„Erfolgsgeschichten mit Sicherheitsgurt“ – Monika Kanokova über ihr zweites Buch für Selbstständige

Bild von Monika Kanokova

Vor fast genau einem Jahr erschien hier auf unserem Blog das Interview mit Monika Kanokova über das Crowdfunding-Projekt zu ihrem ersten Buch This Year Will Be Different*, das voller toller Interviews mit Frauen über ihren Weg in die Selbstständigkeit ist und zwischendurch immer wieder hilfreiche Tipps parat hat für alle, die vorhaben, frei zu arbeiten.

Nun steht sie mit ihrem zweiten Buch „My Creative (Side) Business“ in den Startlöchern, für das Ihr aktuell auf Kickstarter crowdfunden und Euch so Euer Exemplar unter den Nagel reißen könnt.

Wenn das mal kein Anlass ist, bei Monika nachzufragen, was sich in dem letzten Jahr bei ihr getan hat und worum es in ihrem neuen Buch gehen wird.

Monika, bei unserem letzten Interview bist Du ja gerade von Berlin weggezogen, um zwischen Wien und NYC zu leben. Auf Deinem Instagram-Account kann man sehen, dass Du sehr viel unterwegs bist. Wo bist Du gerade und wo soll es 2016 noch hingehen? 

Jetzt sitze ich gerade in Wien. Wo es 2016 noch hingehen soll, kann ich Euch noch nicht sagen. Meistens ergeben sich meine Reisepläne erst zwei Wochen vorher. Ich werde aber bestimmt viel Zeit in Deutschland verbringen und wenn es nach mir geht auch in NYC und in Amsterdam.

Letztes Jahr ist Dein erstes Buch „This Year Will Be Different“* erschienen – ein Guide für alle, die sich selbstständig machen wollen. Hat sich danach viel verändert? 

Alles! Am liebsten würde ich es in Großbuchstaben schreiben. Durch das erste Buch, haben sich völlig ungeahnte Möglichkeiten ergeben, weshalb ich nur jedem empfehlen kann, ein persönliches Projekt zu starten. 

Welche Türen haben sich für Dich geöffnet?

Ich habe begonnen US Firmen bei ihren Internationalisierungs-Strategien zu unterstützen. Da ich in den letzten Jahren so viel umgezogen bin, habe ich einen guten Überblick über die kulturellen Unterschiedene einzelner Länder. Durch das Buch kamen auch viele Menschen auf mich zu. Es ist, denke ich, gar nicht so interessant, welche Türen sich aufgemacht haben, sondern warum und das war definitiv die Eigeninitiative, ein Buch nach meinen eigenen Vorstellungen zu veröffentlichen.

Das Buch ist wie meine Visitenkarte. Menschen wissen, wie ich schreibe, wie ich eine Community betreue, Menschen haben einen Grund auf mich zuzugehen. Das ist ganz einzigartig, denn plötzlich muss man Chancen nicht hinterherlaufen. Sie präsentieren sich selbst, weil ich sehr oft klar mache, dass man mich jederzeit anschreiben kann. Offener Zugang ist mir wichtig.

Tablet mit Zitat auf dem Tisch

Nun läuft die Kickstarter-Kampagne für Dein zweites Buch „My Creative (Side) Business“. Worum wird es darin gehen? 

Letztes Jahr im Februar habe ich weder eine Rechnung verschickt, noch wusste ich, was ich in den kommenden Monaten machen werde. Das ist eine Situation, die viele Selbstständige kennen. Mir war es aber wichtig, mich selbst nicht wie eine Freelancerin zu sehen, sondern als jemand, der ein kreatives Unternehmen führt. Jedes Unternehmen hat stets mehrere Standbeine und die sollte man auch als Freelancer haben. Nun ist es so, dass man ja alleine ist und auch nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung hat. #MCFSB untersucht, wie man seine Zeit am effektivsten einsetzt, um skalierbare Einkommensquellen zu schaffen.

Ist das Buch in erster Linie für Leute aus der Kreativbranche… denn es geht im Titel um ein Creative Side Business? Oder können Menschen aus anderen Branchen auch was lernen?

Freelancer aus allen Branchen sollten sich mit der Thematik aus #MCFSB auseinander setzen, denn Kreativität ist ja nicht nur visuell. Es ist eine Denkweise. Daher würde ich das Buch also allen Selbstständigen empfehlen.

Unter „Contents“ kann man auf der Kickstarter-Seite schon sehen, wen Du im neuen Buch vorstellst bzw. interviewst. Wonach suchst Du die Leute aus bzw. wie stößt Du auf ihre Geschichten? 

Beim ersten Buch habe ich fast alle der Frauen gekannt. Bei #MCFSB war es etwas schwieriger. Ich habe gewusst, welche Bereiche mich interessieren und habe begonnen, meine Freunde zu fragen, ob sie jemanden kennen. Es lief sehr viel über Mundpropaganda und Empfehlungen. Ich habe dieses Mal auch mehr Interviews geführt, als tatsächlich veröffentlicht werden. Ich denke,#MCFSB bietet die perfekte Auswahl und spannende Blickwinkel.

Wie im ersten Buch auch schon, interviewst Du ausschließlich Frauen. Warum?

