The hustle must stop! Für mehr Achtsamkeit in der Selbstständigkeit

Achtsamkeit in der Selbstständigkeit

Carolina Matzke hilft Euch auf ihrem Blog Sprout & Spirit gesund, achtsam und glücklich zu leben! Sie teilt gesunde, leckere Rezepte; schreibt über Nachhaltigkeit im Alltag, Fair Fashion, ganzheitliche Heilmethoden, Meditation und Yoga.

 

Selbstständige Frauen sind, so finde ich, Frauen, die eine Vorstellung davon haben, wie ihr Leben aussehen soll. Sie sind stark, arbeiten auf ihre Ziele hin und vertrauen sich und ihren Entscheidungen.

Eigenschaften wie

  • Ehrgeiz & Zielstrebigkeit
  • Willenskraft
  • Entschlossenheit & Fokus

sind bei den meisten Selbstständigen Voraussetzung, um das eigene Business voran treiben zu können.

Natürlich sind solche charakteristischen Eigenschaften total wichtig, um sich selber entwickeln und seine Träume verwirklichen zu können. Doch ist es möglich sich zu hartnäckig und verbissen auf seine geschäftlichen Ziele zu fokussieren?

Was genau meine ich mit zu hartnäckig und verbissen?

Sicherlich kennt Ihr so eine Situation, wie auch ich sie erst vor ein paar Wochen hatte: Ihr habt plötzlich eine außergewöhnliche (Geschäfts-)Idee, die Euch in Eurem Business voranbringt. Ihr setzt Euch direkt an Euren Schreibtisch und notiert alle Gedanken, die Euch im Kopf herumschwirren. Die Tage vergehen und Ihr seid wirklich motiviert und diszipliniert am Arbeiten. Das ist ja eigentlich ziemlich genial! In kurzer Zeit schafft Ihr so viel wie lange nicht mehr, denn auf einmal kommt alles ins Rollen. Geschäftstelefonate, Mails, Meetings, Verträge usw.

Alles läuft einfach perfekt; Euer Business auf Hochtouren.

Doch dann kommt es auf einmal angeschlichen: Dieses Gefühl, dass frau noch nicht genügend erreicht hat, noch mehr erreichen will, jetzt aber so langsam am Ende ihrer Kräfte und Möglichkeiten angekommen ist.

Im Gespräch mit anderen selbstständigen Frauen habe ich schon so oft gehört, dass frau irgendwann an diesen Punkt kommt, an dem sie nicht so weiter machen kann wie bisher.

„Ich arbeite so hart, um meine Ziele zu erreichen, doch ich bin ständig unzufrieden.“

Die Gründe dafür?

Frau ist eventuell …

  • nur auf weitere Ziele fokussiert
  • über ihre Ziele hinaus geschossen
  • kraftlos, da frau schon so viel Mühe und Arbeit in die bisherigen Ergebnisse gesteckt hat

Was ich damit sagen möchte: Ihr solltet Euch nicht NUR auf die großen Ziele und Träume fokussieren und alles andere ausblenden, sondern auch auf das Hier und Jetzt achten.

So viele Nächte saß ich noch abends um 23 Uhr an meinem Schreibtisch – total müde, überarbeitet, verzweifelt.

Ihr könnt Euch denken, dass frau so, total gestresst und mit den Nerven am Ende, die Leidenschaft an der eigenen Arbeit verliert.

Im Erfolgsrausch vernachlässigt Ihr möglicherweise Euch selbst, genau wie ich auch schon, und erkennt Chancen nicht – der typische „Tunnelblick“.

Aber wie schafft frau es dem Zustand des „Workaholics“ zu entkommen und offen für Neues zu sein?

ACHTSAMKEIT – ist hier das Schlüsselwort!

 

Achtsamkeit

Was ich mit Achtsamkeit meine?

Dem Körper Ruhe und Auszeit gönnen. Energie für die eigene Arbeit und neue Projekte sammeln.

In den Zeiten als ich von meinem Job überwältigt war und nicht mehr wusste wo ich, wie, weitermachen soll, hat mir MEDITIEREN geholfen!

