„Mit meinem Jahrescoaching helfe ich Menschen sich mit den eigenen Zielen zu verbinden“ – BriefMe-Gründerin Isabell Mezger

Isabell Mezger, Gründerin BriefMe

Meine heutige Interviewpartnerin Isabell Mezger und ich haben uns in der ersten Jahreshälfte 2017 bei einem FF&-Frühstück kennengelernt. Seither ist viel passiert… ihr damaliges Projekt Vollzeitfrei hat Isabell für ihr neues Business BriefMe – Dein persönliches Jahrescoaching aufgegeben… aber von vorn.

Liebe Isabell, als wir uns damals kennenlernten hast Du noch den Podcast Vollzeitfrei – dein Podcast für kreative Energie, mit dem Du zum kreativen Denken und Handeln inspirieren wolltest, geführt. Dazu habe ich zwei Fragen: Erstens, wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen einen Podcast zu machen?

Die Entscheidung traf ich total spontan. Intuitiv. Das kenne ich schon von mir: Plötzlich ist da diese Eingebung, und dann muss ich die Idee auch unbedingt umsetzen. Bin dann total ungeduldig und sehe das fertige Ergebnis schon vor mir. Dafür musste ich dann natürlich in Kauf nehmen, dass meine ersten Podcast-Folgen noch sehr holprig klangen. Ich war tierisch aufgeregt, aber auch voller Energie.

Für mich war das Einsprechen von Gedanken aber nicht ganz neu. Im Studium habe ich mal an einem Hörbuchproduktionsseminar teilgenommen. Damals habe ich eine Geschichte geschrieben und eingesprochen, die gab es dann mit den Geschichten der anderen Teilnehmer – auf CD. Ein paar Beiträge fürs Campusradio habe ich vor Jahren auch mal produziert. Mit der Technik war ich also schon vertraut.

Doch meine Stimme und Betonung habe ich durch meinen ersten Podcast und nun meinen zweiten und aktiven Podcast Wie Werden Wir? – der Podcast für Visionäre – noch mal richtig gut geschult. Deshalb kann ich jeden Menschen, der sich für Podcasts interessiert, nur bestärken, selbst einmal ein paar Folgen einzusprechen. Das macht so viel mit dir. Das ist nicht nur Stimmentwicklung, sondern Persönlichkeitsentwicklung pur!

Zweitens: Warum hast Du Dich in Deinem ersten Podcast ausgerechnet dem Thema Kreativität gewidmet?

Mein erster Podcast Vollzeitfrei drehte sich tatsächlich rund um kreatives Denken und Handeln. Deshalb auch Vollzeit-frei. Frei und in alle Richtungen denken – das hat mir schon immer Spaß gemacht. Ich habe mich zu der Zeit viel mit Design Thinking beschäftigt, schreibe sowieso gerne Geschichten, zeichne und arbeite unglaublich gerne kreativ an neuen Projekten.

Doch schnell habe ich gemerkt: Ein Podcast nur über Kreativität – das reicht mir nicht. Mich bewegt sehr viel, und ich stecke meine Nase in verschiedenste Themen. Warum sollte ich all diese Seiten von mir in meinem Podcast unterdrücken und nur monothematisch sprechen? Das machte mich nur unglücklich, und so war es ein klarer Cut, den alten Podcast zu schließen und einen neuen zu eröffnen.

Wie wichtig glaubst Du, ist kreatives Denken und Handeln für die Selbstständigkeit?

Unglaublich wichtig. Kreatives Denken macht uns flexibel. Es gibt uns die Möglichkeit, schnell zu reagieren. Wenn du merkst, dass dein Produkt, deine Dienstleistung oder dein Projekt nicht die gewünschte Resonanz erfährt, solltest du dich ohne viel Ego fragen: Was kann ich verändern, damit meine Arbeit besser ankommt? Was habe ich übersehen?

Und du darfst auch sehr gerne dich selbst hinterfragen: Bin ich authentisch oder merken die Menschen, dass das vielleicht doch nicht meins ist? Je mehr Ideen du hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du einen Volltreffer landest.

Gleichzeitig kann es auch überfordern, wenn du zu vielen Ideen nachgehen möchtest und dich in der Vielfalt an möglichen Wegen verlierst – oder gar nicht erst startest. Es gibt so viele tolle kreative Menschen, die nicht ins Handeln kommen. Und da möchte ich gerne unterstützen!

