„Ich war überrascht, dass die gängigen Reiseführer oder Webseiten über Barcelona Museen nicht auflisten. So kam mir die Idee es einfach selbst zu machen“ – Céline Mülich, u. a. Barcelona Museum

Céline Mülich
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Ich war bereits in Barcelona (so schön! ☀); habe auch schon Rom einen Besuch abgestattet (nirgends besser gegessen! ♨). Nur Paris kenne ich nicht (noch nicht! ⌛).

Céline Mülich hingegen ist keiner dieser drei Städte fremd. Im Gegenteil. Céline betreibt Webseiten, die einen Überblick über Museen in Barcelona, Rom und Paris geben – und verdient damit ihr Geld. Wie sie das anstellt und wie es ist, sich in einem anderen Land als Deutschland die eigene Selbstständigkeit aufzubauen, verrät sie im nachfolgenden Interview.

Liebe Céline, Du bist Akademikerin und lebst seit sieben Jahren im Ausland. Mir hast Du Dich vorgestellt als „Kunsthistorikerin, die sich in Barcelona selbstständig machen musste, weil sie weder Spanisch noch Katalanisch konnte und somit keine Chance hatte in einem Museum zu arbeiten“. Warum hat es Dich überhaupt in die zweitgrößte Stadt Spaniens verschlagen?

Hallo Sandra, so habe ich das gesagt? Haha! Das hört sich ja ein wenig negativ an – aber ja so war es im Prinzip. ☺ In Deutschland hatte ich eine unbefristete Stelle in einem Museum. Ich war da sogar stellvertretende Leitung der Abteilung „Bildung und Vermittlung“. Ich hatte es also eigentlich gut – schließlich hatte ich es geschafft als Kunsthistorikerin in meinem Feld zu arbeiten! Aber nach 6 Jahren kamen bei mir auch andere Gedanken auf: War es das? Werde ich jetzt immer hier arbeiten?

Meinem damaliger Freund (heute Mann) haben diese Gedanken gefallen, denn auch er hatte Pläne. 2011 war er schon selbstständig und konnte mit seinem Business von überall aus arbeiten. Ihn hat Barcelona schon immer magisch angezogen… Ich kannte die Stadt aber noch nicht. Also habe ich mir Barcelona in einem Urlaub angesehen; eine „Auswanderung“ wurde dort immer konkreter. Denn ich habe mich sofort in die Stadt verliebt. Die Idee hier zu arbeiten hat mich schnell gefangen genommen und ein paar Monate später habe ich dann tatsächlich meinen festen Job gekündigt, einen Sprachkurs angefangen und wir sind im Juli 2012 nach Barcelona gezogen.

Mir war völlig klar, dass das ein spontaner, schlecht überlegter und schon verrückter Plan war. Ich konnte die Sprache nicht, kannte mich in der Museumsszene nicht aus, hatte weder Kontakte, noch Job. Trotzdem dachte ich mir: Wenn nicht jetzt wann dann? Ich habe noch nie im Ausland gelebt und ich wollte es riskieren!

Website "Barcelona Museum"

Wie eben schon erwähnt, hast Du Dich aufgrund fehlender Perspektive am spanischen Arbeitsmarkt selbstständig gemacht und 2013 Barcelona Museum gegründet. Verrate uns mehr. Was verbirgt sich hinter dieser Website? Und: Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Oh ja! Es war ja schon schwer in Deutschland an einen Museumsjob zu kommen, aber hier in Spanien standen die Chancen nochmal um einiges schlechter. Die Dame im Arbeitsamt hat mir das auch sehr deutlich gemacht. Als sie nur das Wort “Kunsthistorik” hörte, war der Termin ziemlich schnell zu Ende, was mich in dem Moment schon frustrierte. Deswegen musste eine Alternative her! Ich hatte das Glück 6 Monate Arbeitslosengeld aus Deutschland mitnehmen zu können. Geld, das mir Zeit gab mir Gedanken zu machen: Soll ich einfach irgendeinen Job annehmen oder mache ich etwas Eigenes.

Die erste Webseite die ich ins Leben rief dreht sich um Webseiten für Fotografen. In beiden Feldern hattet ich ein wenig Erfahrung. Aber das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte – mir fehlte die Kunst!

