Daniela Kreißig unterstützt Einzelunternehmer_Innen mit gezieltem Eigenmarketing und Netzwerkaufbau, bekannter und sichtbarer zu werden, um so mehr Kunden und mehr Umsatz zu generieren. Anfang 2017 erschien dazu auch ihr Buch „Authentisch netzwerken“*.

Vor einigen Wochen war ich zu Gast bei einer Veranstaltung für Unternehmerinnen und konnte – leider wieder – selbst live erleben, wie Frauen sich in den Hintergrund stellen, obwohl sie eine tolle Leistung erbracht haben.

Wie oft üblich, bei solchen Events, wird zu Beginn der/die Initiator/in erwähnt und auf die Bühne geholt, um sich zu bedanken und das tolle Engagement zu loben.

In diesem Fall weiß ich, dass es eine Initiatorin war und sie allein die gesamte organisatorische Arbeit geleistet hat.
 

Frauen verstecken sich gern

 
Aber wer wird auf die Bühne geholt, namentlich erwähnt und bekommt viel Zeit sich zu präsentieren?

Der Bürgermeister der Stadt und der Geschäftsführer einer Institution.

Beide Herren sind sehr sympathisch und machen sicherlich einen wunderbaren Job. Nur in diesem Fall haben sie rein gar nichts zur Organisation der Veranstaltung beigetragen.

Auf meine Nachfrage nach der Veranstaltung, warum nicht die Dame gezeigt wurde, die das Event organisiert hat, bekomme ich die Antwort, dass sie sich nicht traut bzw. das das ihrerseits nicht erwünscht war.

Liebe Damen, solange Ihr tolle Produkte und Dienstleistungen herstellt, durchführt und leistet, Ihr Euch selbst aber dabei möglichst unsichtbar macht, wird das nie was mit der Sichtbarkeit und Bekanntheit!

Ihr seid klasse! Zeigt Euch!

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Ängste, warum Frauen sich nicht trauen sichtbar zu werden, unbegründet sind und lediglich dazu dienen, die bequeme (und vermeintlich sichere) Komfortzone nicht zu verlassen.

Die 3 häufigsten Argumente warum Unternehmerinnen kein Selbstmarketing betreiben:

1. Ich bin (noch) nicht gut genug. Andere können das viel besser.
2. Ich habe Angst vor Kritik.
3. Ich weiß nicht genau, wie ich mich sichtbar machen kann.

Deshalb möchte ich Euch jetzt gerne Tipps geben, wie Ihr diese drei Ängste beseitigt und noch heute damit beginnen könnt, Eure Bekanntheit zu erhöhen.
 

Argument 1: Ich bin (noch) nicht gut genug.

 
Darauf entgegne ich meist die Frage: „Und wann genau bist Du gut genug?“

Antwort 1: Riesengroße erstaunte Augen, Schulterzucken und Schweigen.

Antwort 2: „Wenn ich die 17. Ausbildung, das 42. Seminar, den 26. Lehrgang oder das 37. Webinar dazu besucht habe.“

Ich übersetze das einfach mal mit „Nie“.

Richtig. Denn ich gehe davon aus, das Ihr Euer Business beherrscht und zwar genau zu 100% auf der Stufe, wo Ihr gerade seid.

Es ist völlig klar, dass Ihr Euch immer weiter entwickelt und im Laufe der Jahre besser werdet.

Man kann es wunderbar mit einer Sportmannschaft vergleichen. Solange die Mannschaft Regionalliga spielt, hat sie genau die Fähigkeiten, die sie dafür benötigt, um in dieser Liga zu spielen.

Wenn sie immer weiter trainiert und an sich arbeitet, wird sie besser und spielt irgendwann vielleicht Bundesliga.

Genauso ist es in Eurem Business.
 

Argument 2: Ich habe Angst vor Kritik.

 
Diese Angst ist normal und betrifft (fast) jeden. Und ja, je bekannter Ihr werdet, umso mehr Kritik werdet Ihr bekommen.

Denn nicht alle Menschen werden gut finden, was Ihr macht.

Und während die einen Euch Euer Ding machen lassen und den Fokus darauf legen, selbst erfolgreich zu werden, haben die anderen das dringende Bedürfnis, Euch davon in Kenntnis zu setzen, das das was Ihr tut, doof ist oder „ganz anders“ funktioniert oder sie das selbst viel besser können.

Wie singen „Die Ärzte“ so wunderbar in ihrem Lied „Lasse reden“? „(…) das haben sie immer schon gemacht.“

Und genauso ist es.

Ihr selbst habt nun die Wahl.

Lasst Ihr Euch davon beeinflussen und bleibt weiter hinter Eurem Ofen versteckt?

Das würde bedeuten, dass Ihr viel weniger wunderbare, positive Menschen kennen lernt, die Euch weiter voran bringen und von denen Ihr lernen könnt.

Es bedeutet auch, das Ihr weniger Kunden und weniger Empfehlungen sammelt und im Ergebnis…. weniger Geld.

Deshalb: Legt den Fokus auf die positiven Dinge.

Geht raus, zeigt Euch und Euer Business und Ihr werdet Dinge erleben und Menschen kennen lernen, die Euren Horizont erweitern, mit denen Ihr eine Menge Spaß habt und die Eure Produkte und Dienstleistungen kaufen und weiter empfehlen.

Ergebnis hier: mehr Geld.
 

Argument 3: Ich weiß nicht genau, wie ich mich sichtbar machen kann.

 
Hier sind die Möglichkeiten unendlich und Eurer Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Richard Branson, britischer Unternehmer und Gründer der Unternehmensgruppe Virgin, bekommt viel Aufmerksamkeit, indem er oft völlig verrückte Dinge tat.

Zum Beispiel startete er mehrere Versuche die Welt mit einem Heißluftballon zu umrunden. 2004 gelang ihm die schnellste Überquerung des Ärmelkanals mit einem Amphibienfahrzeug.

Das sind nur zwei seiner vielen Ideen…

Ganz soweit müsst Ihr es nicht treiben, aber kreative und phantasievolle Dinge zu tun, bringt auf jeden Fall ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit, auch medial.

Wenn Ihr noch am Anfang steht, könnt Ihr beispielsweise damit beginnen, Euch in den Social-Media-Kanälen zu zeigen.

Postet Dinge, die für Eure Zielgruppe interessant sind.

Beantwortet Fragen in Gruppen und Foren, um Vertrauen auf zubauen und langfristig zu zeigen, dass Ihr auf Eurem Gebiet die Spezialistin seid.

Lasst professionelle Fotos von Euch anfertigen. Nutzt diese für Eure Profile, Eure Website, Eure Visitenkarten, Pressemeldungen etc.

Wenn Ihr all das bereits seit längerer Zeit macht, könnt Ihr Euch überlegen, mit welchen Aktionen Ihr (noch) mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Könnt Ihr irgendwo als Redner auftreten und andere an Eurem Wissen teilhaben lassen?

Sind Events bei Kunden möglich? Eine eigene App?

Auch in Kooperationen mit anderen Unternehmen lassen sich viele Aufmerksamkeitsstarke Ideen umsetzen, die für alle gewinnbringend sind.

Wenn Ihr wollt, schreibt mir gern Eure Ideen oder nutzt die Kommentarfunktion unter diesem Artikel.

Und nun, viel Spaß beim Umsetzen!

© Beitragsbild: Unsplash

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