Wir dürfen uns aber ruhig trauen, in die Breite zu denken und erstmal alle Ideen zuzulassen, die kommen. Kritisch prüfen und aussortieren, kannst du immer noch. Erst, wenn wir erste Schritte gehen und Ideen praktisch umsetzen, merken wir, ob die Idee sich gut anfühlt, und sich lohnt zu verfolgen.

Es gehört ein gewisses Maß an Selbstvertrauen dazu, dass du dir gestattest, verrückt zu denken und den Mut zu haben, Dinge einfach mal auszuprobieren. Was kann schon passieren? Nur Gutes – auch die Erkenntnis, dass die Idee nicht die Richtige für dich ist!

Mittlerweile hast Du, wie Du schon erwähnt hast, einen neuen Podcast: Wie werden wir? Der Podcast für Visionäre – für den Du auch schon mich interviewt hast (Folge 9: „Wie werden Frauen erfolgreich selbstständig?“). 🙂 Worum geht es in Deinem Podcast?

Um den Blick in die Zukunft, ohne das Hier und Jetzt zu verlassen. Ich spreche darüber, wie wir Visionen finden und umsetzen können, wie wir persönlich wachsen können und Gutes für uns selbst, für andere Menschen und die Welt tun können. Eine gute Zukunft auf allen Ebenen zu schaffen.

Dafür interviewe ich auch gerne Menschen aus verschiedenen Berufen und Berufungen, die schon dafür losgehen, dass wir eine lebens- und liebenswertere Zukunft haben.

Das ist mein Herzensprojekt: Wie Werden Wir? – der Podcast für Visionäre. Dort kommt jede Woche eine neue Folge online, und ich kann einfach nicht genug bekommen. Am liebsten mag ich meine neue Visualisierung, wo wir uns 10 Jahre in die Zukunft begeben und schauen, wie wir da leben und wie wir uns da fühlen möchten.

Du als langerfahrene Podcasterin kannst uns doch sicher ein paar Tipps geben, worauf es bei einem guten Podcast ankommt und was es bei einer Aufnahme zu beachten gilt, oder? 😉

Als Podcaster habe ich nur meine Stimme, um mein Anliegen zu transportieren. Um die Hörer zu faszinieren. Keine Bilder, keine Gestik oder Mimik, keine auffälligen Grafiken. Deshalb kommt es auf deine Persönlichkeit an. Als Hörer interessiere ich mich vielleicht für das Thema, aber primär entscheidet die Persönlichkeit des Podcasters, ob ich den Podcast höre oder nicht.

Das war für mich am Anfang eine Herausforderung: Mich trotz Aufregung locker zu machen und so zu tun, als würde ich mit meiner Freundin bei einem Kaffee schnackend zusammensitzen. Einer Vortragsstimme hört man ungerne zu. Einem Freund, mit einem guten Rat, schon. Sei ehrlich, erzähle aus deiner Geschichte, gib Stärken wie auch Schwächen zu.

Was die Technik betrifft, hängt alles von einem guten Mikro ab. Ich habe das Zoom H2. Das ist eine überschaubare Investition und hat einen tollen Klang.

Ein paar Empfehlungen für tolle Podcasts, vielleicht auch welche, in die wir Selbstständigen unbedingt mal rein hören sollten, hast Du doch sicher auch!

Sehr gerne mochte ich den Girl Meets Business Podcast von Sina Paries, in dem ich selbst auch zu Gast war. Doch mittlerweile hat Sina den Podcast eingestellt – allerdings gibt es alle Interviews und Folgen noch online. Ihr neuster Podcast: „Shine“. Darin geht es um Personal Branding mit Herz. Ich mag ihre Mischung aus Business, Kreativität und Spiritualität.

Christian Bischoff und Laura Seiler als Podcasts für persönliche Weiterentwicklung sind Klassiker und der Hammer. Für schöne Meditationen höre ich auch gerne den Podcast von Mirjam Ulbert, in dem ich auch bald zu Gast bin.

Zu Deinem Podcast gibt es neben einem Blog auch regelmäßig Meet-ups in Hamburg. Wie wichtig ist Dir der persönliche Austausch? Und: Was glaubst Du, welchen Stellenwert sollte das Netzwerken im Leben einer Selbstständigen haben?

