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Es ist fast zwei Jahre her, seitdem ich folgende Zeilen auf diesem Blog geschrieben habe: „Ich für meinen Teil strebe eine smarte Selbstständigkeit aus mehreren Experten-Modellen an (…) Wie genau meine Selbstständigkeit am Ende aussehen wird, weiß ich auch noch nicht ganz genau“. Damals ist mir bewusst geworden, dass die Freiberuflichkeit als Form der Selbstständigkeit nicht die Richtige für mich ist.

Was ist dann passiert? Ad hoc wollte ich schreiben „nicht viel“, weil es auf die äußerlichen Faktoren zutrifft. Ich arbeite nach wie vor freiberuflich – wenig; jedoch Kostendeckend. Aber mit mir ist aller Hand geschehen. 2018 habe ich eine berufliche Auszeit genommen; wollte mich selbst finden bzw. etwas für das ich brenne. Etwas, mit dem ich in Zukunft Geld verdienen kann und möchte.

Nachdem ich im Frühjahr noch mit dem Gedanken spielte eine Coaching-Ausbildung zu machen und ein Coworking-Café zu eröffnen, verfolgte ich im Sommer die Idee Imkerin zu werden. Alle drei „Ansätze“ verliefen im Sande. Im Urlaub dann die Erleuchtung. Ich verbinden meine zwei Herzensthemen „Selbstständigkeit“ und „Nachhaltigkeit“ zu einem Angebot – von dem ich Euch bald mehr berichten werde. Das ich da noch nicht eher drauf gekommen bin! 😉

Stimmt, denn im Grunde bin ich nun, nach einem Jahr der Auseinandersetzung mit der klassischen Selbstständigkeit, zurück bei meiner Idee von 2017: der smarten Experten-Selbstständigkeit – und wir damit beim eingangs erwähnten Satz aus meiner „Smart Business Concepts“-Buchempfehlung.

Der smarte Experte

Es ist „Die Zeit der Smarten Experten“* sagen Brigitte und Ehrenfried Conta-Gromberg. Aber was zeichnet diese aus? „Nach unserer Definition stellen Smarte Experten Informationen in der richtigen Passung zur Verfügung“. (S.29) Genauer: Sie bringen ihr Fachwissen „irgendwie“ in eine neue Form. (S.13) und lösen Informations-Paradoxe. (S.29) Die „Experten-Aufgabe ist es, Angst zu nehmen und Orientierung, neue Erlebnisse und Entscheidungen möglich zu machen.“ (S. 30)

Als Beispiel nennt das Ehepaar Conta-Gromberg in ihrem Buch u. a. die „Lazy Investors“ Dr. Anna Terschüren und Martin Eckardt, die mit ihrem Programm „How to make Altersvorsorge suck less“ zeigen, „wie man sich mit ETFs ein Depot aufbaut und seine Rente plant. (S. 34)

Sie fungieren als Schwimmlehrer, in einem Meer der Überinformation. Aber es reicht noch lange nicht „mal eben ein Video zu drehen“. Das ist „noch kein Geschäftskonzept. Ein Blog oder ein Podcast allein ebenfalls nicht. Und ein Buch schreiben, führt meist zu keinen dauerhaften Einnahmen“. (S. 26)

Was dann? Das erläutern Brigitte und Ehrenfried ausführlich in ihrem Buch. Sie zeigen auf, was die Zeit der Smarten Experten ausmacht und wie man sich selbst ein smartes Experten-Modell aufbaut. (S. 7). „Was Sie hier in der Hand haben, ist fundiert und praktikabel zu gleich. ‚Die Zeit der Smarten Experten‘ gibt Neueinsteigern eine gute Orientierung und ist gleichzeitig Gedankenfutter für alle, die schon im Markt als Experten unterwegs und davon überzeugt sind, dass es sich lohnt, sich immer mal wieder zu hinterfragen und nachzujustieren“. (S. 5)

Die 5 Experten-Typen

Nach dem Verständnis der Autoren gibt es 5 unterschiedliche Experten-Typen, die man zwar „gezielt nach eigenem Bedarf mischen“, aber „niemals wahllos alle auf einmal wollen“ darf. (S. 111)

Die 5 Experten-Typen

Bei keinem dieser Experten geht es darum „alles zu kennen. Es geht darum, anderen Menschen für konkrete Situationen (Fragestellungen) relevantes Wissen, gute Quellen und passende Werkzeuge (Frameworks) zur Verfügung zu stellen. (S. 30) Dabei ist es egal, ob das weitergegebene Wissen von einem selbst stammt (Kreation) oder von anderen (Kuration). „In der Regel ist es eine Kombination. (S. 72) Wichtig ist, dass das „Wissen smart in skalierbare Produkte überführt“ wird.

