Findet Eure Startup-DNA mit Frank Thelen. Denn: „Man kann die Welt verändern, jeder von uns!“

"Startup-DNA" von Frank Thelen
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„Ich habe, bis ich erwachsen war, nur nur [sic!] zwei Bücher gelesen, Hörbe mit dem großen Hut und die Anleitung zu MS-DOS – jetzt habe ich sogar eins über mein Leben geschrieben“, resümiert Frank Thelen in seiner Autobiografie »Startup-DNA. Hinfallen, aufstehen, die Welt verändern«* (S. 283), die mir auf Anfrage vom Murmann-Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

Eine Feststellung, die sinnbildlich für das Leben des Seriengründers und aus dem Fernsehen bekannten Investors steht. Mal abgesehen vom Aussagewert – der sicher zutreffend ist –, gibt der fehlerhafte Satz eine Ahnung davon, wie die Lebensgeschichte von Frank Thelen bis dato verlaufen ist: alles andere als fehlerfrei und geradlinig. „Ich bin vom Gymnasium geflogen – und durfte im Jahr 2017 in der Bundesversammlung den Bundespräsidenten wählen. (…) Mein Informatiklehrer warnte meinen Vater davor, mich an einen Computer zu lassen – nur wenige Jahre später entwickelte ich die weltweit führende Software für digitale Fotoservices. Ich hatte Millionenschulden – heute muss ich mir um meinen Lebensunterhalt keine Gedanken mehr machen“. (S. 283)

Dieser Werdegang, faszinierend und lehrreich zugleich, kann im Buch nachgelesen werden – ausgehend von der Kindheit und Jugend, die stark durch das Skateboarden geprägt war, über die ersten Schritte als Unternehmer, die in einer Insolvenz endeten, bis hin zum heutigen Engagement als Investor, das schon viele erfolgreiche Startups hervorgebracht hat (u. a. Wunderlist, Little Lunch, Lilium Aviation). Des Weiteren ist ein „kurzer Einblick in die Zukunft“ (S. 210f) zu finden – Künstliche Intelligenz, Blockchain, Virtual und Augmented Reality, Quantum-Computing…

Auch wenn mich der Lebenslauf von Frank Thelen beeindruckt hat, ist es nicht dieser, auf den ich mein Augenmerk im Beitrag legen möchte, sondern auf die vielen Lektionen, die daraus resultieren. Bei der Lektüre von »Startup-DNA«* kann frau nämlich einiges über selbige lernen. Als Gründer*in „mal eben so im Handumdrehen Millionär werden“ liegt fernab der Realität. Also, was braucht es um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen?

Folgende sieben Eigenschaften – die ich als besonders wichtig erachte und durch meine eigene Biografie bestätigt sehe – sollte ein*e Gründer*in mitbringen:

 

Erfolgreiche*r Gründer*in

  • Intrinsische Motivation
  • Bestimmte Tätigkeiten macht man einfach gern. Sie sind interessant, herausfordernd, sinnvoll. Auch die Gründung eines Unternehmens sollte Freude bereiten. Ein Haufen Kohle zu verdienen, darf nicht der eigentliche Anreiz sein (siehe Genügsamkeit) – eine Folge hingegen sehr wohl. Frank Thelen verpackt es in diese Skateboarding-Analogie: „Man denkt, man wird nie einen Kickflip (…) stehen, geschweige denn einen 50/50 to Fakie meistern – aber irgendwie schafft man es dann doch. (…) wir sind Menschen: Wir brauchen einen inneren Antrieb (…)“. Wenn er nicht intrinsisch motiviert gewesen wäre diese Tricks zu beherrschen, hätte er nach dem ersten Misslingen aufgegeben. Ihr müsst als Gründer*innen aus Euch heraus angetrieben sein, sonst werdet Ihr es schwer haben, besonders in hoffnungsloser Lage. „Ich wusste, dass ich wieder aufstehen muss, wenn es weitergehen soll“. (S. 265)

