage, die eng mit dem vorherigen Punkt verknüpft ist: Duzen oder Siezen? Damit tun sich Viele schwer. Ist auch gar nicht so leicht – wenn man die eigene Zielgruppe nicht kennt. Sobald Ihr aber herausgefunden habt, wie Eure (potentiellen) Kunden ticken, könnt Ihr sie auch besser einschätzen. Sind sie jung und hip? Dann ist das „Du“ vollkommen in Ordnung. Ist Eure Zielgruppe durchmischt und kommt eher aus den klassischen Branchen? Dann bleibt auf der sicheren Seite und beim „Sie“.

Grund 4: Ihr merkt, was Eure Kunden brauchen

Auch dieser Aspekt ist ziemlich wichtig. Eure Ideen, Eure Dienstleistungen oder Eure Produkte sind sicher gut durchdacht und der Knaller. Aber sie müssen Euren Kunden auch einen Mehrwert bieten. Der Psychologe Ernest Dichter hat mal gesagt:

„Wenn ich Hundefutter verkaufen will, muss ich erst einmal die Rolle des Hundes übernehmen; denn nur der Hund allein weiß ganz genau, was Hunde wollen.“

Sobald Ihr wisst, wen Ihr ansprecht und mit welchen Problemen oder Herausforderungen Eure Zielgruppe konfrontiert ist, erkennt Ihr, an welcher Stelle Eure Produkte helfen und greifen.

Haben Euch diese vier Gründe überzeugt? Dann ran an Stift und Papier und los geht’s!

Werft auch einen Blick auf Pinterest. Dort findet Ihr viele weitere hilfreiche Informationen für Selbstständige und Gründer*innen.

© Beitragsbild: Unsplash

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