Wahrscheinlich denkt Ihr bei Meditation an Räucherstäbchen, glatzköpfige Mönche in Orangefarbenen Gewändern und spirituelle Rituale… Aber keine Sorge, Meditieren ist total unkompliziert; einfach nur entspannend – und mein langes Haar ist auch noch da. 😉

Wie geht Mediation?

Meditieren ist wirklich etwas total Normales und Alltägliches für mich geworden, da ich einfach immer und überall eine kleine Meditation einlegen kann!

  1. Einen bequemen und aufrechten Sitz finden (egal ob auf einem Stuhl, Sofa oder am Boden)
  2. Die Augen schließen
  3. Für einige Minuten alle Sorgen und Gedanken bei Seite legen

Ihr sucht Euch einfach einen angenehmen Sitzplatz und schließt die Augen. Dann gibt es verschiedene Methoden, um den 3. Punkt, also das „Abschalten des Gedankenkarussells“, zu ermöglichen:

  • Fokus auf den Atem – ca. 10 Mal tief ein- und ausatmen
  • Mantra – an einen motivierenden oder inspirierenden Spruch denken, wie z.B. „Ich bin stark“ oder „Ich bin erfolgreich“

Also wie Ihr seht, handelt es sich beim Meditieren gar nicht um stundenlanges Herumsitzen und Beten, sondern einfach nur darum, mal für ein paar Minuten den Kopf frei zu kriegen.

Es hilft sogar schon während der Arbeit, in der Bahn oder wo auch immer Ihr gerade seid, kurz die Augen zu schließen und ganz tief 3 Mal ein- und auszuatmen. Glaubt mir: Es wirkt Wunder!

Nach einer Meditation fühlt Ihr Euch inspiriert, motiviert und gestärkt! Auf einmal seht Ihr alles aus einer ganz anderen Sichtweise. Ihr werdet erkennen, dass Ihr doch mehr Möglichkeit habt, als zuvor gedacht.

 

Mit Achtsamkeit stärker und produktiver werden

Also wenn Ihr das nächste Mal total frustriert und fertig vor einem neuen Auftrag sitzt und nicht weiter wisst: Probiert es einfach mal aus! Ihr könnt nichts verlieren – im Gegenteil. Ihr fühlt Euch bestimmt viel leichter und gewinnt eine neue Perspektive.

Und ganz ehrlich: Ihr müsst es ja noch nicht mal Meditation nennen. Wie wär’s mit: Kurze Gedankenpause oder Zeit zum Energietanken.

Mir hat es geholfen morgens und abends jeweils 10 Minuten im Sitzen zu meditieren. Vielleicht bringt Euch das auch viel. Aber vielleicht habt Ihr auch mehr davon, einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft zu machen und den Naturgeräuschen oder Eurer Lieblingsband zuzuhören. Hauptsache Ihr tut etwas, das Euch für kurze Zeit aus dem „Gedankenkarussell“ herausholt und entspannt.

Ich hoffe, dass ich Euch näher bringen konnte, wie wichtig Achtsamkeit in der Selbstständigkeit ist.

Heutzutage kriegt frau immer und überall gezeigt, dass frau ständig und produktiv am Arbeiten sein muss. #EverydayImHustling

Oft heißt es: Selbstständigkeit = „selbst und ständig“ arbeiten. Wer wirklich dieses Motto lebt, hat meiner Meinung nach nicht verstanden, dass der Always-On-Fire-Modus nicht zum endlosen Vorankommen beiträgt, sondern eher der eigenen Gesundheit schadet.

Deshalb ist es verdammt wichtig, sich gerade an arbeitsreichen Tagen Zeit für sich selber zu nehmen und Abstand zur eigenen Arbeit zu gewinnen; den Blick zu schärfen.

Wenn Ihr demnächst mal wieder von Eurer Arbeit gestresst seid, denkt an diesen Artikel und versucht es mal mit einer Meditation oder ganz einfachen, tiefen Atemzügen! 🙂

Lasst Sandra und mich auch gerne in den Kommentaren wissen, wie Ihr mit Stress in der Selbstständigkeit umgeht.

© Beitragsbild: Lesly Juarez | Unsplash

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