  • Geduld
  • „Das Skaten bringt dir bei, dass jeder hinfällt, aber nur derjenige, der wieder aufsteht, den Trick irgendwann lernt“. (S. 20) Wie auch das Skateboarding erfordert das Gründen und die Führung eines erfolgreichen Unternehmens Ausdauer. Das weiß auch Frank Thelen: „Ich komme gerne zum Punkt und verschwende ungern meine Zeit. Aber manchmal muss man vielleicht einfach Geduld haben und darauf vertrauen, dass sich alles findet“. (S. 76)

  • Realitätsnähe
  • Habt die richtige Vorstellung vom Gründen. Setzt Euch mit dem Unternehmertum und den Anforderungen auseinander. Frank Thelen schildert eine Begebenheit aus dem »Die Höhle der Löwen«-Studio. „Da trat eine Frau auf, die auf die Frage, warum sie sich selbstständig machen wolle, geantwortet hat, sie sei lange fest angestellt gewesen und habe da so viel arbeiten müssen. Ihr Traum sei jetzt die Selbstständigkeit, weil sie kürzertreten und endlich weniger arbeiten wolle“. (S. 32) Zu Recht ist er über diese Aussage erbost. „So eine unfassbare Dummheit trifft mich in ins Mark. Zum einen war es in diesem Fall die Verkennung der Realität, dass der Aufbau eines Unternehmens und die Verantwortung für ein Team und ein Produkt sowohl zeitlich als auch mental jeden festen Job als extrem entspannt erscheinen lassen. Zum anderen war diese Aussage eine Beleidigung für alle echten Gründer, die sich für ihre Vision, ihr Produkt und ihre Leidenschaft das Herz rausreißen“. (S. 33) Dem stimme ich zu – wobei ich nicht der Überzeugung bin, dass selbstständig zu sein bedeuten sollte „selbst und ständig“. Aber: Arbeit steht nun mal am Anfang jeden Erfolgs. Dazu Thelen: „Ich war kein besonders herausragender Skateboarder, hatte nicht einmal Talent, aber wie im echten Leben auch habe ich durch hartes Training ein ganz anständiges Niveau erreicht“. (S. 267)

  • Demut
  • Trotzdem: „Es gibt immer noch einen, der besser ist als du. Irgendwann ist man sagenhaft stolz, dass man sich mit seinem Körper samt dem Brett 180 Grad um die eigene Achse in der Luft drehen kann. Irgendwann schafft man vielleicht 360 Grad oder gar 540 Grad. Und dann hört man vom US-Amerikaner Tom Schaar, der im Jahr 2012 den ersten 1080er gestanden hat“. (S. 265) Lasst Euch davon nicht entmutigen und fangt gar nicht erst an Euch zu vergleichen, sondern haltet es wie Blumen: „Eine Blume konkurriert nicht mit der Blume neben ihr. Sie blüht einfach“.

  • Sorgfalt
  • Einfach bedeutet aber nicht ohne Aufwand. Gebt Euch Mühe! Arbeitet achtsam und genau. Denn – als Beispiel – „auch ein mangelhaft strukturiertes Pitchdeck ist ein klares Zeichen, das Startup schnell zu vergessen. Die Gründer werden nicht in der Lage sein, die notwendige Disziplin und Struktur für den Aufbau eines Startups zu liefern“. (S. 168)

  • Genügsamkeit
  • Was passiert, wenn frau sich in den „Hype von größer, schneller, weiter“ begibt, schildert Frank Thelen im Kapitel „Die Katastrophe“ (S. 38f.), indem es darum geht, wie er sein erstes Unternehmen gegen die Wand gefahren und als Konsequenz daraus hoch verschuldet hat. Vor die Wahl zwischen Verkauf der eigenen Anteile am Unternehmen und Börsengang gestellt, entschieden sich Thelen und sein Geschäftspartner für letzteres. „Wir folgten der Gier“. (S. 41) „Innerhalb weniger Wochen drehte sich der Wind endgültig um 180 Grad. Alle drei Investmentgesellschaften sagten die Finanzierung in derselben Woche ab“. Die Folge: Insolvenz.

