Warum ein Businessplan so wichtig für Eure Positionierung ist und Ihr besser versteht, wer Ihr seid!

Businessplan

Seit Oktober 2018 lebt Nora Müller ortsunabhängig. Mit Rucksack, Sonnencreme und Laptop hat sie sich auf den Weg gemacht die Welt zu entdecken. Als Mentorin begleitet Nora Menschen auf dem Weg zur Positionierung, denn sie sieht hinter jedem etwas Besonderes und glaubt fest daran, dass jede Idee einzigartig ist – mit Kreativität, Strategie und Feinsinnigkeit zur authentischen Business-Identität.

„Ich bin hin und her gerissen. Wenn ich jetzt einen Businessplan schreibe, könnte mir das kostbare Zeit rauben. Und wahrscheinlich sieht meine Situation am Ende des Jahres wieder komplett anders aus. Nachher habe ich viele Tage umsonst daran gearbeitet. Irgendwie baut man sich doch nur eine Scheinwelt auf …“

Und so weiter. Kennt Ihr das?

Oh, ich kenne das. Ich sehe vor meinen Augen immer einen gestriegelten Mann im Anzug, der einem Bankberater die Hand schüttelt um ihm daraufhin sein Businesskonzept, inklusive Businessplan, zu präsentieren. Natürlich um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Für etwas anderes braucht man einen Businessplan doch nicht.

Leider ein sehr, sehr großer Denkfehler.

Und ich möchte Euch gerne erklären warum:

  • dient als erster Startschuss zu Eurer Positionierung.
  • gibt Euch unglaublich viel Klarheit über Eure Idee.
  • Ihr habt eine Quelle für Euer Business, auf die Ihr immer wieder zurückgreifen könnt, wenn Ihr Input braucht.
  • Das Wording, was Ihr im Businessplan verwendet, könnt Ihr zu Beginn auch für Eure anderen Kanäle und Aktionen (wie Website, Google Ads etc.) nutzen.

 

Der Businessplan als Startpunkt

Viele Gründer*innen starten sehr oft blind in ihr Business. Sie vergessen sich ein Fundament und ein Konzept aufzubauen. Sie übersehen, wie wichtig es ist, sich mit ihrer Positionierung auseinanderzusetzen. Einmal klar zu definieren, welches Problem man löst oder welchen Wunsch man für seinen potentiellen Kunden erfüllt.

Und das ist nicht einfach. Wenn Ihr einmal angefangen habt, Euch mit Eurer Positionierung auseinander zu setzen, werdet Ihr merken, wie komplex dieses Thema ist.

Doch, wenn Ihr Euch intensiv mit Eurer Positionierung beschäftigt, werdet Ihr weniger Umwege gehen müssen. Ihr werdet schneller erkennen, wie Ihr Eure Produkte und Kommunikation aufbauen könnt. Ihr werdet Euch, Euer Business und Euren Kunden besser verstehen und miteinander verbinden können.

Und da dieses Thema, wie ich bereits beschrieben habe, sehr komplex ist, wird Euch ein Businessplan dabei helfen. Ein Businessplan, den Ihr nicht für eine Bank, sondern nur für Euch und Eure Ziele aufstellt. Euer Startschuss zu Eurer Positionierung.

Denn Chaos im Kopf heißt Chaos für Eure Marke und das heißt Chaos für Euer Business.

Aber was bedeutet das genau, fragt Ihr Euch gerade?

Folgende Situation: Ich überarbeite meine Webseite und sitze vor einem sehr schwierigen Teil, der uns allen Kopfzerbrechen bereitet: Die Über-mich-Seite.

Ich versuche mich zu beschreiben, aber irgendwie läuft es nicht richtig. Die Texte fließen nicht und ich hänge fest.

Was ich dann tue: Ich klicke in meinen Businessplan und lese mich rein. Klar, der Plan wurde vor über einem Jahr geschrieben, aber genau da, zwischen den Zeilen, steht alles:

Meine Motivation. Meine Idee. Meine Botschaft.

Und ich kann plötzlich wieder die Tonalität aufgreifen und weiß wo ich hin will.

Das ist Klarheit!

Das ist mein Fundament.

Da gibt es den Input, den ich brauche, wenn ich alleine über einer Aufgabe grübel.

Das ist der erste Schritt zu Eurer Positionierung! Zu Eurer authentischen Business-Identität.

Für Euren Businessplan habt Ihr Euch einmal intensiv fokussiert und wirklich alles niedergeschrieben.

 

Ein Businessplan ist nicht nur Zahlenwerk

Dabei geht es hier nicht nur um den Zahlenteil! Das ist ein weiterer Denkfehler. Ein guter Businessplan besteht aus mehr als einem Zahlenteil.

Er beinhaltet die Antworten zu folgenden Fragen:

  • Wo liegt Euer Schwerpunkt in Eurem Business?
  • Wie lautet Eure Leistung? Was kauft der Kunde bei Euch?
  • Was sind Eure Fähigkeiten? Worin seid Ihr richtig gut?
  • Welche Ausrichtung strebt Ihr in Eurem Segment an?
  • Wie lautet Eure Geschäftsidee?
  • Wie sieht Eure Marke aus? Was macht Euch aus?
  • Wie lautet Euer Marketingkonzept?
  • Wie sieht Euer Kunde aus? Was kauft er bei Euch?
  • Welche Rolle nehmt Ihr ein?

In all diesen Bereichen und Fragen steckt Eure Positionierung. Wenn Ihr Eure Fähigkeiten und Schwerpunkte einmal richtig ausformuliert, könnt Ihr viel besser erkennen, was Euch von Euren Mitbewerbern abgrenzt.

Und erkennen was Euch ausmacht – erkennen welche Produkte Ihr anbietet – erkennen welcher Zielgruppe das gefallen könnte.

Wichtig dabei:

Geht mit Leichtigkeit an den Plan! Definiert Euer Herzensprojekt. Das soll Spaß machen. Und nicht zur Pflicht werden! Geht mit Schere, Farben, Stifte, Papier und Laptop an die Arbeit.

Kratzt dabei nicht nur an der Oberfläche, sondern geht tief. Wenn diese Arbeit einmal gemacht ist, könnt Ihr immer wieder davon profitieren. Oft kommen einem bei der Erarbeitung weitere Ideen für Kampagnen oder Produkte, die Ihr anbieten könntet. Oder Ihr holt den Plan nach 4 Monaten wieder raus und Euch kommen beim Lesen neue Aktionen für Euer Business in den Sinn.

Natürlich ist das nur der Beginn für Eure Positionierungsstrategie. Eure Positionierung wandelt sich mit Euch. Sie ist ein Prozess und entwickelt sich mit Euch und Euren Ideen weiter. Doch woran wollt Ihr Euch lang hangeln, wenn es keine Basis gibt?

Beginnt mit einem richtig großen, energiereichen, motivierenden, bunten Startschuss für Euer Business.

© Beitragsbild: Kyle Glenn | Unsplash

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