Bei meinen sehr häufigen Spaziergängen durch die Stadt sind mir dann immer mehr Museen aufgefallen. Ich habe diese besucht und war überrascht, dass die gängigen Reiseführer oder Webseiten über Barcelona diese nicht auflisten. So kam mir die Idee es einfach selbst zu machen. Ich liebe Museen, habe den Background und kann Webseiten erstellen. Nun musste nur noch die Frage der Finanzierung geklärt werden. Affiliate Marketing war dabei die Lösung. Diese Art des Geldverdienens steckte in Tourismus/Kunstbereich noch etwas in den Kinderschuhen. Ich würde mich da also fast als Pionierin sehen 😉 Erst mal war das ein großes Abenteuer.

Eine Seite wie die Deine zu betreiben, ist viel Aufwand – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Du musst die Museen besuchen, Texte schreiben, Fotos machen, am Ende alles einpflegen, die Homepage warten, Inhalte für die sozialen Medien erstellen… und das sind nur die offensichtlichen Aufgaben. Geb uns doch bitte mal einen Einblick in Deine Arbeit, wie viel Zeit Du dafür benötigst und wie Du vor allem eben diese managst!

Du hast es im Prinzip schon super aufgelistet und erfasst. Man sieht als Besucher die Seite, aber welcher Aufwand sich dahinter verbirgt ist schon enorm. Dabei ist das Besuchen der Museen fast die kleinste Arbeit. Das Positionieren (SEO) ist der Schlüssel. Und ich gebe ganz ehrlich zu – das war mir am Anfang gar nicht so bewusst. Klar hat es Spaß gemacht die Museen zu besuchen, den Text zu schreiben, die Bilder zu bearbeiten: aber danach fängt die Arbeit erst richtig an! SEO spielt bei mir eine große Rolle und da musste ich mich auch erst hinein fuchsen.

Du schreibst auf Deiner Website ganz transparent darüber, wie Du Geld verdienst – Du erhältst eine Provision von 5-10% des Verkaufspreises, wenn ein Ticket über Deine Seite gekauft wird. Die Rechnung ist schnell gemacht: Du musst Hunderte von Tickets verkaufen, um gut davon leben zu können. Demnach ist es wichtig, dass möglichst viele Besucher auf Deine Seite finden. Schon sind wir beim alles entscheidenden Thema, der Suchmaschinenoptimierung. Die scheinst Du zu beherrschen, stehst Du doch zu dem Keyword „Barcelona Museum“ auf Platz 1 bei Google. Für alle, die mit SEO nichts anfangen können: Worauf kommt es an? Hast Du ein paar Tipps, für Webseitenbetreiber*innen und Blogger*innen?

Ja, die Suchmaschinenoptimierung ist so, so wichtig! Für mich persönlich viel wichtiger als Social Media. Die richtigen Keywords müssen gefunden werden, der Text entsprechend vorbereitet werden… Das musste ich auch erst einmal lernen – das war etwas was wir im Museum damals nicht gemacht haben 😀

Denn es ist tatsächlich so: die Menge an Besuchern und der Teil davon, der über mich Tickets kauft, finanziert mein Leben… Man muss im Prinzip Keywords finden, die einerseits gut gesucht werden, andererseits aber auch nicht so schwer sind um damit in den Top 10 zu ranken. Denn das sollte das Ziel sein: Bei Google unter den Top 3 oder 5 zu erscheinen. Bestenfalls Platz 1.

Um diese Keywords zu finden nutze ich zwei Tools: Ahref und SE Rankings. Dort kann man Keywords auf Suchvolumen und Schwierigkeitsgrad testen und auch den Stand seiner Seite kontrollieren.

Mein Tipp dabei ist außerdem: durchhalten, durchhalten, durchhalten. Man sieht die Ergebnisse nicht immer sofort, es dauert bis man im Ranking steigt. Und auch wenn man Plätze verliert – nachjustieren und dran bleiben.

Dafür habe ich aktuell ein Beispiel: Mein Top Keyword ist “Sagrada Familia Tickets”. Ich war Jahrelang auf Platz 2 oder 1 bei Google. In den letzten 3 Monaten ging es da aber zu wie in einem Kniffelbecher. Die ersten 5 Positionen haben täglich gewechselt und plötzlich war ich nur noch auf Platz 4 oder 5! Das macht einen nervös – das gebe ich zu. Aber jetzt muss ich mich eben wieder auf den Hosenboden setzen und daran arbeiten.

