„Nach dem Coaching versteht man sich besser und weiß, welche Schritte man gehen muss“ – Cornelia Paul, zertifizierte Expertin für die MotivationsPotenzialAnalyse

Cornelia Paul

Cornelia Paul, zertifizierte systemische Managment Coachin (SMC)® nach der Neuen Hamburg Schule und zertifizierte Expertin für die MotivationsPotenzialAnalyse MPA, habe ich auf einer Veranstaltung der Digital Media Women, für die ich mich ehrenamtlich engagiere, kennengelernt.

Nachdem wir uns einige Zeit nicht gesehen hatten, ergab sich vor kurzem, dass wir uns wieder getroffen haben. Auf Einladung von Susi Leyck, die ich letzten Monat im Rahmen unserer Reihe #HamburgDeineGründerinnen interviewt habe, durfte ich an einem Meetup der Hamburger Mompreneurs teilnehmen. Es war ein wundervoller Vormittag. Ich führte wunderbare Gespräche mit tollen selbstständigen Müttern und lauschte dem sehr inspirativen Vortrag der beiden Gründerinnen von Bridge&Tunnel.

Da Cornelia, neben Susi, zum Organisatorinnen-Team der Hamburger Mompreneurs gehört, hatte ich auch die Gelegenheit mit ihr zu sprechen. Wir merkten schnell, dass wir uns wiedersehen musste und verabredeten uns für einen Kaffee. Gefolgt von einem gemeinsamen Coaching und diesem Interview, in dem sie mir mehr über ihre Selbstständigkeit verriet.

Liebe Cornelia, Du bist seit 2015 als Coach selbstständig. Wie kam es zu Deiner Selbstständigkeit?

Das war ein Prozess; die Idee entstand nicht über Nacht. Ich war lange angestellt und habe mich irgendwann einfach nicht mehr frei gefühlt. Mein ganzes Berufsleben lang habe ich Menschen unterstützt und motiviert – und irgendwann war für mich klar, dass ich das zu meinem Beruf machen möchte und eine Coaching-Ausbildung beginnen will.

Besonders wichtig war mir dabei die Zusatzausbildung zur MotivationsPotenzialAnalyse-Expertin. Denn das machen in Deutschland noch nicht viele, das ist mein USP, mein Tool, meine Waffe – und die Basis für alle meine Coaching-Sessions.

Was hast Du vorher beruflich gemacht?

Ich habe als Angestellte im Laufe meiner Karriere verschiedenste Arbeitsbereiche intensiv und in verantwortungsvoller Position kennengelernt; habe unter anderem im Vertrieb und im Marketing gearbeitet. Zuletzt habe ich als geschäftsführende Gesellschafterin ein Modelabel aufgebaut.

Dass ich die verschiedenen Seiten der Arbeitswelt genau kenne hilft mir bei meiner Arbeit als Coach heute enorm: Ich weiß genau, wovon meine Klienten sprechen, wenn Sie zu mir kommen und kenne die typischen Herausforderungen und Stolpersteine im Job.

SMC und MPA sind Begriffe, die mir nicht geläufig waren, bevor ich Dich getroffen habe. Ich kann mir vorstellen, dass es einigen unserer LeserInnen auch so geht. Was verbirgt sich dahinter?

SMC steht für Systemisches (also zusammenhängendes) Management Coaching, ein Coachingansatz der „Neuen Hamburger Schule“, nach dem ich arbeite.

Der Unterschied zu anderen Konzepten: die „Neue Hamburger Schule“ begreift Coaching als ein echtes Handwerk, das logisch begründbar, wissenschaftlich geleitet und evaluierbar ist.

Ein in sich abgeschlossener und transparenter Prozess, von dem die MPA wiederum ein wichtiger Teil ist.

Und die MPA ist das Herzstück Deiner Arbeit.

Genau. MPA steht für die MotivationsPotenzialAnalyse – und ist die Basis meiner Coachings. Es ist ein sehr neues Tool im Coachingbereich und einfach großartig: Die MPA misst unsere Emotionen und zeigt, was uns wirklich antreibt. Also welche Motive unserem Handeln zugrunde liegen, im Beruf wie im Privatleben. Je stärker ein Motiv ist, desto mehr Energie stellt es uns zur Verfügung und wird sich dementsprechend auch in vielen Lebensbereichen in unterschiedlichem Verhalten zeigen.

