Die 10 gefährlichsten Zeitfresser im Home Office

Home Office

Eines der Dinge, die ich an der Selbstständigkeit liebe: das Home Office. Morgens keine Gedanken an das Wetter und die Klamotten für heute verschwenden, einfach in die Jogginghose springen, das Make-up links liegen lassen, den Kaffee so machen, wie man ihn am liebsten mag und ein innerliches „Ätsch“ an alle aussprechen, die sich in etlichen Posts darüber aufregen, ins Büro zu müssen. Aber so friedlich und gemütlich der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden auch sein mag: Er bietet einige Ablenkungen, die die Zeit eines Vollzeitjobs inkl. Überstunden fressen und die Produktivität in den Keller schicken. Diese Liste hier gehört in gewisser Weise auch dazu. Andererseits wappnet sie Euch eventuell auch gegen die kleinen Zeitfresser im Home Office.

1. Das Internet

Das klingt ziemlich bescheuert, da ich überwiegend in diesem Internet arbeite. Genau deshalb ist der Browser aber immer offen und fast schon automatisiert schaue ich alle paar Minuten in meinen Facebook-Feed. Dort entdecke ich so gut wie immer Links zu interessanten Artikeln, die ich eben mal schnell lese. Meistens stecken in diesen Artikeln weitere tolle Links oder die Rubrik „Anderen gefielen auch diese Artikel“. Und so schlängelt sich der Weg durchs Internet von Seite zu Seite. Obendrauf tauchen nebenan auch noch Anzeigen zu Klamotten auf, die mir – dank des super Targetings heutzutage – super gefallen. Mal kurz in den Shop, mal kurz was mitnehmen.

Tipp: Self Control – ein Programm mit dem ihr die Seiten, die Euch am meisten ablenken, für eine gewisse Zeit sperren könnt. (Bisher nur für Mac.)

2. Der Paket-Mann

Als Folge klingelt der Paketmann mal öfter. Meistens bringt er zwar nur zentnerweise Pakete für die Nachbarn, manchmal aber auch für mich. Dann muss natürlich gleich anprobiert werden.

Tipp: Klingel ausstellen und das Paket dann abends beim Nachbarn abholen. Oder Shopping-Seiten sperren (siehe Tipp 1).

3. Die unaufgeräumte Bude

Nachdem ich während der Anprobe die Klamotten nur so durch die Gegend geworfen habe, fällt mir auf, dass ich eh mal wieder aufräumen könnte. Das sieht ja aus hier.

Tipp: Erledigt sich automatisch, wenn ihr die Tipps 1. und 2. beachtet. Ansonsten feste Aufräumzeiten einplanen, z. B. am Wochenende, sodass das Chaos pünktlich zum Wochenstart beseitigt ist und Euch nicht von der Arbeit ablenkt.

4. Shopping Queen

Jetzt habe ich Punkt 4 ungefähr fünf mal hingeschrieben und wieder gelöscht, weil es peinlich wird. Aber ja: Ab und an gönne ich mir zur Mittagspause eine Folge Shopping Queen.

Tipp: Wäre natürlich super, wenn es für den Fernseher eine ähnliche App wie in Tipp 1. gäbe 😉 Alternativ einfach die Wiederholung um 12 Uhr anschauen und mit der Mittagspause verbinden… oder einfach ganz drauf verzichten. Schadet ja auch nix.

5. Das Handy

Zig Gruppenchats wie „Geburtstagsgeschenk für Henrik“, „Die Clique auf der Piste“ oder „Süße Hundebabys“ sowie Oma, die jetzt auch ein Smartphone hat, sorgen dafür, dass es ständig blinkt und trötet. Also mal kurz reingucken und vielleicht auch noch meinen Senf dazugeben.

Tipp: Handy lautlos stellen, Gruppenbenachrichtigungen deaktivieren oder Handypausen verordnen, z. B. „Zwischen 9 und 12 Uhr bleibt das Handy einfach in einer Schublade und wird nicht angerührt“.