  • Neugier
  • Voranstehender Punkt soll Euch nicht davon abhalten Euch auf Abenteuer einzulassen. Im Gegenteil – er gilt vielmehr als Reminder regelmäßig zu überprüfen, ob frau in manchen Situationen nicht unter Realitätsverlust leidet (siehe Realitätsnähe). Auch Thelen empfiehlt: „(…) Ich kann jedem nur raten, sich ab und zu auf etwas Neues einzulassen, etwas, das außerhalb der Komfortzone liegt, was ihm vielleicht sogar zu Beginn ein wenig Angst macht“. (S. 141) Wichtig ist hierbei, „wenn ich ein neues Gebiet betrete, versuche ich auch den ganzen Weg zu verstehen“. (S. 143) Sollte auch für Euch gelten! Ebenso wie folgende Aussage: „Ich gehe nicht zur Arbeit weil ich »muss«, sondern weil ich neugierig bin, weil ich Spaß daran habe, weil ich was lernen will“. (S. 266)

    Eben aufgelistete persönliche Werte sind nicht vollständig; nicht das, worauf es alleine ankommt – allerdings die halbe Miete. Selbstverständlich muss auch das Produkt stimmen. „Die beste Voraussetzung für ein Startup ist es, wenn die Gründer eine Lösung für ein persönliches Problem entwickeln, das ist das Geheimnis der besten Produkte“. (S. 154) Und nicht zu vergessen: „Ein Produkt muss einen direkten und konkreten Mehrwert bieten“. (S. 108)

    "Startup-DNA" von Frank Thelen

    Aber letztendlich steht und fällt alles mit dem Glauben an sich selbst und die eigene Idee. Davon ist auch Frank Thelen überzeugt: „Man kann die Welt verändern, jeder von uns. (…) ich hatte eine Idee, an die ich geglaubt habe, den Willen, diese umzusetzen, und die Energie, durchzuhalten, bis mein Ziel erreicht war.“ (S. 18) Manchmal muss eine Gründung gegen die Welt geschehen. „Vielleicht werden alle sagen »Das gibt es schon« oder »Die Idee ist zu verrückt«, aber weder das eine noch das sind Gründe zum Aufgeben“. (S. 6) Vielmehr: „Hör nicht auf die Bedenkenträger und die Unkenrufe: Die Chancen sind für jeden da. Ich behaupte nicht, dass sie gerecht verteilt sind, aber mit Willenskraft und Energie wirst du deine Ziele verwirklichen – so wie es mir gelungen ist.“ (S. 283)

    Frank Thelen ist sich sicher: „Wenn jemand ein herausragender Kopf ist, eine gute Idee und einen überzeugenden Plan zur Umsetzung hat, dann ist keine Idee »zu groß« oder »zu klein«.“ (S. 6) Deshalb bestärkt er am Ende seines Buches die Leser*innen – und das will ich ihm mit diesem Beitrag gleichtun: „Ab sofort geht es um dich und deine Zukunft. Niemand wird sie dir auf einem Silbertablett servieren, du musst die Chancen selber ergreifen. Du wirst Risiken eingehen und über deinen Schatten springen müssen. Aber denk dran: Du hast nur ein Leben. Möchtest du am Ende sagen: »Hätte ich mich doch mal getraut…«? Es gab nie bessere Bedingungen, um dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten!“ (S. 283)

    Word. Dabei habt Ihr einen entscheidenden Vorteil: Die Startup-DNA* – Eure ganz eigene und soeben identifizierte, sowie die in Buchform von Frank Thelen, in die Ihr jederzeit reinlesen könnt und solltet.

    *Noch ein kleiner Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

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