„Mich treibt an, Quereinsteiger dabei zu unterstützen, erfolgreich zu sein“ – Bettina Sturm, Respekt Herr Specht

Bettina Sturm

Nachdem ich Euch vor ein paar Tagen das Buch „Ran an die Buletten!“ vorgestellt habe, möchte ich Euch nun die Autorin hinter dem Werk präsentieren: Bettina Sturm – der in Bezug auf ihre Selbstständigkeit und ihre Projekte eben soviel Respekt gebührt wie ihrem Herr Specht. 😉

Liebe Bettina, Du bist seit über 10 Jahren selbstständig – die meiste Zeit davon als Coachin für berufliche Neuorientierung mit Deiner Agentur dein copilot. Mittlerweile bist Du Online-Unternehmerin. Wie kam es zu diesem Wechsel?

Schaue ich meinen Lebensweg an, dann ist das mein „roter Faden“: Ich arbeite, was ich liebe. Macht es mir keinen Spaß mehr, dann ändere ich den Job und/oder das Umfeld oder starte mit einem anderen Job neu durch.

10 Jahre bin ich als „dein copilot für berufliche neuorientierung“ durch die Coaching-Lüfte geflogen. Seit März 2016 stehen meine Coachingutensilien im Eck. Fliegen gehe ich jedoch weiter, dieses Mal als #SPECHT.

Vor vier Jahren war ich meine eigene Klientin: Mitte 40, erfolgreich, gut verdienend: Ja, alles ganz fein. Aber für immer will ich das nicht machen. Da muss es noch was Anderes für mich geben. Aber was? Das Kopfkino war im on-Modus. Immer mal wieder poppte was hoch, bestand dann aber nicht den „Ich-mach-das-jetzt-Test“.

Und dann hatte ich meinen „Magic Moment“ 2014 im Urlaub in Tirol. Im Video erfahrt Ihr, wie mein Herzensprojekt – der FoodPreneur-Blog „Respekt Herr Specht – Erfolgsrezepte für Food- und Gastro-Startups“ – entstand. Und wenn Ihr neugierig seid, wie der #SPECHT zu seinem Namen kam, dann schaut hier rein. Enjoy!

Erzähle uns bitte mehr über Dein neues Business “Respekt Herr Specht – Erfolgsrezepte für Food- und Gastro-Startups”.

Im 2. Quartal 2016 machte ich aus meinem Blog ein Business. Beim #SPECHT gibt es Erfolgsrezepte für Startups in der Food- und Gastro-Szene. Gestartet bin ich mit einer Interviewserie über Quereinsteiger in diesem Business.

Interessierte können in den Erfahrungsschatzkisten erfolgreicher Gründer stöbern. In den Interviews und Gründertagebüchern zeigt sich die Vielfalt der Geschäftsmodelle im Bereich Food, Beverage und Gastro: Vom Foodtruck über Café eröffnen bis zum sozialen Unternehmertum ist alles dabei.

Aus dieser Interviewserie entwickelt sich langsam eine Infobasis für Food- und Gastro-Startups zu allen wichtigen Belangen der Unternehmensgründung.

Die Kernzielgruppe vom #SPECHT sind die Quereinsteiger. Das brennendste Problem dieser Zielgruppe ist die fehlende Erfahrung und das Nichtwissen über Gastronomie und Existenzgründung. Dafür habe ich Feuerlöscher entwickelt: Gründerinterviews, Gründertagebücher, Experteninterviews und mein erstes Buch „Ran an die Buletten!“.

2017 hat der Specht das Schwerpunktthema „Café eröffnen“. Im Herbst erscheint dazu der ‬Online-Kurs.

Auf das unsere Genusswelt leckerer, besser und bunter wird!

Du hast Deine klassische Selbstständigkeit in ein Solopreneurship umgewandelt. Kannst Du für alle die nicht wissen, was das ist, kurz das Konzept dahinter erklären und in diesem Zuge gleich erläutern, worin die Unterschiede beider Selbstständigkeiten liegen – auch ganz persönlich für Dich?