Wie sieht es mit SEA aus? Schaltest Du auch Suchmaschinenwerbung? Wenn ja, welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Wenn nein, warum nicht?

Damit kenne ich mich gar nicht aus. Noch schalte ich überhaupt keine Werbung. Ich versuche es immer noch über die organisch Suche. Aber ich sehe, dass das immer wichtiger wird und die Konkurrenz da schon mitspielt. Vielleicht sollte ich mich doch damit auseinandersetzen 😉

Website "Rom-Museum"

2016 kam eine zweite Website hinzu: Rom Museum. Du versuchst das Konzept von Barcelona Museum auf Rom zu übertragen. Ist Dir das gelungen? Ich kann mir vorstellen, dass Dich die räumliche Distanz zur italienischen Hauptstadt vor Herausforderungen stellt…

Die Räumliche Distanz ist in der Tat ein kleines Problem. Ursprünglich hatte ich regelmäßige Reisen eingeplant – da kamen aber „leider“ zwei kleine Dinge dazwischen 😉 Meine Zwillingsmädchen wurden im Dezember 2017 geboren…

Zum Glück hatte ich vorher ausgiebige Besuche in Rom gemacht und mir in der Zeit so viel wie es irgendwie ging angesehen. Aber es stimmt schon – die aktuellen Ausstellungen kann ich nicht mal eben besuchen. Ich kann nicht mal eben an einer Tour teilnehmen und diese testen oder regelmäßig neue Museen besuchen…

Nichts desto trotz funktioniert die Seite sehr gut. Sie hat sogar schon mehr Besucher als Barcelona! Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber Rom ist als Reiseziel für Kulturinteressierte hoch im Kurs.

Website "Paris-Museum"

Aktuell baust Du Paris Museum als dritte Website auf. Diese ist genau wie Rom Museum einsprachig gehalten; auf Barcelona Museum werden hingegen auch englisch- und französischsprachige Besucher fündig. Was gilt es zu beachten, wenn man eine Website in mehreren Sprachen aufsetzt? Schiele hier wieder in Richtung Suchmaschinenoptimierung.

Ich bin ja Halbfranzösin und wenn ich schon Barcelona und Rom als Webseite aufbaue, dann darf Paris natürlich nicht fehlen. 😀 Allerdings steht das Projekt noch in den Kinderschuhen, also wirklich ganz am Anfang. Momentan fehlt mir einfach etwas die Zeit….

Aber zu deiner Frage: Bei allen Projekten fange ich erst einmal nur mit Deutsch an. Man muss erst einmal sehen ob die Stadt/der Markt funktioniert. Man muss dann in den verschiedenen Sprachen die Konkurrenzseiten betrachten und dann entscheiden ob es sich lohnt. Im Grunde ist das im internationalen Markt ganz genau die gleiche Methodik. Klar, um in Google zu ranken braucht man dann natürlich auch Verlinkungen von englisch- bzw. französischsprachigen Websites. Weiterhin habe ich gelernt, dass der englischsprachige Markt natürlich viel, viel größer ist als der deutsche; der Konkurrenzdruck ist dort auch um einiges heftiger.

Und mit jeder Sprache sind Extrakosten verbunden. Man braucht professionelle Übersetzer (ganz wichtig), muss eben den SEO-Markt noch genauer untersuchen. Deswegen mache ich das immer peu à peu. Vielleicht kommen auch für Rom und Paris noch weitere Sprachen hinzu!

Nun haben wir schon einiges über Deine Online-Babys erfahren. In real life hast Du allerdings auch zwei Babys zu betreuen – wie Du eben schon erwähnt hast: Deine Zwillingsmädchen. Immer wieder höre ich, dass die Selbstständigkeit Müttern Vorteile bietet ihre Arbeit mit Kindern zu vereinen – aus Erfahrung kann ich an dieser Stelle nicht sprechen. Trifft das auch auf Dich zu, speziell mit Deinem Online Business?

