Vor zwei Wochen etwa habe ich an dieser Stelle eine Rezension zum Buch Smart Business Concepts von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg veröffentlicht.

Im Hinweis zum Artikel auf Facebook schrieb ich, dass ich es mir in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht habe, jede Woche ein Buch zu lesen und Ihr die Nutznießer dieses Vorhaben seid, weil unter meinen Lektüren natürlich aus zahlreiche Bücher zum Thema Selbstständigkeit sein werden.

Der erste Kommentar der auf mein Posting folgte, war die Nachfrage wie ich das zeitlich denn schaffe und ob ich Apps wie Blinkist nutze. Für alle, die Blinkist nicht kennen: Es handelt sich hierbei um eine App, die mehr als 1.500 Sachbücher in Kurztexten zusammenfasst. Für das Lesen dieser Texte benötigt man in der Regel nicht länger als 15 Minuten. Anhören kann man sie sich auch.

Meine Antwort auf die Frage lautete: Nein, ich nutze Blinkist nicht, sondern lese die Bücher tatsächlich vollständig durch. Dafür nutze ich hauptsächlich die Zeit vor dem Zubettgehen. Ein bis zwei Stunden bleiben mir so täglich zum Lesen – je nachdem wie spannend das Buch ist und ob es mir schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen.

Aber auch Wartezeiten, Bus- oder Bahnfahrten überbrücke ich durchs Lesen von Büchern. Oder ich greife auf Hörbücher zurück. So wie vor zwei Wochen, als ich mich dem Frühjahrsputz gewidmet habe. Das Ergebnis: Eine saubere Wohnung und “Macht, was Ihr liebt!”* von Anja Förster und Peter Kreuz durchgehört.

Macht, was Ihr liebt! enthält 66 ½ Anstiftungen das zu tun, was im Leben wirklich zählt. Auf Amazon steht dazu: “Verantwortung ist der Preis der Freiheit – die Autoren packen den Leser nicht in Watte. Sie fordern ihn heraus, mehr vom Leben zu erwarten, als am Abend mit leerem Blick von der Arbeit heimzutrotten.”

Auch wenn es auf den ersten Blick so anmuten mag, es handelt sich bei dem Buch nicht um ein missionarisches Werk für die Selbstständigkeit. Nein. “Der rote Faden durch das Buch heißt Selbstbestimmung.” Demnach spricht Macht, was Ihr liebt! viele Lebensbereiche an, nicht nur die Arbeit.

Auf Amazon heißt es weiter: “Wer sich ein selbstbestimmtes Leben wünscht, Leben und Arbeiten jenseits des Trotts und des Gewohnten, des Fremdbestimmten und Alltäglichen, dem weht aus diesem Buch eine erfrischende Brise an: überraschende Impulse, Ideen, Anregungen (…).”

Meine 5 Lieblings-Denkanstöße habe ich Euch an dieser Stelle einmal zusammengefasst – ich hatte hierbei übrigens die “Selbstständigen-Brille” auf. 😉

Anstiftung 4 – Warum “I will try to climb Ayers Rock” auf keinem T-Shirt steht

In diesem Kapitel geht es um die zwei größten Ängste der meisten Menschen. Um die Angst vor dem Anfang und um die Angst vor dem Ende. “Wer Angst vor dem Anfang hat”, sagen die Autoren, “schiebt die Dinge vor sich her. Das Buch, das man schreiben wollte. Den Marathon, den man immer schon mal laufen wollte. Die Geschäftsidee, die in der Schublade schlummert.”

Aber es gibt eine Erklärung für unsere Aufschieberitis: “Menschen schieben auf, sitzen aus und verwirklichen ihre Wünsche nicht, weil sie die Entscheidung, die das mit sich bringt scheuen. Denn “Ja” zu etwas zu sagen, bedeutet auch immer “Nein” zu etwas anderem zu sagen. Und das ist der Schmerz der jedem Anfang innewohnt.”

Die Menschen, die hingegen Angst vor dem Ende haben, scheuen die Kritik. “Alles soll doch perfekt sein”, stimmt’s? Förster und Kreuz sagen, dass dies nur eine Ausrede ist und fordern dazu auf, mutig zu sein, zu seinen Werken zu stehen – trotz möglicher Schwächen – und abzuliefern.

Denn es ist doch so wie die beiden Autoren sagen: “Auf dieser Welt ist durch Ankündigungen und Absichtserklärungen noch niemals irgendetwas entstanden”. Und es gibt auch kein T-Shirt auf dem steht: “I will TRY to climb Ayers Rock”.

