Das Tagebuch einer Gründerin – Teil 1

Tini, Tagebuch einer Gründerin

Ann-Kristin, die sich selbst Tini nennt – und deshalb auch von mir fortan in diesem Artikel so genannt wird -, habe ich bei einem unserer letzten FF&-Frühstücke im Café Brooks kennen gelernt. Wir saßen uns direkt gegenüber und konnten uns lange unterhalten.

So erzählte sie mir über einem leckeren Macchiato von ihrem Vorhaben zu gründen. Ich war von der ersten Minute begeistert – von ihr, ihrer Idee, einfach allem. Und diese Begeisterung ließ mich auch viele Stunden nach unserem Treffen nicht los.

Plötzlich kam mir ein Einfall: Vielleicht kann ich, können wir hier auf dem Blog, Tini auf ihrem Gründungsweg begleiten? Das hat auch schon Tina von Fielfalt bei der Gründung von Sandra und Katharina von Viertelrausch so gemacht – und diese Einblicke in die Gründung eines Unternehmens waren mehr als spannend.

Deshalb habe ich Tini auf Facebook angeschrieben und von meinem Vorhaben erzählt. Sie fand meine Idee toll, weshalb wir uns umgehend zu einem – wie sollte es auch anders sein – Frühstück verabredet haben, um weitere Einzelheiten zu besprechen.

End of Story: Ab sofort wird es in unregelmäßigen Abständen hier auf FF& Beiträge unter der Headline “Das Tagebuch einer Gründerin” geben, in der Tini und ich gemeinsam von ihren Fortschritten berichten. Aber nicht nur das, wir werden auch resümieren, was bis dato gut und was vielleicht weniger gut gelaufen ist. Im ersten Teil dieser Reihe werden wir uns z. B. mit ihrer Suche nach einem passenden Mitgründer beschäftigen. Ausblicke in die Zukunft, also “Was steht die nächsten Wochen” an, wird es natürlich auch geben.

Freut Euch also, auf eine tolle Artikelserie, in der Ihr exklusiven Einblick in den Alltag einer Gründerin bekommt. In ihre Gedanken und Ängste. Und aus der Ihr, so hoffen wir, sehr viel lernen könnt. Insbesondere diejenigen unter Euch, die auch gründen wollen. Es werden sicher wichtige Lektionen enthalten sein.

Aber bevor wir mit dem ersten Teil von “Das Tagebuch einer Gründerin” loslegen, lasst uns zuerst einen Blick auf Tini und ihre Geschichte werfen. Wer ist die Gründerin, der wir die nächsten Monate über die Schultern schauen und die uns so offen Einblick in ihr Leben gewährt? Wie sah ihr bisheriger Lebensweg aus? Was veranlasst sie dazu, zu gründen? Und was wir natürlich alle wissen wollen: Womit will sie sich selbstständig machen?

Die Gründerin

Tini ist 33 Jahre alt und hat laut eigener Aussage “quasi ihr halbes Leben lang bei der Sparkasse gearbeitet.” Ganze 15 Jahre waren es. Fragt man sie nach dem Warum, lautet die Antwort: Aus Mangel an sinnvollen Alternativen. Zwar wusste sie schon immer, dass sie die Arbeit am Bankschalter nicht befriedigt, aber die Arbeit in einer Bank ist nunmal sicher und lukrativ. Erstrebenswert – so zumindest die allgemeine Meinung. Von der sich Tini viel zu lange hat beeinflussen lassen.

Im Jahr 2010 dann die Wende. Eine Veränderung im privaten Bereich, ließ sie beginnen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und mit dem zu beschäftigen, was sie glücklich macht.

Durch eine Kollegin kam sie dann zu dem Buch “The Secret”, das ihr Leben veränderte. Stück für Stück. Erst im Privatleben, dann im Beruf.

Für alle, die das Buch nicht kennen, auf Amazon heißt es: “The Secret“*, beweist in einer überzeugenden Mischung aus Erklärungen der Autorin und Zitaten bekannter Weisheitslehrer die Wahrheit einiger grundlegender Erkenntnisse: Wir sind selbst Schöpfer unserer Realität. Die Dinge, die uns im Alltag begegnen, haben wir durch die eigene Gedankenenergie angezogen.

