Personality-Coach Steffen Kirchner verfügt über eine außergewöhnliche Expertise in den Bereichen Motivation, Persönlichkeit und Erfolg. Über 500 Unternehmen, Profisportler und Sportlerinnen und Teams hat der erst 35-Jährige in den letzten sieben Jahren beraten. Darunter auch Nationalkader-Athleten oder Unternehmen wie Audi, Siemens oder RWE. Mit „POWER sucht FRAU“ veranstaltet er am 21. und 28 Oktober in Heidenheim und Paderborn die beiden größten Frauencoaching Seminarevents in Deutschland zum Thema Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbestimmung.

Im Laufe unseres Lebens bekommen wir tausende Versagerbotschaften. In unserer Kindheit werden wir schon mit ihnen konfrontiert. Und leider gilt: Worte erschaffen Realität. Nicht nur die, die wir zu hören bekommen, auch die, die wir zu uns selbst sprechen. Im Gegensatz zu den Worten anderer, können wir unsere eigenen Worte mit einer einfachen Übung beeinflussen und damit auch unsere Realität.

Studien zufolge spricht der Mensch am Tag bis zu 50.000 Worte zu sich selbst. Die Qualität dieser Worte wird erschaffen durch die Qualität des Denkens.

Unser Gehirn ist generell defizitär veranlagt. Das liegt daran, dass es seine Uraufgabe ist, unser Überleben zu sichern. Negative Bilder und Gefahren lösen daher eine viel stärkere emotionale und neuronale Reaktion hervor als positive Botschaften – „negative news sell“.

Unser Kopf ist vor allem damit beschäftigt, Probleme zu lösen und sich Negatives besonders zu Herzen zu nehmen. Wenn wir ihm keine andere Aufgabe geben. Als Folge sind unsere „Selbstgespräche“ ähnlich deprimierend und wir mäkeln an uns rum und kehren vor allem unsere schlechten Eigenschaften heraus.

Eine neue Aufgabe fürs Gehirn

Eine einfache Übung greift genau an dem Punkt ein, um diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie gibt unserem Gehirn eine neue Struktur vor, in dem es denken soll:

1. 10 Stärken erkennen

Überlegt Euch zehn Eurer Stärken oder Dinge, die Ihr an Euch mögt. Fallen Euch selbst nicht genug ein, fragt Freunde oder Kollegen. Das gibt dem Gehirn schon einmal die Aufgabe, sich positiv zu fokussieren.

Aber nur die eigenen Stärken aufzuzählen und sich zu sagen, wie toll man ist und dass man alles schaffen kann, bringt meistens gar nichts. Ihr müsst Eure Stärken und Eigenschaften mit Erlebnissen verbinden, die Ihr durch sie erfahren habt.

Der Punkt ist wichtig, denn nur so entsteht auch ein Bild und eine Emotion. Nur über die Emotion und über die Gefühle, die Ihr in diesen Momenten hattet und wieder wachruft, könnt Ihr auch die Biochemie Eures Körpers beeinflussen.

2. 10 Stärken, 10 Mal am Tag laut aussprechen

Sagt Eure zehn Stärken zehn Mal am Tag laut vor Euch hin, kombiniert mit den Bildern Eurer positiven Erlebnisse und Erfahrungen.

Das muss nicht vor Publikum sein. Ihr könnt auch einfach die Zeit unter der Dusche dafür nutzen.

Ich bin beispielsweise nicht sehr mutig, aber dafür konsequent. Meine Vorträge habe ich daher unglaublich konsequent geübt – jeden Tag 30 Minuten. Damit habe ich mich dann auf die Bühne gewagt und heute ist daraus mein Beruf geworden, den ich mit Leidenschaft ausübe. Wenn ich an „Konsequenz“ als meine Stärke denke, rufe ich mir in Erinnerung, wie ich damals 30 Minuten geübt habe und sehe dann vor meinem inneren Auge die große Bühne und meinen heutigen Erfolg.

Ein stolzes Gefühl stellt sich ein, das mich länger begleitet. Meine Biochemie wird durch diese neuronalen Reize beeinflusst, ich fühle mich insgesamt besser.

Die äußere Realität bleibt zwar unverändert, aber ich nehme sie innerlich ganz anders an. Durch kochendes Wasser werden Eier hart, aber Kartoffeln weich. Wir begegnen oft Menschen, deren äußere Realität uns gar nicht schlecht erscheint, merken aber, dass sie das ganz anders sehen. Ihre innere Realität ist schlecht.

3. 10 Stärken, 10 Tage lang, 10 Mal am Tag laut aussprechen

Jetzt kommt die Rechenübung: Macht Ihr das Ganze nämlich zehn Tage lang, bekommt Ihr 1000 positive Selbstsuggestionen, die Euer Selbstbewusstsein stärken – auditiv und visuell.

Wir fangen wieder an, uns positive Geschichten zu erzählen, aber auch keine Märchen. Die Zahl 1000 erscheint vielleicht klein im Vergleich zu den durchschnittlich 50.000 Wörtern, die wir am Tag im eigenen Zwiegespräch verfeuern, aber ein positiver Gedanke bringt oft Brüder und Schwestern mit.

Die fünf bis sieben Minuten, in denen Ihr aktiv die Übung macht, wirken sich schnell positiv auf die nächsten Minuten aus oder lösen einen Dominoeffekt aus.

Damit erreicht Ihr schnell eine kritische Masse, die für einen Umschwung und ein gestärktes Selbstbewusstsein ausreicht.

Erschafft Ihr einen positiven Gedanken, wird der negative Gedanke oder die Versagerbotschaft, die dem entgegensteht schon einmal in Frage gestellt.

Ihr fangt an, Eure eigene Geschichte zu schreiben und konditioniert Euch darauf, wie Ihr selbst sein wollt.

© Beitragsbild: MIH83 | Pixabay.com

2 Kommentare
  1. Chrissi sagt:

    Das ist ja eine interessante Methode!
    Mir gefällt besonders der visuelle Aspekt daran, also sich wirklich vorstellen/erinnern, wann man die positiven Situationen erlebt hat. So bleibt das Ganze besser im Kopf, denke ich.

    Ich werde mir jetzt mal eine Liste mit 10 Stärken machen und es ausprobieren 🙂
    Danke für die Anregung, Steffen!

    Liebe Grüße,
    Chrissi

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