“You can’t build a reputation on what you are going to do” – Henry Ford

Anstiftung 15 – Der Preis der Freiheit

Ihr kennt doch bestimmt alle “Freiheit” von Marius Müller-Westernhagen, oder? Sein Lied dient als Aufhänger, als Intro für folgendes Kapitel. Die Autoren sagen: “Freiheit – das ist ein tiefer Antrieb des Menschen” von der wir uns alle mehr wünschen.

Aber wenn wir uns mehr Freiheit wünschen, wünschen wir uns eigentlich Freiheit VON etwas. “Freiheit von einengenden Zwängen, Freiheit von autoritärer Bevormundung, Freiheit von finanziellen Sorgen, Freiheit von starken Regeln, Freiheit von ständiger Kontrolle.”

Aber: “Freiheit, das ist nicht nur Freiheit von etwas. Es gibt immer auch einen zweiten Aspekt. (…) Die Freiheit ZU etwas”, räumen Förster und Kreuz ein.

Wenn wir Freiheit von Zwängen, Bevormundung, Willkür, Hierarchien und Kontrolle fordern, dann müssen wir auch die Freiheit ZUR Verantwortung anerkennen. Dann müssen wir auch die Konsequenzen unseres selbstbestimmten Handelns akzeptieren.

Aber hier liegt das Problem. “(…) zuerst klingt das natürlich ganz toll, aber in dem Moment, in dem wir Selbstverantwortung für unser Leben und für unsere Karriere übernehmen sollen, passiert etwas Unangenehmes. Ich kann nicht mehr den Finger ausstrecken und auf die anderen zeigen.” Nein, jetzt stehen wir selbst in der Verantwortung – damit kann aber nicht jeder umgehen.

Die Autoren fordern auf, nicht nur Freiheit zu verlangen, sondern diese auch zu leben. “Verantwortung ist kein süßes Wort, aber sie ist der Preis der Freiheit”.

Anstiftung 18 – Warum wir viel mehr Macht haben als wir glauben

Wir alle haben die Macht etwas zu verändern. Wie bringen wir allerdings die Autorität auf, die dafür notwendig ist? Dieser Frage gehen Förster und Kreuz in diesem Kapitel nach.

Ihre Antwort: “Wir alle besitzen Autorität, wenn wir von dem, was wir tun, vollkommen überzeugt sind”. Sie erklären: “Es gibt zwei Quellen von Autorität. Sie entspringt entweder der Position oder sie entspringt echter Überzeugung.”

Oft sind wir uns unserer eigenen Macht gar nicht bewusst.

“Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünscht in der Welt” – Gandhi

Anstiftung 29 – Finden Sie Ihre Definition von Erfolg

“Die überall angebotenen Erfolgsfahrpläne (…) sind gefährlich”, heißt es zum Eingang dieses Kapitels. Warum? “Weil sie unglaublich verführerisch sind. Sie gaukeln uns vor, dass es eine Gesetzmäßigkeit gäbe wie wir alle erfolgreich sein können”, sagen die Autoren.

Und hier liegt das Problem: “(…) wer sagt denn, dass die Definition von Erfolg anderer Leute auch meine Definition ist”. Dem ist nämlich selten der Fall. “So unterschiedlich wir alle als Individuen sind, so unterschiedlich ist natürlicherweise auch unsere Definition eines erfolgreichen und glücklichen Lebens.”

Also, hört auf andere als Maßstab zu nehmen und überlegt, was für Euch Erfolg bedeutet.

“Das Vergleichen ist das Ende des Glücks” – Sören Kierkegaard

Anstiftung 56 – Konsumieren oder Kreieren?

“Wer Neues in die Welt bringen will, etwas vor hat, der sollte sich erst einmal informieren. Lesen. Lernen. Zuhören.” Klar, das ist der Rat, der Gründerinnen gegeben wird, wenn sie sich mit einer (neuen) Geschäftsidee befassen.

Und das ist sicherlich richtig, aber die Autoren weisen auf folgendes Problem hin: Bücher zu lesen, Newsletter zu abonnieren und Kongresse zu besuchen, all das, “hält uns davon ab, selbst etwas Neues zu machen.” Aber es hat einen Vorteil: “Es ist risikolos. (…) Man kann keinen Fehler dabei machen. Es nötigt uns keine Entscheidung ab, die wir bereuen würden.”

Doch darum geht es, sagen Förster und Kreuz: “Etwas zu tun. Aufzustehen und selbst etwas voranzutreiben.” Deshalb sollte man seinen Konsum reduzieren und die freiwerdenden Ressourcen nutzen, um eigene Projekte voranzutreiben – zum Beispiel, um einen Newsletter aufzusetzen.

Also, aufgehört zu lesen und ran an die Buletten! 😀

*Noch ein kleiner Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

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