Auch bei „dein copilot“ war ich als Solopreneurin unterwegs. Drei Merkmale sind z. B.:

• hat immer neue Ideen und arbeitet projektbezogen
• will frei und unabhängig sein und seinen eigenen Weg gehen
• Ist sehr leistungsbezogen und will erfolgreich sein

Diese Merkmale trafen auch auf die Arbeit als „dein copilot“ zu. Doch in der weiteren Differenzierung gab es Unterschiede. Als ich überlegte aus meinem Specht-Blog ein Business zu machen habe ich mich ganz intensiv mit meinem WARUM beschäftigt. Warum mache ich, was ich tue? Was ist meine Triebfeder? Dann als nächstes mit der Frage: Wie will ich arbeiten? Gefolgt von der Frage: Was tue ich jetzt? Was wird meine Rolle werden?

Mein WARUM: Mich treibt an, Quereinsteiger dabei zu unterstützen, erfolgreich zu sein. Denn mein Herz schlägt für die mutigen leidenschaftlichen Quereinsteiger, die im Food- und Gastro-Business ihr eigenes Ding machen wollen.

Mein WIE: Bei „dein copilot“ habe ich meine Klienten immer in persönlichen Gesprächen 1:1 gecoached, also im Austausch Zeit gegen Geld. Davon will ich weg hin zur Skalierbarkeit. Damit verbunden ist der Wunsch nach der Kombi aus Home-Office und unterwegs sein.

In meiner neuen Interviewserie „Café eröffnen“ werde ich 20 Interviews deutschlandweit führen. Mein Sohn wird älter und selbständiger. Jetzt kann ich auch mal 1x Monat für 2-3 Tage verreisen.

Gerade war ich für mehrere Gründerinneninterviews in Berlin. Toll!

Und WAS tue ich? Für meine Quereinsteiger werde ich der Experte für ihre Probleme von Nichtwissen über Gastronomie und Existenzgründung. Ich entwickle Online-Produkte, die die Quereinsteiger unterstützen ihr Ziel von der #TraumVerwirklichung z. B. eines eigenen Cafés, zu erreichen. Weiterhin werde ich als Autorin arbeiten und auch als Blogger mein Wissen weiter teilen. Darauf freue ich mich riesig!

In einem Blogbeitrag auf Deiner Website kann man nachlesen, womit Du Geld verdienen möchtest (z. B. durch Sponsored Post oder Digitale Produkte). Wie weit bist Du damit? Erzielst Du mit Respekt Herr Specht bereits so viele Einnahmen, das es zum Leben reicht? Wenn nicht, wie finanzierst Du Dich momentan?

Ich bin letztes Frühjahr mit Vollgas gestartet. Wollte bis zur Sommerpause den 1. Online-Kurs, mein 1. Buch und vieles mehr auf dem Markt haben. Das hat trotz allem Dranbleiben nicht funktioniert. Ich hatte mir einfach zu viel vorgenommen.

Im Oktober 2016 ist dann mein 1. Buch „Ran an die Buletten!“* erschienen. Dieses Gründerbuch habe ich im Selfpublishing selbst verlegt. Es ist exklusiv bei amazon erschienen und in der Kategorie „Existenzgründung & Selbständigkeit“ meist unter den Top-20.

Darüber freue ich mich sehr. Manchmal denke ich, wie es wäre, wenn mein Buch auch im Buchhhandel erhältlich wäre… Nein, leben kann ich von dem Bucherlös nicht.

Als „copilot für berufliche Neuorientierung“ habe ich gut verdient und mir ein finanzielles Polster für meinen Specht angelegt. Ist das Polster aufgebraucht habe ich meinen Mann als privaten Investor.

Nach zwei Jahren Specht als Business werde ich mir die Frage stellen: Fliegt mein Startup jetzt in die grünen Zahlen oder nicht? Und dann gibt’s die Entscheidung für weiterfliegen oder nicht.

Wie sehen die Digitalen Produkte aus, von denen Du gesprochen hast?

Ich werde zwei Kategorien von digitalen Produkten entwickeln: Bücher und Online-Kurse.