Es geht nichts über das persönliche Zusammensein. Auf Dauer würde mich der reine Online-Austausch nicht glücklich machen. Ich möchte die Menschen kennenlernen, die meinen Podcast hören oder die sich für ähnliche Fragen im Leben interessieren. Von den ich lernen kann und die von mir lernen können.

Auf meinen Meet-ups in Hamburg (und ab und zu in Berlin) habe ich es mir zu meiner Mission gemacht, Menschen zusammenzubringen und miteinander zu verbinden. Jung und Alt. In meinen Meet-ups sitzen 16-jährige Schülerinnen voller Visionen und 70-jährige Renter, die viel zu viele Ideen haben, als dass sie sich nur zurücklehnen. Und das ist der Gewinn, wenn du so ein Meet-up besuchst. Du kommst aus deinem Dunstkreis und aus deiner Komfortzone.

Darum kann ich es auch sehr empfehlen, nicht nur in deiner Branche oder Tätigkeit zu netzwerken, sondern besonders auch außerhalb dessen. Coworking Spaces wie das Social Impact Lab, wo ich in Hamburg arbeite, kann ich dafür auch sehr empfehlen. Da ist eine Wahnsinnsenergie und jeder hilft jedem. Es gibt keine Eitelkeiten à la: Dir helfe ich nur, wenn du erstmal mir hilfst.

Die Themen Austausch und Netzwerken spielen auch bei Deiner ersten Gründung 7Kleiderleben – Tauschpartys mit denen man den eigenen Kleidern ein neues Leben schenkt – eine Rolle. Damals hattest Du mit Britta Zachau eine Gründungspartnerin. Wie seid Ihr auf die Idee zu 7Kleiderleben gekommen?

Wir gehen beide sehr gerne auf Flohmärkte. Wir wollten nicht mehr so viel Zeug neu kaufen, und schon gar nicht von großen Modeketten. Als Studenten wollten wir noch dazu Geld sparen. Eines Tages, ich saß in der Bibliothek unserer Uni, bekomme ich von meiner Freundin Britta eine E-Mail. Sie machte damals gerade ein Auslandssemester in Wien und hatte da eine öffentliche Kleidertauschparty besucht und war völlig begeistert. Ein großer Saal voll mit schön dekorierten Kleiderstangen mitgebrachter Kleidung der Besucherinnen hat Britta fasziniert. Das Ganze war viel schöner aufgemacht als ein Flohmarkt.

Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen kann, sowas mal in unserer Studienstadt Bielefeld zu organisieren. Ich war sofort Feuer und Flamme, und so veranstalteten wir ein halbes Jahr später in einer Großraumdisco der Stadt unsere erste öffentliche Tauschparty mit integriertem Café, DJ und mit mehr als 300 Besucherinnen. Zwei Jahre machten wir regelmäßig die Kleidertauschpartys, bis wir mit unserem Masterstudium fertig waren und in feste Jobs gingen. Dann war leider nicht mehr die Zeit für unser Herzensprojekt.

Solo vs. Team – Du kennst beide Formen zu gründen. Welche Vor- und Nachteile siehst Du in einer jeden Form?

Beides hat Vor- und Nachteile.

Alle, die zum Beispiel vor haben, mit einer Freundin oder einem Freund zu gründen, kann ich all die Vorurteile, das könne die Freundschaft gefährden, entkräften. Britta und ich sind immer noch unzertrennlich, auch wenn sie in Bielefeld und ich in Hamburg wohne. Die Zeit als Team war wundervoll, weil wir uns schnell die Tätigkeiten nach unseren eigenen Kompetenzen aufgeteilt haben. Jede übernahm die Aufgaben, worin sie gut war. Wer alleine gründet, muss erstmal alles machen, was auch ein tolles Learning ist.

Du möchtest zu Zweit gründen? Das ist gut, denn da hat jeder Einzelne weniger das Gefühl von Risiko. Zusammen fühlt ihr euch stärker und du weißt, da ist immer jemand, auf den du dich verlassen kannst und der für dich einspringt. Du gibst aber auch schneller Verantwortung ab, weil du denkst: Ach, der andere macht das schon. Im Team geht es auch darum, Kompromisse schließen und dahinter stehen zu können. Einander zu respektieren.

Jetzt, wo ich solo unterwegs bin, mache ich, was ich will. Zu Zweit brauchen deshalb Prozesse manchmal länger, man muss sich einigen und abstimmen.

