So meistert Ihr die Herausforderung Buchhaltung

Buchhaltung

„Vielen Frauen fehlen die betriebswirtschaftlichen Grundlagen für ein erfolgreiches Unternehmen.“ Mit diesen Worten wird Tanja Lenke, Gründerin der Plattform „she-preneur“, in einem kürzlich in der Badischen Zeitung erschienenen Artikel zitiert, in dem es um Frauen und Selbstständigkeit geht.

Damit meint sie einerseits Marktkenntnis und fundiertes Wissen über die Zielgruppe, andererseits Erfahrung in der Unternehmensführung. Besonders in Bereichen, die nicht direkt mit dem Kerngeschäft zu tun haben, kommt es immer wieder zu Problemen.

Es lohnt sich, eure Bücher selbst zu führen

Die größten Bauchschmerzen bereitet jungen Unternehmerinnen die Buchhaltung – vielleicht geht es euch ja auch so. Eine scheinbar sehr attraktive Option ist es, diese Aufgabe einfach komplett abzugeben. Spezialisierte Buchhalter, aber auch Steuerberater bieten diesen Service an. So spart Ihr Euch zwar die Arbeit und die Zeit, die eine Einarbeitung in die Materie bedeutet, habt aber auch zwei entscheidende Nachteile:

  • Hohe Kosten: Ein externer Dienstleister hat natürlich seinen Preis. Wenn Ihr Euch selbstständig macht, müsst Ihr aber besonders in der Anfangszeit darauf achten, möglichst wenig Geld auszugeben. Deswegen lohnt es sich in den wenigsten Fällen, auf einen Spezialisten zurückzugreifen.
  • Weniger Einblick: Die Buchhaltung selbst zu machen, bedeutet auch, dass Ihr immer genauestens über Euer Tagesgeschäft bescheid wisst, weil Ihr alle Geschäftsvorgänge im Auge habt. Wenn Ihr diese Aufgabe auslagert, fehlt diese exakte Einsicht.

Es ist also sinnvoller, Euch selbst um Eure Bücher zu kümmern. Damit das auch gelingt, wenn Ihr keine entsprechenden Vorkenntnisse habt, solltet Ihr Euch eine Buchhaltungssoftware zulegen.

Mit dem richtigen Programm gelingt die Buchhaltung auch Laien

Mit einer solchen Software ist es kein Problem, eure Bücher selbst zu führen. Detaillierte und benutzerfreundliche Eingabemasken machen es zum Kinderspiel, alle Geschäftsvorgänge korrekt einzuordnen. Dank ständiger Updates bleiben Buchhaltungsprogramme auch immer auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung, sodass Ihr keine Probleme mit dem Finanzamt befürchten müsst.

Apropos Finanzamt: Mit Hilfe einer ELSTER-Schnittstelle könnt Ihr Eure fertigen Unterlagen schnell und unkompliziert dahin weiterleiten, so dass Ihr auch keine Fristen verpasst.

Die Buchhaltungssoftware des Marktführers lexware, mit der auch erfahrene Spezialisten arbeiten, könnt Ihr einen Monat lang gratis testen und so herausfinden, ob sie Euren Anforderungen Genüge tut.

Wie sieht die Buchhaltung überhaupt aus?

Wenn Ihr darüber nachdenkt, Euch selbstständig zu machen, habt Ihr Euch mit der Buchhaltung vielleicht noch gar nicht wirklich auseinander gesetzt. Worauf Ihr dabei achten müsst, wollen wir Euch hier noch kurz zeigen.

Zunächst mal eine gute Nachricht: Als Selbstständige müsst Ihr mit ziemlicher Sicherheit keine doppelte Buchführung anlegen. Um am Ende des Geschäftsjahres Euren Gewinn zu ermitteln und die entsprechenden Steuern abzuführen, reicht stattdessen die so genannte Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Die bringt einige Vereinfachungen mit sich:

  • Anstatt Grundbuch, Hauptbuch und Nebenbücher anlegen zu müssen, reicht Euch ein einziges Buch, in dem Ihr alle Geschäftsvorgänge festhaltet. Wichtig ist aber trotzdem, dass Ihr chronologisch und lückenlos vorgeht und alle Belege aufbewahrt. Die verlangt das Finanzamt nämlich unter Umständen.
  • Ihr müsst keine gesonderte Jahresbilanz anlegen.
  • Auf eine zeitaufwändige Inventur am Jahresende könnt Ihr ebenfalls verzichten.

Diese Vereinfachungen fallen nur dann weg, wenn Ihr:

  • Als Kauffrau im Handelsregister eingetragen seid.
  • euer Unternehmen in der Rechtsform KG, GmbH, AG oder oHG führt.
  • Im Geschäftsjahr mehr als 600.000 € Umsatz oder mehr als 60.000 € Gewinn macht.

In diesen Fällen geltet Ihr als buchhaltungspflichtig und müsst daher eine doppelte Buchführung anlegen. Aber wie gesagt: In Eurer Anfangszeit genügt aller Voraussicht nach die EÜR.

© Beitragsbild: Miguel Á. Padrinán | pexels.com

2 Kommentare
  1. Luise sagt:

    Ich war so erleichtert zu lesen, dass bei meinem kleinen Unternehmen eine doppelte Buchführung nicht notwendig ist. Auch vor der Inventur hatte ich Angst und bin froh, dass diese nicht gemacht werden muss. Ich werde nachsehen, ob sich hier seit deinem Artikel etwas geändert hat, aber bin schon jetzt etwas beruhigter!

  2. Bernd sagt:

    Die Kosten im Blick zu behalten, ist gerade als Künstler wichtig. Ich möchte so viel wie möglich selbst machen, aber als das in der Berufsschule dran war, habe ich nur knapp die Prüfung bestanden. Trotzdem glaube ich, dass es mir leichter fällt die Buchführung zu verstehen, wenn ich es selbst übernehme und auch richtige Beispiele habe.

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