3 Bücher, die wir jeder Selbstständigen empfehlen

Bücher für Selbstständige

Wir haben den heutigen Welttag des Buches zum Anlass genommen, um in unseren Bücherregalen zu stöbern und Euch drei Bücher rauszusuchen von denen wir glauben, dass sie bereichernd für jede selbstständige Frau sind – Judith, Sophie und ich fühlten uns nach der Lektüre auf jeden Fall sehr motiviert! Wir hoffen, Ihr habt nach dem Lesen des Artikels Lust sofort in die Buchhandlung zu laufen! 😉

Judiths Empfehlung

Mein Buchtipp ist – nicht sehr praxisnah, aber dennoch sehr zu empfehlen – die Autobiographie von Salman Rushdie: „Joseph Anton – A Memoir“*.

Der Wälzer ist nicht nur ein spannendes Zeitdokument über die Fatwa gegen einen umstrittenen Autor, nicht nur der an einigen Stellen fast erbarmungslos offenlegende Seelenstriptease einer nicht immer gut dabei wegkommenden Hauptfigur, es ist auch die mühsame Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten Schriftsteller der Welt.

Im Hauptteil des Buches dreht sich die Geschichte vor allem um die Erfahrungen, die Rushdie während seiner langen Jahre als Verfolgter machte. Um das Leben hinter Schloss und Riegel, unter einem Pseudonym, mit dem Hass so vieler Menschen auf sich. Doch zu Beginn des Buches schreibt er darüber, wie es dazu kam, dass er „Die satanischen Verse“ schrieb, dass er überhaupt zu einem Schriftsteller wurde.

Diesen Teil las ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit und es machte mir Mut, zu verfolgen, dass auch ein später gefeierter Autor wie Rushdie über Jahre an sich selbst zweifelte, dass auch er immer wieder abgewiesen wurde, dass er sich mit „day jobs“ über Wasser hielt und doch nie das Schreiben aufgab.

Er lässt den Leser dabei über die Schulter schauen, wie er nach beendetem Studium auf dem Dachboden seines Hauses sitzt, „pretending to write.“ (S. 47) „He“ – die Memoiren sind in der dritten Person geschrieben – „had no idea what he was doing. For a long time no book took shape.“ Er erzählt von knappen Kassen, seiner Arbeit als Anzeigentexter und von Neid gegenüber anderen, erfolgreichen Autoren.

Er verrät aber auch, wie er seine Stimme findet, indem er sich seiner Identität immer weiter annähert. Auf dieser Reise zu sich selbst nimmt er den Leser mit – bis nach Indien. Unterwegs lässt Rushdie einen teilhaben an den Momenten, die ihn selbst motiviert haben. Ich glaube nicht, dass sie als Motivation für den Leser gemeint sind – eher als Meilensteine auf dem Weg zu dem Menschen, der Rushdie wurde – aber ich habe sie trotzdem auch für mich als Motivation empfunden.

Zu seinem Mammutprojekt „Mitternachtskinder“ schreibt er: „He realised he was taking on a gigantic, all-or-nothing project, and that the risk of failure was far greater than the possibility of success. He found himself thinking that this was just fine. If he was going to have one last try at achieving his dream, he didn’t want it to be with a safe, conservative, middling little book.” (S. 56)

Und wer sich nicht durch die Motivation anderer Leute motivieren lässt, für den finden sich auch kleine, direkte Hinweise auf das potenzielle Glück der Selbstständigkeit in dem Buch, zum Beispiel auf Seite 58: „Thirty-one days later, in the summer of 1981, he became a full-time writer, and the feeling of liberation as he left the agency for the last time was heady and exhilarating.”

Es gibt noch weitere Passagen – konkretere und weniger konkrete Abhandlungen über den Werdegang und das Leben als Schriftsteller. Auch wenn es ein sehr spezielles Thema ist und das dicke Buch auf den ersten Blick abschreckend wirken kann, zum Tag des Buches gibt es meiner Meinung nach keine passendere Empfehlung.

Hier gibt es einen Blick ins Werk, eine Leseprobe und das Buch zu kaufen.

