Das richtige Money Mindset für selbstständige Frauen: Warum es okay ist, als Selbständige Geld für die eigene Arbeit einzufordern.

Money Mindset, Selbstständigkeit

Melinda Cange unterstützt spirituell affine Coaches, Trainer und Berater bei der authentischen Vermarktung. Sie ist Soulful Marketing Coach und Online Business Mentorin.

Früher hatte Melinda eine Bilderbuch-Karriere in der Luxuskosmetik. Diese gab sie nach einer Identitätskrise auf, da ihr Sinnhaftigkeit und Tiefgang in der Corporate Welt fehlten. Im Herbst 2016 verliess sie die Wirtschaftswelt und trat eine Reise der Selbstfindung und spirituellen Entwicklung an. Heute unterstützt sie Entrepreneure durch Coachings und Seminare bei Fragen rund um Business Mindset und Online Marketing.

 

Vielleicht geht es Euch ähnlich, wie vielen von meinen Kundinnen, die aus voller Leidenschaft für eine Sache selbständig geworden sind?!

Sie verwirklichen sich durch ihr Herzensbusiness und tragen es mit absoluter Begeisterung in die Welt hinaus. Und wenn sie ganz offen mit mir sprechen, dann verraten sie mir meist, dass sie vor allem helfen wollen. Was Gutes bewirken möchten und die Arbeit eigentlich auch umsonst machen würden. Weil ihnen das, was sie tun, einfach so viel Freude bereitet.

Gleichzeitig wünschen sie sich aber auch höhere Einnahmen, mehr Aufträge und grössere Wertschätzung! Und da fängt der Konflikt rund ums Geldverdienen an.

 

Vom Geben allein, können wir nicht leben

Einige haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, dass im Wort „Herzensbusiness“ der Begriff „Business“ steckt. D. h. obwohl viele bereits seit Jahren selbständig sind, haben sie sich ihr Unternehmerhütchen noch nie bewusst aufgesetzt. Wahrscheinlich, weil Geld nicht ihr Treiber ist!

Aber irgendwann kommt der große Wunsch, vom Hobby ins Unternehmertum zu wechseln. Das Sehnen, mit der eigenen Tätigkeit den Lebensunterhalt zu verdienen, wächst. Nur muss dafür auch das Money Mindset mitziehen.

Die ersten Blockaden zeigen sich bereits in der Herausforderung für die eigene Leistung ein angemessenes Honorar zu definieren bzw. sich die Erlaubnis zu schenken, das eigene Angebot mal klipp und klar anzupreisen und es selbstbewusst zu verkaufen!

Entschuldigende Energie, wenn es ums Verkaufen geht

In meinen Coaching-Sessions höre ich oft Sätze wie:

  • „Ich will aber nicht zu pushy sein.“
  • „Ich möchte niemanden manipulieren.“
  • „Die Leute merken schon, das ich was anbiete.“
  • „Wenn sie bereit sind, kommen sie zu mir.“

Bis irgendwann – wie bei dieser Seminarteilnehmerin – die Erkenntnis fällt:

Marketing bedeutet nicht Klienten zu fangen, sondern ist essenziell wichtig, damit mein Gegenüber überhaupt wissen kann, was ich anbiete.

Ja, beim Marketing unterscheiden wir zwischen „pull“ und „push“. Natürlich möchte niemand etwas aufgedrängt bekommen. Aber auch beim Verkaufen solltet Ihr zwischen negativen und positiven Beweggründen unterscheiden:

  1. Es ist doch sinnvoll, jemandem, der ein Problem hat, die passende Lösung anzubieten und ihm Euer Angebot vorzustellen!
  2. Es ist auch sinnvoll, jemandem, der sich seines Bedürfnisses noch gar nicht bewusst ist, darauf aufmerksam zu machen und dank Eures Angebots zu unterstützen.
  3. Wo es ungemütlich wird, ist, wenn keiner ein Problem hat und trotzdem versucht wird, jemanden einen Kauf aufzuschwatzen oder von einem angeblichen Bedürfnis zu überzeugen.

Aber, wenn Ihr mit Eurem Herzbusiness unterwegs seid, gehört Ihr doch eh zu Kategorie 1 und 2!

Es hilft, sich jeden Tag ein bisschen mehr die Erlaubnis zu schenken, bezahlt zu werden.

Geld und Verkaufen sind emotional geladene Begriffe

Die Themen sind vielschichtiger als einem oft bewusst ist. Aber Geld ist lediglich ein Tauschwert, der Eure Dienstleistung entlohnt. An sich, ist Geld total neutral. Es ist einfach nur ein Handelswert. Die Frage ist, was Ihr mit Geld tatsächlich assoziiert?

Auch ich musste mich das mal fragen.

Und genau wie viele andere selbständige Personen, habe ich gelernt, mich aus dem Angestellten-Mindset zu «befreien», um nicht mehr Zeit gegen Geld eintauschen zu müssen, sondern Wert gegen Geld verlangen zu können.

Preise spiegeln einen Wert. Und wie wertvoll etwas ist, wird individuell unterschiedlich wahrgenommen. Es ist etwas sehr emotionales. D. h. ein Preis steht immer in Relation zu einem wahrgenommenen Wert. Und wenn Ihr mit Eurem Herzensbusiness ein Erlebnis oder eine Transformation versprecht, dann ist total irrelevant, wie viel Zeit dafür aufgewendet wurde. Was zählt, ist der wahrgenommene Wert vom Ergebnis.

Nennt also nicht einfach nur eine Zahl, wenn Ihr Eure Angebote anpreist, sondern erklärt dem Käufer vorher den konkreten Nutzen für sich und sein Leben. Holt ihn emotional ab! Greift häufig gestellten Fragen vor und schenkt ihm die Sicherheit, bei Euch an der richtigen Adresse zu sein.