Bücher: Mein „Ran an die Buletten!“ ist seit Oktober 2016 auf dem Markt. Derzeit arbeite ich am Exposé für mein zweites Selfpublishing-Buch, das wieder ein brennendes Problem meiner Zielgruppe löschen soll – das Thema Finanzierung. Die Banken unterstützen Gastronomie-Ideen nur selten mit Krediten. Ziel meines Buches ist es, aufzuzeigen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es jenseits des Bankkredits noch gibt. Als Beispiele seien hier Crowdfunding oder „Die Höhle der Löwen“ genannt.

Online-Kurse: In den nächsten Jahren hat der Specht jedes Jahr ein Schwerpunktthema. 2017 ist der Fokus auf „Café eröffnen“. Unter #AUFGEBRÜHT wird es dazu leckeren Inhalt geben, u. a die 20-teilige Interviewserie Café eröffnen (startet am 03.0217) und „Das eine Ding – Research direkt am Tresen“. Aus der Essenz dieser Inhalte werde ich dann den 1. Online-Kurs „kochen“, der dann im Herbst an den Start geht.

Woher nimmst Du das Wissen zum Aufbau dieser Produkte? Hast Du im Vorfeld hilfreiche Bücher gelesen oder Weiterbildungen besucht bzw. Dir online Webinare angeschaut, die Du uns nun weiterempfehlen kannst?

Inhalt: Hier ist mein Ansatz: Aus der Praxis für die Praxis. Ich zeige zunächst die Bandbreite auf, z. B. die verschiedenen Geschäftsmodelle im Gastro-Bereich, wie Café, Foodtruck, soziales Unternehmertum. Dann präsentiere ich im 2. Schritt erfolgreiche Beispiele und bitte die GastroPreneure um ihre „Lessons Learned“ und Tipps für die Neugründer. Darüberhinaus mache ich den Perspektivwechsel und bitte Gastronomieexperten um ihre Einschätzung und Tipps. Abgerundet wird das leckere Produkt mit meinem eigenen Senf. In einem Satz: ich kuratiere Erfolgserprobtes, garniere es mit meinem eigenen Senf und erstelle so Erfolgsrezepte.

Art und Weise: Am hilfreichsten waren und sind für mich diese Online-Kurse:

Ich habe 2016 mein 1. Buch im #Selfpublishing veröffentlicht. Dafür fand ich Kurs und Buch von Tom Oberbichler sehr hilfreich: „Mission Bestseller“*.

Im Oktober 2017 werde ich meinen 1. Online-Kurs launchen „#AUFGEBRÜHT – Onlinekurs für Cafégründer“. Um da auf dem richtigen Kurs unterwegs zu sein, habe ich den Kurs von Marit Alke absolviert bzw. bin immer noch dran: „Mein 1. Online-Kurs“.

2017 wird mein Online Marketing erfolgsentscheidend. Da bin ich in Teilen nicht gut aufgestellt. Um mit dem #Specht in die richtige Richtung zu fliegen habe ich den gerade gestarteten Kurs „Überflieger“ von Sandra Holze gebucht.

Respekt Herr Specht war nicht von Anfang an als Business gedacht. Ursprünglich war es Dein Herzensprojekt – eine mutmachende und inspirierende Interviewreihe über Food- und Gastro-Einsteiger. Welche(r) Deiner InterviewpartnerInnen ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben und warum?

Mein allerstes Interview mit Mel von Mels Tagesbar wird für immer Besonders für mich sein. Hatte ich hier doch ganz schön die Hosen voll, als ich nach einem Lunch mit meiner Freundin, Mel fragte, ob sie meine erste Interviewpartnerin sein mag.

Besonders erfrischend fand ich das Interview mit Benedikt Müller vom Online-Gourmetversand „ehrlich&fein“. Nicht nur das Benedikt mich mit Köstlichkeiten aus seinem Shop verwöhnt hat. Darüber hinaus sprach er im Interview Tacheles, gab Unwissenheit und Fehler zu. Wie die Klickzahlen zeigen, mögen auch die Leser dieses Interview besonders.