Sophies Empfehlung

Mein Buchtipp? Na ganz klar natürlich: Monikas „This Year Will Be Different“, zu dem wir sie hier ja schon ausgequetscht hatten.

Kurz zusammengefasst: Als Monika Kanokova den Plan ausheckte, sich selbstständig zu machen, sprach sie mit vielen anderen Frauen, die es bereits waren, über ihre Erfahrungen auf dem Weg dorthin. Dabei merkte sie, dass die Bedenken und Fragen sehr ähnlich waren. Also warum all das nicht in einem Buch teilen? Yeah! Und so startete sie eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, um das Ganze zu finanzieren.
Bei dem Thema haben wir von Frau, frei & natürlich direkt mit „gecrowdfundet“ 🙂

Ich lese ja am liebsten Interviews mit selbstständigen Frauen, weil die für mich einfach wie kleine Tritte in den Hintern wirken, nach denen ich denke: „Ok, jetzt aber! Jetzt pack ich mal dieses und jenes an.“

Von diesen Interviews gibt es in „This Year Will Be Different“ jede Menge. 23, um genau zu sein. Illustratorinnen, Bloggerinnen, Fotografinnen, Designerinnen – sie alle erzählen, wie der Weg in die Selbstständigkeit aussah, wie lange sie brauchten, um davon leben zu können und was nötig war, um es zu schaffen.
Einerseits findet sich dort dann ein neuer, heißer Tipp, oft denkt man aber auch „Ah, stimmt, genauso ging es mir auch“… und hat das Gefühl, in guter Gesellschaft zu sein.

Zwischen den Interviews gibt es außerdem kleine „Ratgeber-Kapitel“, in denen Monika ihre eigenen Erfahrungen als Tipps zu nützlichen Tools, der Akquise und dem Selbstmarketing zusammenfasst.

This Year Will Be Different“* ist also ein tolles Kick-Ass-Handbuch, für alle die sich gerade selbstständig gemacht haben oder es vorhaben!

Sandras Empfehlung

Ihr wollt noch mehr Inspiration? Kein Problem, könnt Ihr haben: Denjenigen unter Euch, die nach der Autobiografie von Rushdie und den persönlichen Erfahrungen der 23 interviewten selbstständigen Frauen in Monikas Buch noch nicht ausreichend motiviert sind, um vielleicht endlich den lang erträumten Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, lege ich das Buch „Die Honigfrau„* von Agnes Flügel ans Herz.

Für Ihren Traum von einer erfüllten Tätigkeit hängt Agnes ihren Job als Online-Redakteurin an den Nagel und zieht von Hamburg aufs Land, um dort als Imkerin zu arbeiten. Ihr Leben am Meer in einem Reetdachhaus ist keinesfalls so idyllisch wie man es sich vielleicht vorstellen mag und von Höhen und Tiefen der noch jungen Selbstständigkeit geprägt.

Ängste und Selbstzweifel mischen sich immer wieder unter Agnes Liebe für ihre Bienen und die Imkerei. „Ich fühlte mich noch viel zu frisch und unerfahren in meiner Rolle als Imkerin“, schreibt sie in ihrem Buch. Trotzdem ist Agnes am Ball geblieben und mit ihrem Edel-Honig mittlerweile sehr erfolgreich. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie nie bereut.

Ich finde ein Satz im Einband bringt den Kern des Buches gut auf den Punkt: „Agnes Flügels Buch ist (…) ein ermutigender Appell, etwas zu riskieren, um endlich das zu tun, wofür man wirklich brennt.“ Und wofür brennt Ihr?

Weitere Buchempfehlungen findet Ihr auf unserem Pinterest-Account!

Wir sind immer auf der Suche nach mehr lesenswerten Büchern für Selbstständige – egal ob inspirativ oder informativ. Welche könnt Ihr uns empfehlen? Schreibt uns Eure Empfehlungen gerne in die Kommentare!

© Beitragsbild: Carli Jean | Unsplash

*Noch ein kleiner Hinweis: Unsere Empfehlungen enthalten Affiliate-Links des Anbieters Amazon. Wenn Ihr über diese Links z. B. ein Buch kauft, erhalten wir eine kleine Provision.

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