2014 sah Tinis Privatleben dann auch so aus, wie sie es sich gewünscht hatte. Der nächste Schritt. Endlich angehen, was ihr schon so lange auf der Seele lag: die Veränderung im Job – das Glücksgefühl, das sie privat bereits fühlte, auch in der Arbeit zu empfinden!

Sie versuchte bei ihrem Arbeitgeber ein Sabbatical einzureichen, um in aller Ruhe und bei höchstmöglicher Sicherheit herausfinden zu können, wie sie dieses Ziel erreichen könnte. Es wurde abgelehnt. Man wollte nicht auf sie verzichten. Enttäuschung und Verzweiflung.

Für Tini gab es allerdings keine Alternative. Es folgte eine neue, bislang unbekannte, aber starke Entschlossenheit. Tini kündigte zur Mitte des Jahres. Ihre Chefs waren fassungslos.

Man fragte sie, ob sie nicht auch die Möglichkeit sähe am Wochenende herauszufinden, was sie machen will. Tinis Antwort: “Ich bin sehr dankbar für Alles was ich hier gelernt habe und für jede einzelne Erfahrung, die ich hier sammeln durfte in den letzten Jahren. Ich habe mit tollen Menschen zusammen gearbeitet, an tollen Orten und Freunde fürs Leben gefunden. Aber wenn ich noch einen einzigen Tag länger bleibe, dann ersticke ich!”

Das war es also. Die Entscheidung war gefallen. Große Rücklagen hatte sie keine. Schließlich war das so nicht geplant.

Deshalb beschloss Tini erst einmal nach Australien zu gehen und dort “Work & Travel” zu machen, um dann von ihrem Verdienst weitere Monate zu reisen.

Ihr Plan: Den Kopf frei bekommen. Vom Bankkram. Platz für Neues machen. Neue Impulse. Neue Inspiration.

So kam es, dass Tini sich sechseinhalb Monate auf Reisen begab. Nach Australien folgte Neuseeland. Dann Ghana, wo sie sich einen Lebensträume erfüllte und mit Kindern kreativ in einer Schule arbeitete. “Eine der krassesten und gleichzeitig wunderschönsten Erfahrungen, die ich je in meinem Leben gemacht habe”, sagt Tini. Nach Westafrika folgte Südafrika.

Seit Mitte 2015 ist sie zurück.

Und hat sich entschlossen ein neues Abenteuer zu wagen: die Selbstständigkeit.

“Nachdem ich von meiner Reise zurück war, hatte ich weiterhin keine Idee ‘wo’ und ‘als was’ ich zukünftig festangestellt arbeiten will – aber: Ich hatte diverse Ideen Dinge zu realisieren, die so noch nicht existierten. Damit war klar: Ich werde eine Start-up gründen.”

Tini will mit ihrem Start-up den Bereich “Event Discovery” revolutionieren.

“Ich beobachte die diversen Probleme, die einem in diesem Bereich so begegnen können, schon seit Jahren aus User-Sicht und gehe deswegen die Lösung dieser Probleme aus einer ganz neuen Richtung an.”

Und wir werden sie dabei begleiten! 🙂

Bald mehr in Teil 2 von “Das Tagebuch einer Gründerin”.

Damit Ihr die Gründerin aber noch besser kennenlernen könnt, um die es in dieser Reihe gehen wird, habe ich sie vorab interviewt – hier geht’s zum Interview mit Ann-Kristin.

*Noch ein kleiner Hinweis: Meine Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

5 Kommentare
    • Sandra sagt:

      Das freut uns, Sabine! 🙂 Hast Du denn vielleicht auch eine konkrete Frage an Tini, die Du im Interview beantwortet haben willst?

  1. Katja sagt:

    Ich habe Tini auf einem Start up Workshop kennengelernt und freu mich sehr, dass du nun über ihren Gründungsweg schreibst. Das wird für deine Leser und Tini selbst eine Bereicherung sein. Tini hat eine super spritzige und positive Art, die ansteckt und ich drück ihr doll die Daumen für die Umsetzung ihrer Idee.

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