Jetzt, kann ich meine Persönlichkeit zu 100% einbringen und bin für alles verantwortlich. Das ist genial, doch ich sehne mich auch manchmal nach einer Partnerin, einem Team, mehr Gemeinschaft. Das bringt auch viel mehr Kreativität und Vielfalt in die tägliche Arbeit. Und macht einfach mehr Spaß. Deshalb kann ich jedem Gründer und Selbstständigen empfehlen, sich die Gemeinschaft in einem Coworking Space zu suchen.

Mit dem neuen Jahr 2018 hat Dein aktuelles Projekt zu tun. So bist Du ganz frisch mit BriefMe gestartet. Erzähl uns bitte alles, was wir darüber wissen müssen.

BriefMe ist das Jahrescoaching, dass die Teilnehmer ein Jahr lang beim Umsetzen der eigenen Ziele begleitet. Es beginnt im Jahreswechsel, wenn wir das vergangene Jahr reflektieren und das künftige Jahr planen. Häufig haben wir viele Ideen und Vorsätze, was wir nächstes Jahr besser machen können oder endlich verändern möchten. BriefMe nutzt diese Energie und kommt als Coaching per Post zu den Teilnehmer nach Hause.

Mein Startguide schenkt durch 5 Module Klarheit, was verändert werden soll und welche Werte in den einzelnen Lebensbereichen zählen. Außerdem legt der Teilnehmer seine Ziele für 2018 fest und teilt die Ziele in einzelne Etappen ein. So sind die ersten Schritte im neuen Jahr viel leichter. Zum Ende jedes Quartals sende ich den Monats-Check per Post zur eigenen Überprüfung: Wie gut bin ich vorangekommen – und wie kann es noch besser laufen?

Eine weitere kraftvolle Übung, die ich integriert habe, ist das Briefeschreiben. Jeder Teilnehmer schreibt im Jahr 2018 insgesamt vier Briefe an sich selbst. Das Material kommt mit dem Monats-Checks per Post nach Hause, inkl. Umschlag und Briefmarke. Der Brief motiviert, am Ball zu bleiben und spiegelt eigene Gefühle, die mit dem Ziel verbunden sind.

Jeden Teilnehmer begleite ich also Monat für Monat per Post und gleichzeitig auch online für alle, die Lust haben: Die BriefMe-Facebook-Community steht allen Teilnehmern offen, um Fragen zu stellen, sich gegenseitig zu unterstützen und Gleichgesinnte zu finden, die ähnliche Ziele haben. Plus: Es gibt von mir Input wie zum Beispiel Motivationsvideos und Visualisierungen.

Ich freue mich so unglaublich auf diese Zeit, weil ich weiß, dass ich damit vielen Menschen helfen kann, nicht nur Klarheit zu gewinnen, sondern sich auch emotional tief mit den eigenen Zielen zu verbinden und wirklich am Ball zu bleiben. Ich kenne kein anderes Programm, dass so konsequent und langfristig seine Teilnehmer begleitet wie BriefMe. Darum freue ich mich, viele wundervolle Veränderungsprozesse miterleben zu dürfen.

Wer mitmachen möchte, sollte sich beeilen. BriefMe gibt es nur bis Mitte Januar zu kaufen. Schließlich wollen wir spätestens im Januar aktiv für 2018 losgehen!

Was würde für 2018 in einem Brief stehen, den Du jetzt an Dich selbst schreibst?

Sehr gute Frage. Darin steht Folgendes in gekürzter Fassung: 2017 war nur der Anfang. 2018 kommt noch so viel mehr, was mich wirklich tief mit Sinn und Liebe erfüllt. Lange genug habe ich Jobs gemacht, mit denen ich mich nicht verbunden gefühlt habe. Dieses Jahr durfte ich schon wunderbare Projekte erschaffen und 2018 werde ich noch mehr Menschen helfen können, als bisher. Denn neben BriefMe werde ich mir noch andere Träume erfüllen.

Zum Beispiel, mein erstes Buch zu veröffentlichen. Viele tolle Workshops für Menschen zu geben, die Klarheit und Kreativität in ihr Leben bringen möchten. Und ich möchte ab Silvester herum einen kostenfreien Karma-Zirkel starten. Online. Aber pssst…

Mein Ziel ist es, mit meinem täglichen Handeln die Welt positiv zu verändern. Noch mehr positiven Impact zu leisten. Doch ich bin auch unglaublich dankbar für alles, was ist, alles, was war und alles, was kommt.

