Selbstständig als Mutter – 4 Gründe, warum Ihr Euch deshalb nicht schlecht fühlen müsst

Selbstständig als Mutter

Jana Heinzelmann unterstützt mit Mamanehmer selbstständige Mütter dabei, ihr Zeitmanagement im Mama-Business-Alltag auf die Reihe zu bekommen, gesellschaftliche Vorurteile gekonnt zu ignorieren und die lästigen Schuldgefühle über Bord zu werfen.

 

Wer selbstständig und gleichzeitig Mama ist, hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Ich bin mir sicher, alle selbstständigen Mütter unter Euch kennen das.

Da sind all diese Stimmen im Umfeld, die uns immer wieder einreden wollen, dass wir schlechte Mütter sind, dass wir unsere Kinder vernachlässigen und dass wir nicht gut genug sind – und das alles nur, weil wir selbstständig und Mama zur gleichen Zeit sind.

Aber damit nicht genug: Ganz schnell kommen noch die eigenen Stimmen in unseren Köpfen dazu, die uns noch mehr zweifeln lassen, die uns selbst einreden, dass das alles stimmt, was wir irgendwo im Außen aufgeschnappt haben.

Und eh wir uns versehen, hängen wir mitten drin in der Schuldgefühlsspirale, machen uns Vorwürfe, fühlen uns schlecht und zweifeln unser gesamtes Lebenskonzept an.

Diese Gedanken sind für niemanden gut.

Nicht für uns selbst, nicht für unser Umfeld und schon gar nicht für unsere Kinder und Familien.

Im Gegenteil: Sie verbreiten schlechte Stimmung, sie lassen uns schlecht fühlen und wirken sich am Ende negativ auf alles in unserem Leben aus: Auf uns selbst, auf unsere Familie, auf unser Business und eben auch auf unser Umfeld.

Aber damit ist jetzt Schluss. Wir machen da von nun an nicht mehr mit.

Was wir stattdessen machen?

Wir konzentrieren uns auf das, was wirklich zählt.
Auf das, was für UNS richtig und wichtig ist.
Auf das, was uns und unsere Familie glücklich macht.

Und damit Euch das etwas leichter fällt, möchte ich Euch heute vier Gründe nennen, warum Ihr Euch deswegen ganz und gar nicht schlecht fühlen müsst:

 

1. Selbstständige Mütter sind ein gutes Vorbild

Als selbstständige Mütter seid Ihr wunderbare Vorbilder für Eure Kinder. Ihr lebt ihnen jeden einzelnen Tag vor, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, für sich selbst einzustehen und die eigenen Träume zu verwirklichen.

Auch wenn Ihr nicht permanent bei Euren Kindern präsent seid, so bekommen sie doch mit, dass Ihr etwas Wichtiges, etwas Sinnvolles und etwas Verantwortungsvolles tut. Ihr lebt ihnen Selbst-Disziplin, Motivation und Euphorie vor, die es braucht, seine eigenen Träume und Pläne in die Realität umzusetzen.

Was können wir unseren Kindern Schöneres mitgeben?

2. Ihr habt nur „ein neues Feature freigeschaltet“

Einige Menschen wollen Euch einreden, dass Euer bisheriges Leben mit der Geburt Eurer Kinder ein für alle Mal vorbei ist. Dass Ihr von diesem Moment an nur noch Mama seid und, zumindest für die nächsten 18 Jahre, keine eigenen Wünsche und Träume haben dürft.

So ein Quatsch. Wir geben doch an der Tür zum Kreißsaal nicht unsere Identität ab. Wir sind doch auch nach der Geburt immer noch der gleiche Mensch wie vorher. Natürlich verändert sich unser Leben, wenn wir Mama werden, aber doch eben nicht komplett.

Betrachten wir es doch lieber als „neues Feature“, dass in uns freigeschaltet wurde, als wir Mutter wurden. Zu unserer Rolle als Ehefrau, Freundin, Tochter, Schwägerin, Kollegin etc. ist eben nun noch eine weitere Rolle dazugekommen: Die Rolle der Mama.

Und auch wenn diese Rolle, vor allem in den ersten Jahren, natürlich sehr viel unserer Zeit in Anspruch nimmt, bedeutet es nicht, dass sie uns voll und ganz ausmacht und wir keine weiteren Rollen mehr einnehmen dürfen.