Oh ja. Meine zwei kleinen Mädels! Ich glaube jede Mutter kann jetzt verstehen, warum ich bei dem einen oder anderen meiner Projekte seit etwas über einem Jahr etwas hinterher hänge ;). Gerade bei Zwillingen ist das auch noch einmal eine andere Hausnummer! Aber je älter sie werden, desto mehr Zeit kann ich wieder am Schreibtisch verbringen.

Das ist nämlich tatsächlich das Gute an der Selbstständigkeit. Ich kann von zu Hause arbeiten – immer dann wenn es gerade passt. Ich bin nicht an feste Zeiten gebunden, muss nicht das Haus verlassen (zumindest nicht so regelmäßig) und bin trotzdem immer für meine Kinder greifbar.

Vor welche Herausforderungen stellt Dich die Selbstständigkeit mit Kindern?

Die Vorteile die ich gerade erwähnt habe können natürlich auch als Nachteile gedeutet werden. Langes, konzentriertes Arbeiten am Stück ist nicht möglich. Man wird immer wieder herausgerissen. Dadurch leidet die Qualität der Arbeit ein wenig, Projekte verschieben sich ständig und Termine können manchmal nicht eingehalten werden. Nicht jeder kann damit umgehen. Man muss sich eben doch sagen: “Hey. Ich habe jetzt Kinder und es geht einfach nicht so geregelt und einfach weiter wie vorher.” Man muss sich der Situation anpassen und das Beste aus allem in kurzer Zeit rausholen. 😉 Ein Beispiel. Dieses Interview. Du hast mir die Fragen schon lange vorher geschickt, jetzt sitze ich aber gerade einen Tag vor Abgabe mit einem Zwilling auf dem Schoß vor dem Computer und beantworte die Fragen… So kann es manchmal gehen…

Apropos Schwierigkeiten: Sich in Deutschland eine Selbstständigkeit aufzubauen ist schwer genug – vor allem, wenn ich an die ganze Bürokratie denke. Am Anfang schwirten mir Fragen wie „Gewerbe oder Freiberuflichkeit?“ und „Wie läuft das mit der Umsatzsteuervoranmeldung?“ im Kopf herum. Da durchzusteigen ist bereits in der Muttersprache ein Akt. Du hast keinen Vergleich, kannst uns aber sicher sagen, worauf es ankommt, wenn man in Spanien gründet. Gibt es etwas, von dem Du wünschst Du hättest es früher gewusst?

Mit Selbstständigkeit in Deutschland kenne ich mich wirklich nur wenig aus. Mein Vater war zwar selbstständig und auch mein Mann hat sich in Deutschland selbstständig gemacht, aber mit der Bürokratie habe ich mich damals, weil es für mich einfach zu dem Zeitpunkt noch nicht in Frage kam, nicht wirklich auseinander gesetzt.

Hier in Spanien war es natürlich erst einmal eine Herausforderung. Vor allem sprachlich, denn 2012/13 konnte ich gerade so das Nötigste sagen. Aber wenn man den richtigen Steuerberater findet, was auch ein Akt sein kann, dann läuft das eigentlich mehr oder weniger gut. Mein erster Steuerberater hat verschiedene Informationen falsch weitergegeben und es kam immer wieder zu Überraschungen (im negativen Sinne). Meine zweite Steuerberaterin hat das aber sehr gut glatt gebügelt.

Es gibt verschiedene Dokumente die du brauchst, z. B. die NIE – eine Registrierungsnummer, die alle Personen haben müssen oder die internationale Steuernummer. Die zu erhalten, hat ewig gedauert, aber wenn das einmal geschafft ist, dann läuft es eigentlich. Ich bin schon ein umss andere Mal an meine Grenzen gestoßen.

Soweit ich es aber über meinen Mann mitbekommen habe, steht die deutsche Bürokratie der Spanischen in kaum was nach. Regeln sind in Spanien allerdings nicht immer ganz so strikt, so dass verschiedene Steuerberater Gesetze teilweise komplett unterschiedlich deuten. Als Deutsche, die nichts falsch machen möchte, muss man mit so etwas natürlich erst einmal klar kommen.

Aktuell ist unter uns Selbstständigen hierzulande der geplante Gesetzesentwurf des Bundesministers für Arbeit und Soziales Hubertus Heil, der alle Selbstständigen dazu verpflichten will, in die Rentenversicherung einzuzahlen, viel diskutiert. Wie ist das in Spanien mit der Krankenversicherung und Altersvorsorge?