In dem eMag 24 Stunden Gastlichkeit sagst Du, dass Du in Deinen Interviews “speziell nach Meilensteinen und Turbulenzen” fragst, “damit der Leser nachvollziehen kann, was funktioniert hat und was total in die Hose gegangen ist”. Genau diese Frage möchte ich Dir jetzt in Bezug auf Dein jetziges Business stellen: Was waren Deine Meilensteine und Turbulenzen in Hinblick auf Respekt Herr Specht.

Meilensteine:

06/14: Magic Moment im Urlaub
08/14: Specht-Facebook-Seite geht online
08/08/14: Erstes Interview mit Mel von Mels Tagesbar
15/04/15: Mein Blog Respekt Herr Specht: Stürmische Interviews mit Food-Quereinsteigern – geht live!
01/04/16: Ich mache aus dem Blog „Respekt Herr Specht!“ mein Business
16/10/16: Mein erstes Buch „Ran an die Buletten!“ geht an den Start. Als eBook und Print verlege ich es im Selfpublishing exklusiv bei amazon. In diesem Video erzähle ich die Geschichte zum Buch.
02/02/17: Meine neue Interviewserie „#AUFGEBRÜHT – Café eröffnen“ startet
10/2017: „#AUFGEBRÜHT – Du willst ein Café eröffnen= – Online-Kurs mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für Quereinsteiger“ geht erstmals an den Start

Turbulenzen:

Das Schreiben und Veröffentlichen meines ersten Buches „Ran an die Buletten!“ hat mich emotional, zeitlich und auch finanziell sehr gefordert. Ich bin viele Extra-Schleifen geflogen. Aber, jetzt weiss ich, wie es geht und werde es wieder machen. Und dann fliege ich mit meiner „Ran an die Buletten-Buchcrew“ den Direktflug.

Darüberhinaus geht mir der finanzielle Erfolg nicht schnell genug. Mit meinem Coachingbusiness war ich sehr erfolgreich unterwegs. Ich bin sehr leistungsorientiert und mit „dein copilot“ sehr erfolgsverwöhnt. Da macht mir meine Ungeduld manchmal zu schaffen.

Hier funktioniert die Technik wieder nicht so, wie ich es gerne hätte, die Entwicklung der Produkte dauert gefühlt ewig. Aber, ich glaube durch diese Turbulenzen geht jeder Online-Unternehmer. Und so denke ich (meist) positiv, motiviere mich und baue weiter mein Business auf.

Im vergangenen Herbst ist Dein Buch “Ran an die Buletten!”* erschienen – über das ich hier schon geschrieben haben. Bitte verrate uns, wie Du auf die Idee gekommen bist das Buch zu schreiben.

Oh, da gibt es gleich zwei leidenschaftliche Gründe:

„Ran an die Buletten!“ ist ein Buch über Leidenschaft: Ich liebe Essen und Trinken. Ich liebe meine Existenzgründer und ihre Geschichte, wie sie aus ihrer Begeisterung für Essen und Trinken ihr eigenes Business gestartet haben. Mich faszinieren QUEREINSTEIGER, weil sie mit viel MUT & HERZ ihren Weg gehen. Diesen leidenschaftlichen Quereinsteigern gebe ich mit meinem Buch eine Bühne.

Zum anderen ist meine Vision, dass ich mit dem Specht der Info-Hub für genau diese tolle Zielgruppe werde. Doch noch kennt mich kaum jemand. So war die Überlegung: Wie kann ich meine Sichtbarkeit und Bekanntheit erhöhen und gleichzeitig meiner Zielgruppe zeigen, was ich ihnen biete? Mit „Ran an die Buletten!“ bin ich da auf dem richtigen Weg.

Was erwartet uns in Ran an die Buletten?

Ran an die Buletten!“ ist Inspirationsquelle, Mutmacher und Augenöffner für #TraumVerwirklicher im Food- und GastroBusiness. Aber auch für Menschen, die Lust haben auf Storytelling und persönlichen Entwicklungsgeschichten.