Der Kunde fragt sich immer „was habe ich davon?“

Das müsst Ihr ihm beantworten können.

Dass er sich danach «besser fühlt» oder «sein Potenzial entfalten» kann, stimmt bestimmt, aber das sind zu oft gehörte Floskeln. Die überzeugen niemanden mehr. Sagt ihm lieber, was Euer Angebot für seinen Alltag konkret bedeutet.

Der eigene Preis

Und dann kommt die nächste große Frage: Wie hoch sollt Ihr Euren Preis ansetzen?

Ihr könnt Eure Preise natürlich am Markt orientieren. Insbesondere, wenn Ihr nur über Features und Benefits verkauft, 3-Schritte-Formeln und Theoriewissen anpreist. Aber was die meisten dabei vergessen ist: Wissen kann man googeln. Erfahrungswerte nicht!

Sobald Ihr also Eure Lebenserfahrung mit ins Spiel bringt und Ihr tatsächliche Transformation anbieten könnt, kommen die Leute nicht mehr nur fürs Angebot, sondern zu EUCH!
Und weil Ihr was authentisch, eigenständiges macht, sind sie daher auch bereit EUREN Preis zu bezahlen.

Menschen kaufen Euer Warum und möchten Teil von Eurer Mission sein. Sie möchten sich von Eurer Vision inspirieren lassen und eine gute Intension unterstützen dürfen. Also fangt an, Eure Begeisterung und die eignen Beweggründe unbedingt mitzuteilen, sodass potenzielle Käufer viel leichter JA zu Euch sagen können.

 

Die eigene Leistung wertschätzen lernen

Nein, wir lernen nie aus. Aber ja, Euer Know-How ist jetzt schon etwas wert. Und Ihr könnt jetzt schon damit starten, Geld für Eure Leistung einzunehmen. Die eigenen Preise zu definieren und diese auch irgendwann mal zu erhöhen. Das ist natürlich ein Prozess. Aber…

Eigene Beziehung zum Geld regelmäßig hinterfragen

Das Geldverdienen ist überlebenswichtig, für viele eng mit dem eigenen Selbstwert verknüpft und gleichzeitig mit extremen Schuld- und Schamprogrammen behaftet. Das ist auch der Grund für diese kalt-warme Hassliebe, die manche zu Geld pflegen.

Aber alles beginnt im Kopf! Wir ALLE haben in irgendeinem Bereich mit limitierenden Glaubenssätzen zu kämpfen. Nur: diese einfach so hinzunehmen und weder die innere, noch die äußere Aufräumarbeit zu machen, ist leider der beste Weg, um weiterhin blockiert zu bleiben.

Meine Bitte an Euch ist wirklich: Analysiert die Geldgeschichten, die Euch prägten und das daraus entstandene Selbstkonzept. Werdet Euch Eurer Glaubenssätze und dem daraus entstehenden Verhalten bewusst und fangt an, beides zu hinterfragen. Traut Euch, alte Ideen loszulassen und neue einzuladen:

  1. Was sind die finanziellen Aussagen und Geld-Gedanken, die Ihr in den verschiedenen Altersstufen für Euch akzeptiert habt?
  2. Was habt Ihr von Eltern, Geschwistern & Großeltern gelernt?
  3. Was habt Ihr bei Freunden und Nachbarn beobachtet?
  4. Welche Geldgeschichten prägten Lebenserfahrungen auf der Arbeit, dem Studium, in der Liebe oder in der Freizeit?

Ist das Gesagte wirklich wahr? Gibt es andere, mögliche Sichtweisen?

Traut Euch grösser zu denken.

Tastet Euch an neue Zahlen und Geldbeträge heran! Wagt wirklich den Sprung in ein neues Fülle-Bewusstsein.

Hinterfragt doch mal die Sprüche, die vielleicht in Eurer Sprache vorhanden sind, wie z. B.:

  • „Das können wir uns nicht leisten.“
  • „Meinst du ich habe im Lotto gewonnen?“
  • „Sehe ich etwa aus wie Krösus?“
  • „Geld wächst nicht auf Bäumen.“
  • „Hast du was, bist du was…“

Und der Klassiker: Welche Vorurteile habt Ihr gegenüber Menschen mit Wohlstand?

Sagt Ihr Euch Sachen wie:

  • „Reiche sind weltfremd und arrogant.“
  • „Die sind wohl mit einem silbernen Löffel im Mund geboren.“
  • „Sie haben zwar Geld, aber empfinden keine Liebe.“

Bitte schaut hin und notiert Euch, was in Eurem Kopf an Glaubenssätzen herumschwirrt. Denn:

Wie wollt Ihr Wohlstand in Euer Leben einladen, wenn Euch das, was Ihr damit assoziierst, tief im innersten widerstrebt?

Die Beziehung zu Geld sollte unbedingt positiv geladen sein, damit sie gut funktioniert.

Wenn Neid oder Gier oder Geiz oder Misstrauen oder Scham oder Schuld mitschwingen, dann ist es wie in einer Partnerschaft: Das kann nur zu Konflikten führen und nicht in den Flow kommen.

Also schenke Euch die Erlaubnis fürs nächste Level!

Denn auch wenn’s beim eigenen Herzenbusiness ursprünglich nicht ums Geld ging:
Wenn Geld in den Händen von Herzmenschen ist, dann kann damit richtig viel Gutes bewirkt werden.

Also macht dem Geld ein Sinnangebot und Ihr werdet sehen, wie viel leichter es ist, Eure Angebote von nun an selbstbewusst zu verkaufen!

© Beitragsbild: Kat Yukawa | Unsplash

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