Man muss wissen: Motivation ist Emotion. Und Entscheidungen, die im Einklang mit Motiven getroffen werden, sind einfach besser. Die persönliche Motivstruktur zu kennen und zu verstehen hilft also wahnsinnig dabei, seine persönlichen Stärken zu identifizieren und sich klarer darüber zu werden, warum man in bestimmten Situationen so reagiert wie man reagiert.

Ich selber bin in den Genuss eines Coachings bei Dir gekommen. 🙂 Wir haben gemeinsam eine MotivationsPotenzialAnalyse gemacht. Diese war sehr intensiv und nachhaltig für mich. Kannst Du kurz erklären, wie ein Motivcoaching bei Dir abläuft und mit welchen Ergebnissen man rechnen kann?

Für die MotivationsPotenzialAnalyse füllt man zuerst einen Fragebogen mit 108 Fragen aus. Heraus kommt eine Übersicht über die verschiedenen persönlichen Motive und darüber, wie stark sie ausgeprägt sind. Diese Analyse ist die Basis für das Coachinggespräch mit mir.

Zu den Treffen bringen meine Klienten dann konkrete Fragestellungen mit, auf die wir anhand ihrer persönlichen Motivstruktur Antworten finden und dann einen Handlungsplan entwickeln.

Der nachhaltige Ansatz ist mir sehr wichtig: Nach dem Coaching versteht man sich besser und weiß, welche Schritte man gehen muss. Und warum!

Die 17-seitige Analyse nimmt man mit nach Hause und kann immer wieder in ihr lesen und selbst damit arbeiten. Nach circa vier Wochen gibt es dann noch mal einen gemeinsamen Termin, wo wir den Handlungsplan noch einmal kritisch durchgehen und schauen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Für wen ist so ein Motiv-Coaching geeignet?

Für alle, die sich besser verstehen und ihre Stärken und Potenziale herausfinden möchten. Die Fragen zu ihrer Karriere haben. Sich selbstständig machen möchten aber unsicher sind, ob das zu ihnen passt. Oder die in ihrer Firma als Angestellter erfolgreicher werden wollen, aber nicht wissen, wie sie das anstellen können.

Auch für Frauen, die in Elternzeit sind, und plötzlich merken HILFE! ich will nicht zurück in meinen alten Job, das passt alles gar nicht mehr zu meiner jetzigen Familiensituation ist die MPA das Richtige. Wo liegen meine Stärken? Soll ich mich selbstständig machen? Soll ich kündigen? Wohin soll meine berufliche Reise gehen? All diese Fragen können wir im Coaching beantworten.

Ich sage immer: Der Mensch steckt voller Lösungen! Und die kitzele ich aus jedem heraus.

Susanne Schwarz, systemische Life & Business Coachin aus Berlin, hat uns in ihrem Interview verraten wie sie zum Coach geworden ist und dass ihre Ausbildung sehr langwierig und teuer war. Wie bist Du Coach geworden? Was musstest Du dafür tun?

Ich habe mir für mich eine Coaching-Ausbildung gewünscht, die auf Logik basiert, wissenschaftlich fundiert und nachhaltig ist. Mit der Ausbildung zum Systemischen Management Coach SMC nach der Neuen Hamburger Schule und der Zusatzausbildung zur Expertin der MotivationsPotenzialAnalyse habe ich genau das gefunden.

Ich war bei einem Infoabend und wusste schon nach zehn Minuten, das ich genau das machen möchte.

Insgesamt hat die Ausbildung ca. 1 Jahr gedauert. Finanziert habe ich sie aus unserem „Ehefond für berufliche Weiterentwicklung“. Mein Mann und ich glauben, dass es wichtig ist, eigene Talente zu entdecken und zu fördern. Und es hat sich gelohnt: Heute bin ich Motiv-Coach und könnte nicht glücklicher sein.

Du bist Mutter einer Tochter. Wie gestaltet sich für Dich Deine Selbstständigkeit mit Kind? Sicher hattest Du mal Höhen, mal Tiefen. Magst Du uns davon berichten?

Dass ich Mutter bin war ja ein Beweggrund für mich zu sagen: Jetzt machst Du Dich selbstständig. Und einen echten Tiefpunkt hatte ich bislang nicht.