In meinem Buch präsentiere ich Interviews mit diesen #TraumVerwirklichern, die im Food-, Beverage- und Gastrobereich ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Zu Wort kommen 10 Quereinsteiger, die ihrer Leidenschaft für das Essen und Trinken gefolgt sind, um ein erfolgreiches Business aufzusetzen. Dabei geht es um Magic Moments, Meilensteine, Turbulenzen und Zukunftspläne.

Die Gründergeschichten vermitteln grundlegende Erfahrungen von denen andere Gründungswillige profitieren können. So lässt sich Lehrgeld einsparen und die eigene Unternehmung schneller und sicherer an den Start bringen.

On top gibt es Expertentipps zu den Knackpunkten bei der Existenzgründung im Food- und Gastro-Business. Und für diejenigen, die noch tiefer in die Gründungsvorbereitungen einsteigen wollen, gibt es ein Arbeitsbuch zum Download.

Du hast Dein Buch selbst verlegt. Wie funktioniert Selfpublishing und was sollte man beachten, wenn man es Dir gleichtun möchte? Hast Du Tipps für uns?

Erst mal vorweg: ich finde es super, dass es Selfpublishing gibt. Hier bist du deine eigene Verlegerin und kannst alles machen, wie du willst und ohne Absprache mit einem Verlag. Doch mit dem Selfpublishing sind auch viele Aufgaben verbunden, die dir sonst die Verlage abnehmen, wie z. B. Lektorat, Buchsatz und ein gutes Cover.

Ran an die Buletten!“ im Selfpublishing zu verlegen entpuppte sich für mich zum Monsterprojekt. Das grösste Monster war für mich das Zeit- und Projektmanagement: Hier habe ich Inhalt und Aufwand total unterschätzt.

Ein anderes Monster war mein ausgesuchter Dienstleister für das Buchlayout von Print und eBook für amazon, der letzte Schritt bevor dann beide Versionen bei amazon hochgeladen werden. Eigentlich hatten wir vom Start weg eine so unterschiedliche Auffassung von Qualität und Ausführung, dass ich den Schlussstrich in der Zusammenarbeit viel eher hätte ziehen müssen.

Am geplanten Veröffentlichungsdatum ist mir dann der Kragen geplatzt: Es wurden 12 Stunden Zusatzarbeit mit entsprechender Bezahlung für die Einarbeitung der Schlusskorrekturen eingefordert. Diese waren überwiegend auf dem eigenen Mist gewachsen: Ich sage nur händische Silbentrennung im Word-Dokument.

Glücklicherweise hat meine Lektorin mich auch an dieser Stelle unterstützen können. Sie hat sehr fix in die Materie amazon-Buchlayoute eingearbeitet und beide Formate waren 10 Tage später am Start.

Diese fünf Tipps gebe ich euch für das Selfpublishing mit auf den Weg.

Tipps zum Selfpublishing von Bettina Sturm

Mehr könnt ihr in meinem Lessons-Learned-Artikel nachlesen.

Nochmal zurück zum Thema Selbstständigkeit: Auf Deiner Website schreibst Du “Ich bin gerne meine eigene Chefin”. Warum?

Mein höchster Wert ist Freiheit. Und Freiheit bedeutet für mich, selbst zu entscheiden, wann, wo, wie und wie lange ich arbeite. Wäre ich 25 Jahre jünger, wäre ich jetzt als digitale Nomadin unterwegs. Jetzt will ich mit „Respekt Herr Specht“ Senior Digital Nomad werden 🙂 Mein Sohn wird älter und selbständiger. Mein beide Männer zuhause kommen auch gut mal 2 – 3 Tage alleine zurecht.

Chefin sein. Ja, ich habe immer gerne gesagt, wo es langgeht. Bin neue und unbekannte Wege gegangen. Wollte selbst entscheiden und auch verantwortlich sein für die Ergebnisse. Beim Specht habe ich die Macht selbst zu entscheiden, wohin er fliegt und mein eigenes Ding zu machen. Das gefällt mir. Der Specht fliegt ins Neuland. Es gibt keine vorgezeichnete Flugkarte, weil ich die Erste bin die explizit für Quereinsteiger Wissen in Gastronomie und Existenzgründung bietet.

