Aller Anfang ist schwer – sagt man. Ich kann mich noch sehr gut an meine ersten Schritte in die Selbstständigkeit erinnern. Sie waren vermutlich weniger schwierig als bei manch anderer, weil ich zu Beginn gut mit Projekten ausgelastet war und mir erst einmal keine Gedanken darüber machen musste, wie ich an neue Aufträge gelange. Dennoch waren die ersten Monate meiner Selbstständigkeit von Unwissenheit und Zweifeln geprägt: Soll ich mich privat oder weiter freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern? Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Wie stelle ich eine korrekte Rechnung aus? Und wie war das noch gleich mit der Umsatzsteuervoranmeldung – muss ich diese monatlich oder vierteljährlich abgeben? Auf viele dieser Fragen habe ich nach eingehender Recherche und Gesprächen mit meiner Steuerberaterin, den Görls und anderen Selbstständigen nach und nach Antworten gefunden.

Auch Du wirst auf die obenstehenden Fragen (die sich vermutlich jeder stellt, der sich selbstständig machen möchte) Antworten finden, wenn Du danach suchst. Aber es gibt Dinge, die zu Beginn einer Selbstständigkeit einfach nicht auf der Hand liegen. Ich meine, eine Entscheidung zu treffen, ob man privat oder gesetzlich versichert sein möchte, ist unumgänglich. In der Regel weiß jeder um diese zwei Möglichkeiten – man muss nur noch die Richtige für sich auswählen. Was aber, wenn man gar nicht weiß, das es Umstände gibt, die einem das Leben als Selbstständige erleichtern?

Heute möchte ich Dir genau drei solcher Umstände Tipps verraten.

Tipps, die Dir den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern

1. Rechne mit der Steuer!

Als Selbstständige erwirtschaftest Du Gewinne, auf die Du Steuern zahlen musst. Die Höhe hängt von Deinem Einkommen ab. Und dennoch taucht immer wieder die Frage auf, wie viel Geld man für Steuerzahlungen zurücklegen sollte? Das lässt sich pauschal leider nicht sagen, aber ich habe von einer anderen, langjährig Selbstständigen den Tipp bekommen, ich könne mit dem Brutto-Netto-Rechner ungefähr ausrechnen wie viel Geld ich für die Steuer auf die hohe Kante legen muss.

Nehmen wir an ich hätte im vergangenen Monat 4.000€ brutto eingenommen, dann trage ich das dort ein und wähle noch ein paar Dinge aus wie das ich freiwillig gesetzlich versichert bin, aber nicht in die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung einzahle. Und schwupps, hat er mir ausgerechnet, dass ich 866€ für die Einkommenssteuer wegpacken sollte. Die Erfahrung zeigt, so meint die befreundete Langzeitselbstständige, dass der Betrag, den der Rechner errechnet, normalerweise ausreichend ist und meist noch über dem Wert liegt, den man am Ende tatsächlich ans Finanzamt abgeben muss.

2. Staple tief!

Durch meine Angaben eben, weißt Du jetzt, dass ich mich dazu entschieden habe mich freiwillig gesetzlich versichern zu lassen. Über Vor- und Nachteile sollten wir an anderer Stelle sprechen. Fakt ist, auch der Beitrag für die Krankenkasse richtet sich nach dem Einkommen. Anfänglich musste ich schätzen, wie hoch die Gewinne in meinem ersten Jahr der Selbstständigkeit ausfallen würden. Der Tipp, den ich vom Kundenberater meiner Krankenkasse erhalten habe: Man sollte seine Gewinne nicht zu hoch angeben. Das könnte zwar zur Folge haben, dass man am Ende Geld nachzahlen muss, aber man überweist der Krankenkasse wirklich nur den Betrag, den man an sie zu entrichten hat. Zu viel gezahlte Beiträge kommen von der Krankenkasse nämlich nicht zurück. Eigentlich frech.

3. Spare für schlechte Zeiten!

Diese Empfehlung hörst Du vielleicht nicht zum ersten Mal. Gut so, denn sie ist wichtig! Aber wie viel Geld sollte man am besten in den Sparstrumpf stecken? Das war mir lange nicht klar – und ist es vielen bis dato nicht. Ich folge mittlerweile der Empfehlung von Sophia Amoruso. In ihrem Buch „Girlboss“ spricht sie den Rat aus, jeden Monat 10% seines Einkommens wegzulegen.

© Beitragsbild: pixabay

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