Im Gegenteil: Meine Selbstständigkeit beflügelt mich, denn ich kann meinen Arbeitsalltag nun so gestalten, wie er in unser Familienleben passt und arbeite vor allem, wenn meine Tochter in der Schule ist.

Wenn ich einen Klienten abends treffe oder ganztägige Teamcoachings habe, unterstützt mein Mann mich und kümmert sich um unsere Tochter.

Wenn der Gutenachtkuss von Mama Abends nicht geht, dann gibt der Papa halt zwei!

Welche Rolle spielte Dein Mann beim Schritt in Deine Selbstständigkeit?

Mein Mann hat meine Selbstständigkeit von Anfang an sehr unterstützt und gefördert und dafür bin ich ihm wahnsinnig dankbar. Er weiß, mit welcher Leidenschaft ich meinen Beruf ausübe und wie glücklich ich damit bin.

Und wenn es doch mal etwas gibt, an dem ich verzweifle (Ich sage nur Buchhaltung!), dann ist er einer meiner größten Unterstützer und sagt „Auch das gehört dazu – Augen auf und durch!“. Und überlegt mit mir gemeinsam, wie ich die Situation lösen kann.

Solche Förderer braucht man, das muss aber nicht immer der Partner sein.

Unterstützung findet man auch in speziellen Netzwerken. Du organisierst zusammen mit Susi Leyck und Diana Schmeiser regelmäßig Treffen für selbstständige Mütter in Hamburg. Wie kam es zu diesem Engagement und warum ist es Dir so wichtig?

Ich war im Oktober 2015 das erste Mal bei einem Mompreneurs-Meetup dabei und fand das sofort spannend. Frauen, die sich gegenseitig unterstützen – was gibt es Besseres? Ich kann Stutenbissigkeit auf den Tod nicht ausstehen und finde, dass wir uns nix vertun, wenn wir uns gegenseitig helfen.

Irgendwann kam dann von Diana die Anfrage in die Hamburger Runde wer Lust hätte, sie bei der Organisation der Meetups zu unterstützen. Susi und ich haben uns sofort gemeldet. Und so rocken wir die Hamburger Mompreneurs seit Anfang 2016 zu dritt.

Mir liegt das Projekt sehr am Herzen denn ich weiß, wie schwer es sein kann, etwas alleine auf die Beine zu stellen. Ein gutes Netzwerk kann einen wichtigen Teil zum Erfolg des eigenen Unternehmens beitragen.

Hast Du ein paar Tipps, wie jedem von uns das Netzwerken etwas leichter von der Hand gehen kann?

Man darf sich nichts aufzwingen und sollte so auf Menschen zugehen, wie es zur eigenen Persönlichkeit passt. Sich nicht überfordern oder gar auf allen Hochzeiten tanzen wollen. Das bringt nichts.

Viel sinnvoller ist es, sich das Netzwerk auszusuchen, das zum eigenen Business passt. Und man sollte immer dran denken, dass Netzwerken ein Geben und Nehmen ist und immer von Respekt und Wertschätzung geprägt sein sollte. Wenn man Hilfe von anderen einfordert, dann muss man irgendwann auch etwas von dem zurückgeben, was man selbst gut kann.

Was rätst du allen, die sich gern selbstständig machen würden?

Überlegt Euch, was Ihr wirklich wollt, was Euch antreibt und was Eure Leidenschaft ist. Denn das ist die Motivation, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Wer für seine Idee brennt, hat die Kraft die Zeiten auszuhalten, in denen es vielleicht mal nicht so rund läuft wie man sich das wünscht.

Bringt Eure Idee zu Papier, sprecht so viel es geht darüber und lasst den Blick von Außen und auch kritische Fragen zu. Das hilft ungemein.

Außerdem muss man seine Kernkompetenzen kennen und sollte das, was man nicht so gut kann, an andere abgeben. Man kann nicht in allem ein Experte sein!

Beim ganzen Prozess ist es wichtig, immer wieder die Motivation des eigenen Handelns zu hinterfragen, immer wieder den Blick in die Zukunft zu richten und sich zu fragen: Welcher Weg ist mein Ziel? Wem das alleine schwer fällt, dem kann ein Coaching helfen.

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