Ob ich sicher auf den goldenen Talern landen werde? Ich arbeite jeden Tag dafür. Ob ich in 2 Jahren vom Ertrag leben kann, wird sich zeigen.

Du hast, bevor Du als Coachin angefangen hast, einige Jahre festangestellt gearbeitet. Worin bestehen für Dich die Vorzüge in der Selbstständigkeit gegenüber einer Festanstellung?

Ich hatte auch in meinen Angestellten-Jobs als z. B. Headhunter und Personaldirektorin viele Freiheiten. Mit meinen Chefs habe ich immer sehr gut zusammengearbeitet und sie wussten, was sie an mir hatten.

Aber seine eigene Chefin zu sein finde ich viel spannender. Wirklich mein eigenes Ding machen, mit meinen Leidenschaften Geld verdienen, mich persönlich und fachlich weiterentwickeln, das finde ich grossartig. Das kombiniert mit der Freiheit, die mir so wichtig ist, erste Sahne.

Gibt es für Dich auch Nachteile?

Ja, das Abschalten vom Specht fällt mir manchmal schwer. Ich liebe ihn sehr, will das er gut und weit fliegt. Aber das ertragreiche Fliegen im Online-Business dauert seine Zeit.

Worauf dürfen wir uns bei Dir in diesem Jahr freuen? Was sind Deine – persönlichen und beruflichen – Ziele für 2017?

Ich habe 4 wichtigen Ziele für 2017:

  1. Themenschwerpunkt 2017 „#AUFGEBRÜHT – Café eröffnen“
    2017 habe ich beim #Specht den Themenschwerpunkt „Café eröffnen“. Vor allem Frauen möchten sich den Lebenstraum vom eigenem Café verwirklichen. Doch den Quereinsteigern fehlt oft Wissen und Erfahrung aus der Gastronomie und der Existenzgründung. So wird es eine 20-teilige Interviewserie mit Café-Gründern geben. Ergänzend wird es Interviews mit Gründungsexperten und auch geplatzten Lebensträumen geben.
  2. Mein GameChanger ist am Start: Online-Kurs „AUFGEBRÜHT – Café eröffnen“
    Aus den Erfahrungen meiner Interviewteilnehmer in Kombination mit Experteninterviews und eigenem Research wird mein erster Online-Kurs zum Thema „Café eröffnen für Quereinsteiger“ entstehen: „#TraumVerwirklichen: Wie du aus Leidenschaft zum Essen und Gastgeber ein erfolgreiches Café startest.“ Im Herbst wird der Kurs zum ersten Mal starten.
  3. Zweites Buch ist in Arbeit bzw. erschienen
    ich arbeite derzeit am Exposé eines „Coffee Table Books“ für einen Printverlag. Es soll Portraits, Interviews und Rezepte aus dem Food- und Gastro-Business als Inhalt haben. Spannend ist das Buch für Quereinsteiger, Foodies und Menschen mit gutem Geschmack.
    Je nachdem wie lange die Entscheidung der Verlage dauert, werde ich die Arbeit an meinem 2. Selfpublishing-Buch vorziehen. Thema ist ein weiterer Schmerzpunkt für Food- und Gastro-Startups – die Finanzierung ihres Lebenstraumes.
  4. Ich mag auch mehr Qualität in mein Leben holen.
    Noch mehr Lebenslust und beneidenswert gelassen mag ich werden. Beim Punkt Gelassenheit mag ich meine Zeit besser nutzen, konzentrierter arbeiten und mehr arbeitsfrei haben. So werde ich nur noch in Ausnahmefällen am Wochenende arbeiten. Außerdem gönne ich mir jetzt einen arbeitsfreien Tag im Monat und vier Wochen Sommerferien. Denn, weg vom Schreibtisch bekomme ich die besten Ideen.
    Mehr Gelassenheit – Auch in stürmischen Zeiten will ich einen klaren Kopf behalten!

© Beitragsbild: Dorothee Elfring

*Noch ein kleiner Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

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