3. Wir sind viel flexibler als in einer Angestelltentätigkeit

Die meisten Mamas müssen sich spätestens drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes darüber Gedanken machen, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Viele davon sind auf ein zusätzliches Gehalt angewiesen und die meisten können sich auch keine 3-jährige Auszeit nehmen. Stattdessen gehen viele Mamas nach nur einem Jahr wieder arbeiten – die meisten in einem Angestelltenverhältnis.

Was viele vergessen, wenn sie über uns selbstständige Mamas urteilen ist aber, dass wir deutlich flexibler sind als Mamas, die angestellt arbeiten:

  • Wir brauchen für die Kita-Ferien keinen Urlaub einreichen.
  • Wir müssen uns nicht krankschreiben lassen, wenn unser Kind mal krank ist.
  • Wir können ganz spontan entscheiden und unsere Tagespläne kurzerhand über Bord werfen, wenn es unseren Kindern nicht so gut geht und sie mehr unserer Aufmerksamkeit benötigen.

All das macht das Arbeiten als selbstständige Mama so viel schöner und erfüllender.

Klar ist eine Vollzeit-Mama die flexibelste Mama unter allen Müttern, aber nicht jede von uns kann sich das leisten oder ist für das Leben als Vollzeit-Mama gemacht. Viele von uns haben eigene Träume, die wir uns erfüllen möchten und für die wir täglich hart arbeiten. Und das bringt mich auch schon zum vierten, letzten und vor allem auch wichtigsten Grund, warum Ihr Euch nicht schlecht fühlen müsst, weil Ihr selbstständige Mama seid:

4. Nur eine erfüllte Mama ist auch eine gute Mama

So flexibel wir auch als Vollzeit-Mama wären, so unglücklicher wären viele von uns auch. Denn einige von uns sind einfach nicht dafür gemacht, nur Mama zu sein und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Nicht jeder Mensch ist gleich und auch jede Mama ist einzigartig.

Wir sind eben anders. Weil es uns glücklich macht. Weil wir es schön finden, am Abend zu sehen, dass wir etwas erreicht haben, dass wir etwas vorangebracht haben und dass wir unserem Ziel wieder ein kleines Stück nähergekommen sind. Es erfüllt uns.

An 95% aller Tage, stehen wir mit einem Strahlen auf, mit voller Motivation und sind komplett energiegeladen. Das überträgt sich auch auf unsere Kinder. Denn wir sind gut gelaunt, haben Spaß am Leben und genießen sowohl die Zeit für uns, für unser Business aber eben auch die Zeit mit unserer Familie in vollen Zügen.

Würde uns unsere Arbeit genommen werden, wäre ein großer Teil dessen, was uns als Person ausmacht, einfach nicht mehr da. Und was wären wir dann für Mütter?

Das Ende der Schuldgefühle

Lasst Euch von niemandem einreden, dass Ihr keine gute Mutter seid oder Euer Kind vernachlässigt, weil Ihr selbstständig seid. Schon gar nicht von den kleinen Stimmen in Euren Köpfen.

Konzentriert Euch stattdessen auf all das Wundervolle, was Ihr durch die Selbstständigkeit in Euer Leben bringen könnt.

Die Selbstständigkeit ist sicher nicht für alle Mütter der richtige Weg, aber es steht auch niemandem anderen zu, darüber zu urteilen, ob es der richtige Weg für EUCH ist. Das dürft und müsst Ihr ganz alleine für Euch entscheiden.

Wichtig ist nur, dass Euch Euer Lebensweg glücklich macht, denn dann seid Ihr ganz automatisch auch gute Mamas.

© Beitragsbild: Paige Cody | Unsplash

1 Kommentar
  1. Irina sagt:

    Hallo Sandra,

    so ein schöner Artikel, den Jana hier bei Dir veröffentlicht hat. Auch wenn meine Kids schon größer und „aus dem Gröbsten“ raus sind, genießen sie die Flexibilität, die ich durch meine Selbstständigkeit habe sehr.
    Und darum geht’s heute Mittag auch zum Shopping mit meiner Tochter.
    Also jetzt die Ärmel hochgekrempelt und den Blogartikel fertiggestellt, damit ich mir nachher die Zeit nehmen kann.

    Liebe Grüße
    Irina

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