Hier zahlt man als „Autonomo“ (Selbstständiger) monatlich 285 Euro. Damit ist man Teil der öffentlichen Krankenversorgung – mit allem Pipapo. Außerdem geht davon auch ein Teil in die Altersvorsorge. Die Höhe ist dann von Alter, Einzahlungsdauer und Einzahlungsbetrag abhängig.

Zusätzlich kann man sich natürlich noch privat krankenversichern – was hier nur rund 50 Euro im Monat kostet und die Arztwahl etwas erweitert. Aber das geht in Deutschland ja auch.

Ich finde das System eigentlich ganz gut. Ich habe es mit der Geburt der Zwillinge in Sachen Krankenversorgung / Mutterschutz etc. auch ausgiebig getestet. Nur in Sachen Kindergeld ist Spanien nicht ansatzweise so großzügig wie Deutschland: Es gibt lediglich 100 Euro pro Kind für 2 Jahre.

Im Interview auf Barcelona für Deutsche habe ich gelesen, dass Du in einem Coworking Space arbeitest. Machst Du das nur hin und wieder oder bist Du täglich vor Ort? Was bringt Dir und Deinem Business die Arbeit in einem kollaborativen Arbeitsumfeld?

Vor den Kindern hatte ich 3 Tage Home Office und 2 Tage Coworking-zeit. Das war eine tolle und ausgewogene Zeit. Denn man kann auf der einen Seite sehr konzentriert von zu Hause arbeiten, aber es fällt einem auch nicht die Decke auf den Kopf, denn an den zwei anderen Tagen hat man „Kollegen“, kann Networken, zusammen Mittag essen etc. Das war schon toll. Momentan kann ich dort leider nur hin, wenn gerade kein Kind krank ist, beide in der Kita sind und dann am Nachmittag das Kindermädchen auch kann…. Irgendwann möchte ich das aber wieder regelmäßiger machen.

Stichwort Kollaboration: Wie wichtig ist für Dich und Deine Arbeit das Netzwerken? Ich richte ja alle 2-3 Monate ein Frühstück für selbstständige Frauen in Hamburg aus und erlebe diesen Austausch immer wieder als sehr wertvoll. Gibt es in Barcelona eine rege Selbstständigen- bzw. Startup-Kultur?

Es gibt in Barcelona eine große Startup-Szene, unheimlich viele Coworking Spaces, wo alle möglichen internationale Startups anzutreffen sind. Barcelona ist da schon sehr beliebt. Bei uns im Coworking Space ist immer ein reges Kommen und Gehen von kurzfristigen Mitcoworkern, aber auch Langfristigen. Da bekommt man schon einiges mit und macht Kontakte.

Was ich seit ein paar Jahren mache ist eine Mastermind-Woche. Dort treffe ich mich mit immer den gleichen “Selbstständigen” und wir besprechen wie das vergangene Jahr lief und welche Ideen wir für die Zukunft haben. Danach geht man immer mit vielen neuen Anregungen und gestärkt und bestätigt ans Werk zurück.

Wo siehst Du Dich und Deine Webseiten in, sagen wir mal, zwei Jahren. Du bist aktuell Einzelunternehmerin, wenn ich richtig informiert bin. Planst Du z. B. ein Team aufzubauen? Für Deine Rom- und Paris-Seiten sicher keine schlechte Idee, oder?

Ja, aktuell bin ich alleine. Ich habe in letzter Zeit aber tatsächlich darüber nachgedacht jemanden für Rom und auch Paris zu engagieren. Am besten wäre ein deutschsprachiger Schreiberling der in Rom bzw. Paris lebt. Wenn das hier also jemand liest, der kann sich sehr gerne bei mir melden 😉

Wenn Du angehenden selbstständigen Frauen, die dieses Interview lesen, noch einen einzigen Tipp mitgeben solltest, welcher wäre das?

Manchmal muss man ins kalte Wasser springen um seine Träume zu verwirklichen. Man sollte das aber gut vorbereiten. Vorher Geld ansparen, um einen Puffer zu haben, sein Feld genau kennen, Durchhaltevermögen haben – denn gerade bei einem Online Business kann es einige Zeit (manchmal Jahre) dauern bis es so richtig gut läuft.

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