6. Der Kühlschrank

Immer wenn der Kopf nicht weiter kann oder will, zieht mich der Kühlschrank magisch an. Ein Scheibchen Käse, ein Stückchen Schokolade und sowieso… einfach mal gucken, was noch so da ist. Könnte ja sein, dass sich da was in den letzten 15 Minuten getan hat. Na immerhin bleibe ich so ein wenig in Bewegung (ja, in „Mir Sachen schön reden“ bin ich ziemlich gut).

Tipp: Küche abschließen? Mehr fällt mir dazu leider nicht ein. Das ist echt die kniffligste Ablenkung.

7. Der Supermarkt

„Irgendwie hätte ich jetzt Lust auf Mango-Quark.“ Natürlich sind weder Mango noch Quark da. Na, was soll´s? Der Supermarkt ist ja nebenan. Also schnell mal den Mantel über die Jogginghose geworfen und ab geht´s zum Einkaufen.

Tipp: Es wird gegessen, was da ist! Dann eben kein Mango-Quark oder bis später warten.

8. Der Look

Apropos Jogginghose: Eigentlich könnte ich mich mal zivilisationstauglich herrichten und die Haare machen und etwas schminken. Dann bin ich später direkt fertig, wenn es zum Käffchen mit Freundin XY geht.

Tipp: Ich habe mich irgendwann aus diesem Trott gelöst und mir vorgenommen, mich morgens „ganz normal“ fertig zu machen, so als müsste ich gleich los. Funktioniert… meistens.

9. Käffchen mit Freundin XY

Freunde, die ebenfalls Freelancer sind, sind fast genauso gefährliche Ablenker wie die Punkte 1 bis 8. Sie ersetzen einem die Kollegen, die man im Home Office nicht hat. Und so ein kleines Mitteilungsbedürfnis hat doch jeder. Also immerhin mal auf einen kurzen Schnack raus. Und die Sonne scheint ja auch so schön.

Tipp: Das geht in Ordnung 🙂 Frisst zwar Zeit, aber nach meiner Erfahrung bin ich hinterher wesentlich produktiver.

10. Sonnenschein

Oh, so schönes Wetter! Und dann krumm vorm Rechner in der Bude sitzen? Nö. Denn immerhin bin ich genau aus diesem Grund Freelancer geworden: Freie Arbeitszeiten. Die Arbeit kann ich dann ja erledigen, wenn die Sonne weg ist… oder morgen. Da soll es eh regnen. Gut, dass ich in Hamburg bin!

Tipp: Entweder tatsächlich nach Sonnenuntergang weiterarbeiten oder ein Plätzchen an der frischen Luft finden, an dem man arbeiten kann, z. B. auch Café-Terrassen oder mit dem Surfstick in den Park.

Ab und an mache ich mich auch einfach aus dem Staub, verlasse das Home Offce und arbeite woanders. Drei meiner Lieblingsoptionen sind dann:

  • ein Coworking-Space wie z. B. das Betahaus in Berlin oder Hamburg (meistens gibt es Tagestickets für 10-20€)
  • die Bibliothek (hat Internet und ist sooo schön ruhig)
  • Freunde oder Bekannte, die selbst Bürogemeinschaften haben, bei denen man ab und an „gastsitzen“ darf

Na dann: Auf die produktive Arbeit!

Oder aber Ihr schaut zuerst nochmal auf Pinterest auf unserem Board zum Thema „Produktivität“ vorbei! 😉

© Beitragsbild: Leeroy | Life of Pix

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Webseite verwendet Cookies. Stimme der Verwendung von Cookies zu, wenn Du die Webseite weiter nutzt. Mehr Informationen

Für eine uneingeschränkte Nutzung der FF&-Webseite werden Cookies benötigt. Einige dieser Cookies erfordern Deine ausdrückliche Zustimmung. Bitte stimme der Verwendung von Cookies zu, um alle Funktionen der Webseite nutzen zu können. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhältst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.

Schließen