Es ist viel schwieriger Businessbücher über Frauen zu finden. In meinen Augen ist der Zugang von Frauen, wenn es um den Beruf geht, ein etwas anderer. Wir wurden anders erzogen und haben eine andere Art, über unsere Ziele zu sprechen.

Wenn ich mit Frauen spreche, fühlt es sich für mich zugänglicher an, weil oft Unsicherheit durchscheint und sie sich oft an Dinge herantasten bzw. herangetastet haben. Die stereotypische Erfolgsstory, die mir oft unterkommt, dreht sich um Männer, die einen Fehler gemacht, davon gelernt und dann neu anfangen haben und plötzlich erfolgreich wurden. Wenn man sich aber die Interviews in meinen Büchern durchliest, sieht man, wie langsam Dinge angegangen wurden. Ich finde, das ist zugänglicher für die Zielgruppe, die meine Bücher lesen, denn die Stories sind Erfolgsgeschichten mit Sicherheitsgurt.

Wer hat Dich bei der Umsetzung unterstützt? Hattest Du das TYWBD-Team an Deiner Seite oder hast Du mit anderen Leuten gearbeitet?

Diana Joiner, meine Lektorin und Diana Ovezea, meine Grafikerin, sind auch weiterhin im Team. Ein besseres Team kann man sich gar nicht wünschen. Allerdings war es mir ein Bedürfnis, dem Buch einen frischen Look zu verpassen, weshalb wir Sara Combs, eine wunderbare Illustratorin, ins Boot geholt haben. Die Widmung des zweiten Buches geht allerdings an Ewelina Dymek, die das erste Buch illustriert hat. Das weiß sie noch gar nicht. Ich hoffe nur, sie spricht nicht Deutsch, sonst habe ich soeben eine Überraschung verraten 🙂

Welche Dinge hast Du bei Deiner letzten Kickstarter-Kampagne gelernt, die Du nun bei der zweiten besser machen kannst? Ich habe z.B. gelesen, dass Du Dich das letzte Mal etwas mit den Versandkosten verkalkuliert hattest…

Ja, dieses Mal habe ich besser kalkuliert und deshalb ist die Kampagne auch ein kleines bisschen teuerer geworden. Wir werden auch nicht mehr bunt sondern Schwarz/Weiß drucken. Ich arbeite allerdings zur Zeit an Partnerschaften, damit der Umschlag ein richtiges Freelancer-Goodie-Bag wird. Ein paar Wochen habe ich noch!

Das (Side) steht bei Deinem Buchtitel in Klammern. Würdest Du durch die eigene Erfahrung und die der Leute, die Du interviewt hast, eher dafür plädieren, nebenbei zu gründen oder aufs Ganze zu gehen und mit 100% loszulegen?

Das “Side“ wird auf dem Cover durchgestrichen sein. Einerseits reflektiert das Wort “Side” tatsächlich, dass alle, die ich befragt habe, nebenbei gegründet haben, aber auch, dass jede einzelne der befragten Frauen, mehrere skalierbare Einkommensquellen aufgebaut hat. Man spricht immer von passiven Einkommensquellen, aber in meinen Augen ist nichts passiv und deshalb verwende ich das Wort bewusst nicht. Auch wenn ich dadurch wahrscheinlich meinen SEO Rank deutlich steigern würde.

Hast Du schon eine Idee, für Teil 3 Deiner Trilogie? 😉

Ja. Sogar drei und vier. Aber ich möchte noch nichts verraten.

Was steht für 2016 neben Deinem neuen Buch noch auf Deiner To-Do-Liste?

Ich bin gerade dabei neue Verträge mit meinen Kunden auszuhandeln. Eigentlich viel zu spät, ich weiß. Aber dafür bin ich auch noch offen für neue Angebote. Ich möchte auf jeden Fall bald wieder eine Skillshare Klasse veröffentlichen.

Ansonsten ist es für mich schwierig zu planen. Ich wache jeden Tag auf und denke mir: “Aufregend, was fange ich mit dem neuen Tag an?” Ich habe mühsam gelernt im “Jetzt” zu leben, weshalb ich, denke ich, auch so flexibel bin.

Du bist ja nun knapp über ein Jahr selbstständig. Fühlst Du Dich immer noch wohl mit Deiner Selbstständigkeit oder hältst Du langsam nach einem festen Job Ausschau?

Natürlich gibt es Unternehmen, bei denen ich mich freuen würde, Vollzeit dabei zu sein. Das ist eine Frage der Mission und nicht dessen, ob ich angestellt bin oder nicht. Es geht darum, dass ich jeden Tag aufstehe und mich auf ihn freue. Das passt im Moment so wie es ist. Selbstständig sein und das mit tollen Kunden!

 

Monika, wir wünschen Dir ganz viel Erfolg mit Deinem zweiten Buch (und haben uns unser Exemplar schon gesichert) und lesen uns dann in einem Jahr mit Teil Numero 3 wieder 😉

Und Leute, Ihr könnt hier gerne mit crowdfunden und Euch ein Exemplar klarmachen!

Update: Die Crowdfuning-Kampagne war erfolgreich

 

*Noch ein kleiner Hinweis: Unsere Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalten wir eine kleine Provision.

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