Meine 3 Gründe für die Selbstständigkeit

Gründe für die Selbstständigkeit

Die Selbstständigkeit hat sich für manche einfach ergeben, war eine Notlösung, ein Zufall oder pragmatisch geplant. Für mich war sie immer ein Traum und die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Wenn Leute mir erzählten, sie wären selbstständig, bekam ich leuchtende Augen und fing an, tausende Fragen zu stellen. Über Vorteile und Nachteile, wie das denn so sei und ob sie die Entscheidung jemals bereut hätten.

Die Tendenzen waren meist eher negativ: Kunden, die die Rechnungen nicht bezahlten, teure Versicherungen, komplizierte Steuern, fehlende Sicherheit und natürlich die weisen Worte „Selbstständig zu sein, heißt ‚selbst’ und ‚ständig’.“ Komischerweise blendete ich all diese Punkte immer aus und blieb weiterhin fasziniert von der Möglichkeit, der eigene Chef sein zu können. So wirklich auf meinem Lebensplan stand die Option aber trotzdem nicht.

Eine scheinbar zu große Herausforderung, kalte Füße, fehlende Ideen. Und trotzdem habe ich vor etwas über einem Jahr meinen festen Job gekündigt, um freiberuflich zu arbeiten – dank einiger Schubser, die es manchmal einfach braucht.

Meine 3 Gründe für die Selbstständigkeit

1. Berufscoaching

Ich würde es in meinem Fall eher als „Berufstherapie“ beschreiben. Nachdem ich etwa 5 Jahre lang ständig meine Jobs gewechselt hatte, weil mir ständig die (Büro-)Decke auf den Kopf fiel, und die erste Frage von Freunden ständig lautete „Welchen Job hast du jetzt?“, grübelte ich, was wohl falsch bei mir läuft. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf die Idee kam, aber ich suchte mir eine „Berufscoachin“. Eigentlich erzählte sie mir nicht unbedingt viel Neues, aber sie stellte die richtigen Fragen:

„Was genau ist es, dass dich so unzufrieden macht? Sind es die Aufgaben? Oder ist es eher das Umfeld und wie du arbeitest?“

Treffer!

Nachdem ich ihr mein Job-Herz ausgeschüttet hatte, war klar, dass das Problem nicht war, was ich machte, sondern wie ich es machte: Großraumbüros, in denen man sich nicht zurückziehen, Diskussionen nicht führen konnte, ohne das jemand mithörte und Strukturen, in denen man auf ein Go warten und sich ständig durchsetzen muss.

Dann war alles klar: Ich wollte freiberuflich arbeiten.

2. Timothy Ferriss

Sein Buch „The 4-Hour Workweek“* habe ich erst gelesen, nachdem ich meinen festen Job schon gekündigt hatte. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich es spätestens dann getan.

Inhaltlich läuft das Buch auf das hinaus, was der Titel verspricht: Die Antwort auf die Frage, wie man mit nur vier Arbeitsstunden pro Woche seinen Lebensunterhalt verdienen und das Leben führen könne, von dem man immer geträumt hat.

Ich las das Buch nicht, weil ich glaubte, dass das danach wirklich möglich wäre. Trotzdem enthält es viele wichtige Gedanken, bei denen ich wusste, dass es die richtige Entscheidung war, mich selbstständig zu machen. Klar, es ist meist sehr amerikanisch überspitzt, aber manchmal braucht es doch ein amerikanisches Kickass-Zitat:

‘Someday’ is a disease that will take your dreams to the grave with you.

3. Inspirierende Frauen

In den Weiten des Internets und Magazinen bin ich immer wieder auf die Geschichten anderer Frauen gestoßen, die sich selbstständig gemacht haben – freiberuflich oder mit einem eigenen Unternehmen. Das löste jedes Mal so einen Tatendrang aus und ließ Sternchen in meinen Augen aufblitzen.

Natürlich waren darunter die großen Geschichten à la  American Dream von Sophia Amoruso, die ihren kleinen Ebay Shop zu einem Millionen-Modeimperium mutieren ließt, aber auch die von „um die Ecke“ von Julia Winkels, die mit BOLD in Berlin eine ziemlich beeindruckende PR-Agentur aufgebaut hat, oder Josephine Götz, die das PÄNG-Magazin ins Leben rief (für mich als Magazin-Liebhaberin sooo beeindruckend!).

Viele solcher Frauen werden wir euch hier auf Frau, frei & in unseren Interviews noch vorstellen.

Falls es mit der Selbstständigkeit doch nicht funktionieren sollte, dachte ich mir immer, dann findet sich sicher auch wieder irgendwo ein fester Job.

Aber erstmal auf in eine freiberufliche Zukunft 🙂

© Beitragsbild: Ryan McGuire | gratisography

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