Denn ein „Thema ist noch kein Geschäftskonzept“. (S. 110)

Vom Thema zum Konzept

Aber die Basis. Brigitte und Ehrenfried schreiben: „Wir glauben, dass es Sinn macht, ein Thema zu wählen, das a) zu Ihrer Biografie passt und b) zu Ihren Zielen (Werte, Lifestyle etc.)“ (S.20) In meinem Fall sind es, wie erwähnt, gleich zwei: Selbstständigkeit und Nachhaltigkeit. „Dieses Buch handelt davon, dass Ihr Leben sich positiv verändert, wenn Sie Ihr eigentliches Thema finden und benennen.“ (S. 224)

Über die Themenfindung darf allerdings nicht Punkt b vergessen werden. „Von daher macht es Sinn, einmal Ihre Biografie von hinten her zu denken (wo wollen Sie landen?) und dieses Ziel dann auch auszuarbeiten, zu visualisieren und darauf hinzuleben.“

Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen. Man muss diesem Prozess gezielt Zeit einräumen. „Selbstständige sind darauf konditioniert, dass Kunden immer an erster Stelle kommen. (…) Bei einem solchen Kunden-Tages-Rhythmus stellen Sie die Arbeit am eigenen Konzept immer nach hinten und arbeiten nur daran, wenn Sie bereits ausgepowert sind.“ (S. 218) Dem kann ich nur zustimmen – aus eigener Erfahrung.

Anfang 2017 schwirrte mir die Idee einer smarten Selbstständigkeit zwar schon im Kopf herum, wurde aber nicht in die Tat umgesetzt, weil ich nach getaner freiberuflicher Arbeit gar keine Energie mehr für sie hatte.

Von der klassischen zur smarten Selbstständigkeit

Deshalb mache ich es diesmal anders. Kundenprojekte habe ich auf ein Minimum zurück gefahren. Es reicht, um meine Kosten zu decken. Ein radikalerer Schritt wäre an dieser Stelle auch nicht ratsam. „Es ist in der Regel nicht weise, eine bisherige Selbstständigkeit Knall auf Fall durch ein neues Thema zu ersetzen“. (S. 207) Schließlich muss sich die neue Idee erst als tragfähig erweisen.

Dennoch: „Ein Wechsel der Systeme ist immer ein Kraftaufwand, da Sie das eine System noch bedienen und das neue System parallel aufbauen. (…) Wir raten also zur Geduld, zunächst beide Bereiche zu bedienen und dann langsam aus alten Tätigkeiten auszugleiten.“ (S. 208)

Das Experten-Modell

Brigitte und Ehrenfried Conta-Gromberg laden dazu ein, „die Zeit der Smarten Experten“* als eine Chance zu sehen (…).“ (S. 13) Denn Experte zu sein, ist kein Selbstgänger. Ein erster Schritt ist gemacht, wenn Ihr Euer Thema kennt und Euch mit den unterschiedlichen Experten-Typen auseinandergesetzt habt. Dann braucht Ihr zwei weitere Dinge zum Erfolg: a) Bekanntheit und b) Angebote, für die andere bereit sind, zu zahlen“. (S. 110)

Die 5 Marken-Typen

Hier kommen die 5 Marken-Typen (S. 149f) sowie die von den Conta-Grombergs entwickelte Produkt-Treppe ins Spiel – „Das Herzstück Ihres Experten-Modells“. (S. 169f) Die Produkt-Treppe ist ein strategisches Tool – ähnlich einer Business Model Canvas, nur viel reduzierter und leichter anwendbar. Agiler. Auf Ihr befinden sich mehrere Eurer Angebote. Denn: „Smarte Experten haben nicht nur Produkte. Sie haben ein Produkt-System.“ (S. 169)

Ich bin gerade dabei meines zu entwickeln. Dabei machte ich ähnliche Erfahrungen wie Judith Imgrund, die im Buch wie folgt zitiert wird: „Für mich war die Arbeit mit der ‚Treppe‘ der Durchbruch! Noch am Sonntag saß ich planlos da, mit 100 Gedanken im Kopf, die ich aber nicht auf’s Papier bekam. Auf der 4-stündigen Zugfahrt nach Hause fielen dann die Groschen – es war die reinste Slot Machine. (…) und auf einmal machte alles einen Sinn.“

Vielleicht ja auch für Euch nach der Lektüre dieses Artikels oder des Buches. 😉

*Noch ein kleiner Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

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