Würde die Zeit jetzt in diesem Moment, in dem ich diese Zeilen tippe, stehen bleiben – es wäre alles perfekt und genau richtig so, wie es ist. Daran erinnere ich mich gerne in all meinen Visionen, denn immerhin leben wir alle in der Gegenwart, und nicht in der Zukunft. Und am Ende sage ich mir dann: Ich liebe mich so, wie ich bin. Und bin glücklich, genau hier, genau jetzt, genau so geboren worden zu sein und leben zu dürfen. Danke 🙂

Neben Briefen, die Du an Dich selbst schreibst, wie motivierst Du Dich noch? Eine Antwort von Dir an dieser Stelle finde ich besonders spannend, da Du zu den Frauen in meinem Umfeld gehörst, die nicht nur von ihren Träumen und möglichen Projekten reden, sondern diese auch in die Tat umsetzen.

  1. Mach dir bewusst, der größte Respekt, den du dir und deinem Leben gegenüber erbringen kannst, ist das, was in deinem Kopf Form annimmt, in die Tat umzusetzen und in der Welt sichtbar zu machen.
  2. Mach dir bewusst, was passiert, wenn du nicht tust, was du vor dir siehst. Mach dir bewusst, welchen Schmerz Stillstand in dir auslösen würde und wie dein Leben aussehen würde, wenn du einfach nichts weiter unternimmst. Meistens erkennen wir schneller, was wir nicht wollen als das, was wir wollen. Lass dich also abstoßen vom Stillstand und Anziehen von der Kraft der Veränderung. Weil die Übung so gut funktioniert, ist sie auch Teil meines Jahrescoachings BriefMe.
  3. Außerdem habe ich meine „So-will-ich-in-10-Jahren-leben“-Vision auf Papier festgehalten und lese mir diese Vision von mir in 10 Jahren wöchentlich durch, abends im Bett. Und ich spüre mich in diese Situation hinein, sehe sie vor mir. Das beflügelt mich so sehr. Dann fühlt sich alles, was ich täglich tue, so richtig an.

Ganz praktische Tipps: Stehe früher auf, als du eigentlich musst. Finde heraus, zu welchen Tageszeiten du gut arbeiten kannst und dann: Sei produktiv. Wer früh am Tag schon etwas abhaken kann, ist glücklicher und entspannter – und offen für neue Inspiration den Tag über. Die Produktivitätstechnik Pomodoro ist auch super, um fokussiert an nur einer Aufgabe zu arbeiten und kurze Pausen zwischendurch einzubauen. Wenn du zurückblickst und siehst, was du schon geschafft hast, macht der Blick nach vorne richtig Spaß.

Und wie organisierst Du Dich selbst? Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, dass es nicht leicht ist, die Arbeit, die einem aktuell die Miete bezahlt und die Arbeit, von der man will, dass sie einem zukünftig die Miete bezahlt, zu jonglieren.

Das stimmt. Tja, ich nutze meine Zeit wirklich optimal. Ich habe Ablenkungen weitestgehend eliminiert. Das heißt zum Beispiel, ich gehe zu ähnlichen Zeiten schlafen und schaffe mir Routinen im Alltag. Ich fange in intensiven Projektphasen nicht mit Serien an. Das fesselt mich zu sehr und nimmt mich gedanklich ein. Dazu gehört auch, nicht jedes Wochenende feiern zu gehen, um am nächsten Tag durchzuhängen.

Da ich noch einen Teilzeitjob habe, nutze ich früh morgens die Zeit, um mit Meditation und Yoga in den Tag zu starten. Dann habe ich eine halbe Stunde Zeit, für mein Projekt zu arbeiten. Diese Morgenroutine hilft mir sehr.

Routinen helfen uns sehr, gar nicht mehr die Frage zu stellen: Sollte ich jetzt arbeiten? Es steht einfach fest, jeden Tag. Am Wochenende widme ich mich auch meinen Projekten. Und ich liebe es. Es ist für mich Freizeit. Ich kann natürlich nur für kinderlose Menschen sprechen 🙂 Und denk jetzt bitte nicht, ich bin nur am arbeiten. Natürlich nicht. Wer langfristig Leistung bringen möchte, MUSS Ruhephasen haben, und zwar täglich. Abends und morgens stelle ich mein Handy auf Flugmodus, sodass ich in dieser Zeit auch nicht mit sozialen Medien konfrontiert bin.

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